Die Demokratie ist ein kleines, hilfloses Kind, welches vieler Pflege durch seine Bürger bedarf, wenn es nicht missraten soll. Entzieht man ihm durch Sorglosigkeit die Liebe und Fürsorge, wird es sich mit den schlimmsten Charaktereigenschaften fürchterlich an seinen unfähigen Eltern rächen!
Deutsche Dichter & Denker
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
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Wohin dein Weg?
… Ihr habt's mich einst gefragt.
Mein Stolz hat lächelnd Antwort euch gesagt:
Ich schau' im Geist der höchsten Berge Ziel,
Auf das der erste Gruß der Sonne fiel;
Bis dort hinauf will ich in Kampf und Wagen
Mit starker Faust mein wehend Banner tragen!
Man kann nie zu stolz sein, wenn andere uns vergessen oder gar verachten wollen.
Was sind die Völker und die Völkchen, die unseren Namen mit Hohn auszusprechen wagen.
Laß sie sich erst fragen, was sie gleich oder besser als wir getan und gewirkt haben.
Ich muß an unsere Tugend und Kraft erinnern, damit wir ihren heiligen Samen lebendig erhalten zur Lust und Blüte der kommenden Zeiten.
Daß Stolz und Mut nicht vergehe, weise ich euch auf das letzte Unglück hin und auf alte und neue Verluste.
Unsterblich Sehnsucht nach Freiheit, Standhaftigkeit, Würde und Hochsinn ziemt dem Gefallenen mehr als dem Stehenden;
auch die Träne ziemt ihm über das Verlorene, aber nur, damit sein Herz heißer schlage und sein Haupt höherrage.
Hört, hört! und klagt und weint mit mir, entbrennet und euch aufrichtet!
Denn alle Kraft dringt vorwärts in die Weite,
Zu leben und zu wirken hier und dort;
Dagegen engt und hemmt von jeder Seite
Der Strom der Welt und reißt uns mit sich fort.
In diesem innern Sturm und äußern Streite
Vernimmt der Geist ein schwer verstanden Wort:
Von der Gewalt, die alle Wesen bindet,
Befreit der Mensch sich, der sich überwindet!
Laß nicht die Arme sinken,
so groß das Gezerr,
du hast es noch immer gezwungen
und wirst auch diesmal Herr!
Wenn's andere leichter sich machen,
du bist nicht sie,
und Helfer zu deinen Zielen…
hattest du nie!
Du hast noch immer fast alles
bezahlt weit über Kauf;
laß es dich nicht verdrießen,
sei stolz darauf.
Und was du selbst gegeben,
war immer wohl mehr,
als, auf der Waage gewogen,
nötig gewesen wär.
Doch ohne Opfer und Einsatz
von Herz oder Hand
kommt auf der Welt überhaupt
kein Wert zustand!
Es gibt eben zweierlei Menschen
und zweierlei Maß:
Ein Baum will Früchte tragen
und Gras bleibt Gras!
Laß nicht die Arme sinken,
so groß das Gezerr,
du hast es noch immer gezwungen
und wirst auch diesmal Herr!
du sollst die Ermordeten nicht, und nicht die Mörder vergessen!
Aber nicht zufrieden, den Arm des Volkes zu entwaffnen, sucht man noch die heiligsten Quellen seiner Kraft durch das Laster zu vergiften. Dies ist der feinste, gefährlichste und abscheulichste Angriff auf die Freiheit.
Ein Volk, das ein wahres volkstümliches Bücherwesen besitzt,
ist Herr von einem unermeßlichen Schatze!
Alles Große und Vernünftige in der Welt muss Quarantäne halten, ehe es Eingang findet in die Menschheit;
Nur Irrtum und Unsinn gelten unter allen Umständen für kerngesund und passieren frei!
Mit der Unbekümmertheit eines Kindes hat der Deutsche Schätze an die Welt verschenkt und Werte mit vollen Händen hinausgeworfen. Mit spielerischer Freude hat er es mitangesehen, daß andere diese Schätze und Werte einsammelten und damit ihre Macht begründeten. Er war zu jung, um von der Verantwortung eines verpflichtenden Erbes zu wissen. Diesem Zujungsein verdankt die Welt ihr heutiges Gesicht!
Jahr: Kein Jahr vorhanden
Ist irgendwo ein Fehltritt gescheh'n
In der Schar der gläubigen Christen,
Da geht durch die Blätter ein Sturmesweh'n
Und alle sich tapfer entrüsten.
Gibt's aber tausend in ihren Reih'n
Der Ehebrecher und Diebe,
Das alles bedeckt man säuberlich fein
Mit dem Mantel der christlichen Liebe!
Es gibt viele Gründe, pessimistisch zu sein.
Trotzdem ist Pessimismus falsch.
Er verkennt, daß das Leben sich ständig erneuert, ständig regeneriert, wie es uns der Frühling seit Jahrtausenden vorführt.
Wie eine gewaltige Urkraft bricht er hervor aus den Knospen, durch nichts aufzuhalten!
Reift nicht in Gewittern
Und in Sturm die Saat?
Herz, du darfst nicht zittern,
Wenn die Trübsal naht!
Ich bin aus Deutschlands Mitte, dort, wo die Eichen stehen,
Wo die Fluren sich dehnen, wo die Flüsse gehen.
Mein Herz schlägt für die Heimat, für das Land, das mich nährte,
Wo die alten Sitten blühen, wo die Freiheit währte.
Jahr: 1865
Grellweiße Blitze und Donnergewalt,
Sturm ist das Feuer in Kriegesgestalt.
Wild Kreißend und rasend, ein Bersten und Brechen -
Der Tod harkt das Feld mit eisernem Rechen.
Blutrot ist der Schaft, mit blinkenden Zinken,
Das Ende gebietend - sein ewiges Winken.
Unendlich sein Gang. Im Kampfesgefüge
zeiht er die Narren Jahwes der Lüge.
Ihm folgt der Gehörnte im tödlichen Reigen,
Mit sprühenden Augen erkennt er die Feigen.
Er reißt die Verräter, der Ehre entrückt
- an unserem Baum hat er niemals gepflückt!
Er ist die Versuchung des Ich” gegen Wir”,
Er feiert den Ablaß, die ewige Gier,
und blendet mit Wonne den ehrbaren Streiter,
Der niederen Schmach ist er lächelnd Bereiter.
Voraus und darüber, im Todesgewitter,
In wehrhafter Brünne der aufrechte Ritter.
Für Gut und sein Blut zieht er in die Schlacht,
hält aus für ein Morgen, steht hütende Wacht.
Gibst hin Du das Schwert, verläßt Du den Hort:
Friedlos, als Sklave, irrst Du hinfort.
Ritter! Dann holt Dich der Teufel und auch der Tod.
Verlierst Du die Wehr, war es das letzte Morgenrot.
Ich gleite, rings umgittert von den dunklen Tieren,
Durchs brüllende Haus am Stoß der Stäbe hin und her,
Und blicke weit in ihren Blick wie weit hinaus auf Meer
In ihre Freiheit ... die die schönen nie verlieren.
Der harte Takt der engen Stadt und Menschheit zählt
An meinen Zeh'n, doch lose schreiten Einsamkeiten
Im Tigerknie, und seine baumgestreiften Seiten
Sind keiner Straße, nur der Erde selbst vermählt.
Ach ihre reinen heißen Seelen fühlt mein Wille
Und ich zerschmelze sehnsuchtsvoller als ein Weib.
Des Jaguars Blitze gelb aus seinem Sturmnachtleib
Umglühn mein Schneegesicht und winzige Pupille.
Der Adler sitzt wie Statuen still und scheinbar schwer
Und aufwärts, aufwärts in Bewegung ungeheuer!
Sein Auftrieb greift in mich und spannt mich in sein Steuer –
Ich bleibe still, ich bin von Stein, es fliegt nur er.
Es steigen hoch der Elefanten graue Eise,
Gebirge, nur von Riesengeistern noch bewohnt:
Von Wucht und Glut des wilden Alls bin ich umthront
Und ich steh eingesperrt in ihrem freien Kreise!
Wo Belagerungszustand ein Recht ist
Und das Volk ein gehorsamer Knecht ist
Wo die Volksvertreter Philister sind
Und die ärgsten Heuchler Minister sind
Da ist Vetter Michels Vaterland!
wo der Allerhöchste nicht Gott ist
und wo Mut und Gesinnung bankrott ist
wo der Teufel mit Fürsten im Bunde steht
und Einheit und Freiheit zugrunde geht
Da ist Vetter Michels Vaterland!
wo das Laster bestirnt und gekrönt ist
wo die Wahrheit verfolgt und verpönt ist
wo nirgends für Freiheit noch Raum ist
wo die bessere Zukunft ein Traum ist
Da ist Vetter Michels Vaterland!
Zum gleichen Volke zu gehören bedeutet, nicht nur im Urmenschlich-Gemeinsamen Verbindung zu haben:
Etwa in Haß, Wut, Begeisterung, sondern dieselbe innere Einheit herstellen zu können, gegenüber einem großen Schatze gemeinsamen geistigen Besitzes:
in Dichtung, Geschichte, Glaube, Verehrung - was Wesen und Inhalt der Volkheit ausmacht!
Über allen anderen Tugenden steht eins;
das beständige Streben nach oben,
das Ringen mit sich selbst,
das unersättliche Verlangen
nach größerer Reinheit
Güte und Weisheit!
Die Sprache …
Unmittelbar schreiten wir durch sie in das Volk hinein, das fühlen wir.
Wie wir das erfassen können:
die Seele eines Volkes, danach fahnden wir, und Zweifel versehrt uns wieder, ob einem solchen Begriff jemals die Anschauung abzuringen sei.
Hier aber, in der Sprache, spricht uns ein Wirkliches an, durchdringt uns bis ins Mark:
die Urkraft, daran wir teilhaben!
Daß unsere Zeit nahe ist…,
daß der Egoismus in allen seinen Gestalten sich beugen wird und die heilige Herrschaft der Liebe und Güte,
daß Gemeingeist über alles in allem gehen und daß das deutsche Herz in solchem Klima, unter dem Segen dieses neuen Friedens erst recht aufgehen und geräuschlos, wie die wachsende Natur, seine geheimen weitreichenden Kräfte entfalten wird,
dies mein ich, dies seh und glaub ich!
In Politik zwei wichtge kleine Dinger
Sind Daumen eben und Zeigefinger,
Sie halten die Feder,
Das weiß ein jeder.
Doch Wichtgres noch wird oft durch sie betrieben,
Wenn sie sich übereinander schieben!
Liegt irgendwo im weiten Meer
Ein selig, weltverloren Land,
Still ziehn die Wolken drüber her,
Und leise ebbt die Fluth am Strand.
Uralte Bäume grünen dort
Und wölben sich zum dichten Hain,
In den drang nie ein Menschenwort,
Nie eines Menschen Blick hinein.
Aus purpurrothen Kelchen steigt
Ein seltsam süßer, müder Hauch,
Versonnen sich der Himmel neigt
Und reglos träumen Busch und Strauch.
Am Ufer schaukelt sich ein Kahn,
Die Wellen plätschern sacht am Kiel –
Wen holt er ab auf weiter Bahn,
Wen trägt er her zum sel'gen Ziel?
Ach, daß der Kahn mich holen müßt'
Aus dieser bangen, bangen Zeit,
Daß ich den Weg zu finden wüßt'
Zur Insel der Vergessenheit!
Ja, dem Heuchler keine Gnade!
Ihn entlarven, ihn beschämen,
Heißt der Tugend Sache rächen,
Und der Wahrheit Opfer weihn.
Leichte Fehler, kleine Schwächen
Guter Menschen zu verzeihn,
Und auf zweifelhaftem Pfade
Mich Verlaßner anzunehmen,
Wankenden die Hand zu leihn –
Giebt die Sympathie mir ein.
Doch dem Heuchler keine Gnade!
Ihn entlarven, ihn beschämen,
Heißt der Tugend Sache rächen,
Und der Wahrheit Opfer weihn!
Bräuche sind nicht nur Volksgut, sie sind ein Stück Kultur.
Sie sind Einmalig für ein Volk, unverwechselbar und notwendig.
Bräuche spiegeln das wider, was sich ein Volk in einer Kulturlandschaft über lange Zeiträume erarbeitet und bewahrt hat.
Überliefertes Liedgut, gesprochene Mundart und Bräuche als Handlungen, bedeuten Traditionsbewusstsein, Einklang und Einsatz für heimatverbundene Menschen.
Wenn wir von Brauchtum reden, ist zumeist ein Volksbrauchtum gemeint.
Bräuche sind in und aus unserem Volk gewachsen.
Bräuche sind nicht nur nützlich, sie werden gebraucht und sind in der Gemeinschaft Notwendigkeit.
Sie werden angewendet, um mit ihrer Hilfe natürliche oder gewachsene Dinge, symbolisch und wirklichkeitsnah zu erklären.
Des Weiteren haben sie einen hohen Stellenwert, um eine Volksgemeinschaft zu stärken und langfristig in seiner Echtheit zu bewahren.
Brauch ist, was die Sitte verlangt”, sagte früher der Volksmund.
Es wird eine Tracht auf festlichen Veranstaltungen getragen, zum Gruße gibt man sich die Hand, zur Eheleite werden die Ringe getauscht, man singt Volkslieder und feiert Feste im Jahreslauf.
Ein gelebter Brauch ist immer für die Allgemeinheit, denn er war und ist nie Selbstzweck, sondern er macht nur in einer Umgebung mit anderen Menschen Sinn.
Brauchtum meint häufig das ländliche und überlieferte Brauchtum, denn dieses hat in den vergangenen Jahrhunderten eine ungeheure Vielfalt, Größe und Wichtigkeit erlangt.
In früheren Zeiten war die Ausübung der Bräuche und der Gebrauch der guten Sitten” oft die einzige Möglichkeit, in Verbindung zu stehen, zu feiern oder sich gemeinsam zu begegnen.
Durch Verbote und beabsichtigte Beseitigung des überlieferten Brauchtums, sank die Zahl der Brauchtumshandlungen fasst bis zur Bedeutungslosigkeit.
Hinzu kommt, dass sich die Art und die Natur der Bräuche wesentlich verändert haben.
Nicht selten ersetzen Missbrauch am Brauchtum die überlieferte Tradition.
Bräuche wurden und werden zumeist durch Feste im Jahreskreislauf vorgegeben.
Fastnacht, Ostara, Sonnwendfeuer, Erntedank und das Julfest, um nur wenige zu nennen, waren Hochfeste unseres Volkes.
Hinzu kommen familiäre Anlässe wie die Geburt eines Kindes, die Jugendleite, Hochzeit oder der Tod eines Sippenangehörigen.
Ebenso der Hausbau, Namengebungsfeste und persönliche Besuche liefern Anlässe genug.
Nachbarn, Handwerker, Vereine, Jugendbünde oder Bruderschaften treten oftmals geschlossen als Brauchtumsträger auf.
Auch heutzutage üben ganze Dorfgemeinschaften mancherorts noch einen Brauch aus.
Eine Handlung im Brauchtum wurde oder wird vollzogen, weil es immer so war.
Bräuche wurden übernommen und so weitergepflegt wie es die Vorväter vorgemacht haben.
Alles hatte seinen Sinn in unserer Umgebung und die Notwendigkeit der Brauchtumspflege, als Kulturbewahrer, wurde erkannt und bewahrt.
Heutzutage jedoch, kann man bei vielen überlieferten Brauchtumsfeiern oft nicht mehr erklären, woher der Brauch eigentlich herkommt, oder was er wirklich dahintersteckt.
Tänze um das Sonnwendfeuer, volkstümliche Umzüge oder das Maibaumstellen – kaum ein Jugendlicher weiß noch, wo der Ursprung liegt.
In der heutigen Zeit des kulturellen Niederganges und der gewollten Zerstörung der Natürlichkeit unserer Volksgemeinschaft, ist es schwer, Bräuche zu erklären und zu begründen.
Gebäck für besinnliche Stunden und gefärbte Ostereier, gibt es im Einkaufsladen.
Sich die Zeit zu nehmen, um selber Plätzchen zu backen, Ostereier einzufärben und zu bemalen, der Sinn zum gemeinschaftlichen Handeln und Wohlbefinden, scheint für immer verloren gegangen zu sein.
Wer nicht von dreitausend Jahren
sich weiß Rechenschaft zu geben,
bleib im Dunkel unerfahren,
mag von Tag zu Tage leben!
Der Knecht hat erstochen den edlen Herrn,
Der Knecht wär selber ein Ritter gern.
Er hat ihn erstochen im dunklen Hain
Und den Leib versenket im tiefen Rhein.
Hat angelegt die Rüstung blank,
Auf des Herren Roß sich geschwungen frank.
Und als er sprengen will über die Brück,
Da stutzet das Roß und bäumt sich zurück.
Und als er die güldnen Sporen ihm gab,
Da schleudert's ihn wild in den Strom hinab.
Mit Arm, mit Fuß er rudert und ringt,
Der schwere Panzer ihn niederzwingt!
Höher als die Pflicht des blinden Gehorsams
steht die innere Überzeugungstreue!
Zersplissen ist mein Haupt
Von schwarzem Wolkenwetter;
Herbstwind und Regen raubt
Die abgestorbenen Blätter:
So rag' ich ganz allein
Aus ödem Haidekraut
Und träume von dem Hain,
Der weit verloren blaut.
Oft, wenn mit grimmer Wucht
Mich packt ein nächtlich Brausen,
Raff ich mit jähem Grausen
Zusammen mich zur Flucht;
Doch halten zähe Schollen
Mich an den Wurzeln fest. -
Da steh' ich nun mit Grollen,
Wild schüttelnd mein Geäst...
Wer auf viel Widerstand stößt,
befindet sich gewöhnlich auf dem richtigen Weg zu seinem Ziel!
Mein Land ist schön,
mit Bergen und mit Seen.
Mein Land ist schön,
am hellen Nordseestrand.
Die Insel Rügen mit den Kreidefelsen,
der Brocken, auf dem spukt der Hexen Schar.
Auch Mecklenburg mit seinen vielen Seen,
wer es gesehen hat, bleibt gerne länger dort!
Kennst du den Schwarzwald, wo die Tannen rauschen?
Das Erzgebirge in der Weihnachtszeit?
Den Berg Oybin mit seinen Felsgesteinen?
Wenn ich dran denke, möchte ich dort gern sein.
Und erst den Eibsee mit smaragdenem Wasser,
die Insel Mainau mit dem Blumenspiel,
die Partnachklamm mit ihren eignen Reizen,
an Zielen nennen könnt ich noch viel.
Hast du dein wunderschönes Land gesehen?
Bist du gewandert frei in der Natur?
Die Luft geatmet, die der Seewind brachte?
Dann lernst du's kennen als Erlebnis pur.
Mein Land ist schön,
das kann ich ruhig sagen,
man muss nur lernen, richtig hinzusehn!
Ich war ein Stein im Osten,
vor Jahrhunderten aufgestellt.
Ich war ein Anfang, ein Ende
und ein Gesetz in der Welt.
Ob Sturmgebraus ob Donnergrollen und der Feinde schar uns überrollt, bleibt eines dir stets gewiss, die Heimat, die vergisst dich nicht.
Ob Neid ob Gier und elend Menschenleid und überall die Welt in Streit, bleibt eines dir stets gewiss, die Heimat, sie vergisst dich nicht.
Wenn auch viele der deinen sind schon tot und dein Leben liegt in bittrer Not, dann braucht die Heimat dich umso mehr. Dann höre was leis sie spricht - meine Treue ist dir stets gewiss.
Sie ruft dich nun um Hilfe an, wie du es selbst hast stets getan. Keinen Taler wollt sie je dafür, denn ihre Sorge galt allein nur dir. Die Hilfe braucht sie nun von dir und so hilf und beweis damit deine Treue ihr!
Es ist der Patriotismus oder die Liebe zum Vaterland die Grundlage der Einheit für Volk und Staat, in ihm ist die Gemeinsamkeit des Gefühls enthalten, welches aus der Gleichheit der Geschichte, der Einflüsse des Klimas, der Religion und der allgemeinen Bildung hervorgeht und sich dann in der Gleichheit der Sitten und Handlungen verwirklicht!
Als spät sie schaut zu dunkler Stund'
zum Himmelszelt und zu den Sternen,
als sie schon führt' in ihrem Mund
gerichtet an den Mond, den fernen,
ihren frommen Wunsche dar-
der wicht'ger heut' denn selten war.
Der Himmel ward verhangen dort
wo treue Sternlein ewig blitzen,
sie waren wie der Mond auch fort
so blieb sie in der Heimstatt sitzen,
den Kopf in ihre Händ' gestützt
und angelehnt vom Mann beschützt.
"So gräm dich nicht mein gutes Weib,
der gute Mond, er geht so stille,
ob halb, ob voll an seinem Leib,
so war und ist es Gottes Wille.
So ewig wie die Sterne zieh'n
so kann auch er die Bahn nicht flieh'n."
"Mein treuer Mann, du weißt ja selbst
ein frommer Wunsch zur stillen Nacht
bevor ins Traumreich ein du fällst
du ihn hoch droben dargebracht.
Erholsam hüllt die Nacht dich ein,
der Wunsch alsbald erfüllet sein."
(Mond)
"Oh- alt ich bin...hab viel geseh'n
auf meiner trauten Himmelsbahn.
Die Menschenleben kommen und geh'n
wie ihre Liebe und ihr Wahn.
Mit jedem Wunsch an mich entsandt
ein Krater selbst auf mir entstand.
Doch Wunscherfüller bin ich nicht!
Ich leucht' des Nachts der Erdenschar,
ich leuchte mit dem fahlen Licht
das mir von Gott gegeben war
Die Seele, die sich in dir rührt
schon nah zu der Erfüllung führt!
Wenn Wunsch und Tat in Einheit geh'n,
wer hoffend sich an Gott gewandt-
zu seinen Taten wird auch steh'n,
was wünschend ward in ihm entbrannt!
Wieviel auf dieser Erde Pracht,
vom Weibe empfangen, vom Manne gemacht?"
"Mein gutes Weib, so lass' uns beid'
obschon der gute Mond nicht scheint
gemeinsam tun und wünschen heut'-
in Treue hier wir sind vereint!
Solang wir treu sind, Seit' an Seit',
solang wir haben Gottgeleit!"
So sprachen sie gemeinsam aus,
"du lieber Gott, wir bitten dich-
laß unser Kind zur Welt hinaus
gesund und stark und ritterlich!"
Aus ihrem Schoß gebar sie heut'
ein neues Leben, das sich freut.
So fließt der Kreis des Lebens hin,
das junge Leben reift heran
und mancher findet Lebenssinn,
wenn er nur lernt, soviel er kann-
und wenn er hat sein Haus gebaut
aus dem sein Weib zum Himmel schaut...
Das Beste ist die tiefe Stille, in der ich gegen die Welt lebe und wachse und gewinne, was sie mir mit Feuer und Schwert nicht nehmen können!
Ich trag' ein deutsches Kleid,
will trösten Euch im Leid
und Strom der Zeit
mit Stimmen aus der Ewigkeit.
Sehnsucht wohnt in meinem Herz,
nicht nur heut am Muttertag,
täglich steigt sie himmelwärts,
sagt Dir leis, dass ich Dich mag.
Träume der Vergangenheit,
werden Wirklichkeit im Nu,
Ängste aus der Kinderzeit,
kommen häufig noch hinzu.
Dann spür ich deine Wange,
fühl die Wärme Deiner Haut,
es dauert auch nicht lange,
bis sich nichts mehr in mir staut.
Du gibst mir heut noch Liebe,
bist der Nabel meiner Welt,
schenkst mir im Weltgetriebe,
Energie und Kraft, die hält!
Unsagbar ist dein Leid,
Sudetenland -
Es hat nicht Tränen mehr,
dich zu beweinen.
Nichts kann uns rauben
Liebe und Glauben
Zu unserm Land
Es zu erhalten
Und zu Gestalten
Sind wir gesandt
Mögen wir sterben
Unseren Erben
Gilt dann die Pflicht
Es zu erhalten
Und zu gestalten
Deutschland stirbt nicht!
Wenn die Menschen, die während des NS verfolgt und ihrer Freiheit beraubt wurden, den 8. Mai als Tag der Befreiung sehen, ist dies ihr gutes Recht und die eine Seite der Geschichte.
Ich habe eine andere Erinnerung an diese Zeit 1945!
Der Deutsche Staat wurde zerschlagen.
Deutschland wurde nicht frei, sondern besiegt und besetzt.
Die Zivilbevölkerung erlebte nach der Zerstörung ihrer Städte Vertreibung, Mord, Plünderung und Vergewaltigung.
Für mich ist der 8. Mai kein Jubiläum der Befreiung und daher bin ich entschieden gegen das spezielle Geschichtsbild, das uns verordnet wird!
Befreier plündern nicht, Befreier drangsalieren, foltern, vergewaltigen und morden nicht, sie übergeben Kriegsgefangene nicht fremder Gewalt, sie lassen sie nicht verhungern und umkommen und beuten sie nicht durch jahrelange Gefangenschaft aus.
Befreier vertreiben Befreite nicht aus ihrer Heimat und eignen sich nicht Hab und Gut der Befreiten an.
Besiegt wurden schon viele Völker, aber den wenigsten ist zugemutet worden, ihre eigene Niederlage zu feiern und in diesem Zusammenhang ihrer Toten nicht würdig zu gedenken.
Die Sieger von 1945 sind nicht als Befreier gekommen, sondern als Eroberer!
Jahr: 1945
,,...und so fange Feuer, männliche Gelassenheit! Verwilde zum Tiger, sanftmüthiges Lamm! Und jede Faser recke sich auf zu Grimm und Verderben!
Ich möchte ein Bär sein und die Bären des Nordlands wider dies mörderische Geschlecht anhetzen. Oh, ich möchte den Ocean vergiften, daß sie den Tod aus allen Quellen saufen!
Wer mir jetzt ein Schwert in die Hand gäb', dieser Otterbrut eine brennende Wunde zu versetzen, wer mir sagte, wo ich das Herz ihres Lebens erzielen, zermalmen, zernichten – Er sei mein Freund, mein Engel, mein Gott – ich will ihn anbeten!
Mein Geist dürstet nach Thaten, mein Athem nach Freiheit.
Nun denn, so laßt uns gehn! Fürchtet euch nicht vor Tod und Gefahr, denn über uns waltet ein unbeugsames Fatum! Jeden ereilet endlich sein Tag, es sei auf dem weichen Kissen von Flaum, oder im rauhen Gewühl des Gefechts, oder auf offenem Galgen und Rad! Eins davon ist unser Schicksal!
Wer den Deutschen erstarken lassen will, muß ihn in Not und Entbehrungen zwingen.
Das ist das Geheimnis deutschen Wesens:
Die deutsche Seele ist noch nie in Kriegen, oft aber in feigen Friedenszeiten gefährdet gewesen. In satten Zeiten ist der Deutsche arglos und fröhlich wie ein Kind.
In solchen Zeiten haben es seine Feinde leicht, ihn mit Theorien und seltsamen Lehren zu bändigen. Dann können sie es wagen, ihn auszunützen und ihn zu erniedrigenden
Sklavenarbeiten zu zwingen.
Die deutsche Gutgläubigkeit, die biedermännische Vertrauensseligkeit sind die schwächsten Stellen in der Festung des deutschen Wesens.
Man hat den Deutschen gelehrt, der Haß sei verwerflich.
Und der Deutsche hat diese Lehre geglaubt!
Erst spät hat er erkennen müssen, daß der echte Haß so edel ist wie die echte Liebe!
Satte Zeiten verleiten zu gedankenlosem Genuß.
Not aber zwingt zu Fragen und Nachdenken.
Oft hat die deutsche Seele ihr Fragen nach dem Warum des Geschicks und der Geschichte in die Wolken gerufen. Oft standen Deutsche fassungslos vor den Trümmern ihres Reiches und
ihrer Idee.
Religionen sind erwachsen aus der Frage nach dem Warum.
Die Religionen aber lehrten Theorien des Schicksals, und diese Theorien wälzten die Last der Verantwortung von den fragenden Seelen ab auf den unbekannten Gott und gaben den Trost
der Vorsehung.
Schuld und Schicksal wurden ineinander verwischt.
So wurde der Deutsche wieder schläfrig.
Er fand für seine Schuld eine Entschuldigung.
Aus den Wolken kam keine Antwort auf seine Fragen, und die Anklage seines Herzens konnte er mit der Entschuldigung gottgegebenen Schicksals beschwichtigen und betäuben.
Man hätte den Deutschen lehren sollen, daß alle Schuld Folge seiner Lauheit, daß alles Schicksal Strafe seiner Schuld ist.
Man hätte ihm nicht das Gebetbuch, sondern das Schwert zur Sühne in die Hand geben sollen!
Wer in die Wolken fragt, wird genarrt.
Wer sein Herz fragt, bekommt Antwort.
Und diese Antwort ist kein zweideutiger Orakelspruch, sondern eine Forderung:
Sei deutsch und handle deutsch, dann bist du stärker als alles Schicksal!
Des Zeitgeists Posaunen verkünden mit Dröhnen
Der Berliner Regierung ganz neue Sicht:
Im Auftrag des Friedens die Opfer verhöhnen,
Jedem aufrechten Deutschen ein Schlag ins Gesicht!
Voll Demut im Sack und in Asche gehüllt,
Wandelt still die herrschende Klasse,
Mit Lügen und Fälschungen zugemüllt,
Wird derweil des Volk`s tumbe Masse!
Der 8. Mai soll uns Mahnmal sein,
Für des Volkes Opfern und Sterben!
Wo soll den hier die Befreiung sein,
Unter Bergen von Trümmern und Scherben?
Nun Jugend steh auf gegen all diesen Schmutz,
Die Millionen Opfer, sie mahnen!
Das Reich braucht erneut der tapferen Schutz,
Gedenkt der mutigen Ahnen!
Erfacht nun den Sturm, laßt Mauern erzittern,
Die der Hass der Feinde errichtet.
Wenn Reich und Recht erst unteilbar sind,
Hat das Volk die Verräter gerichtet!
Siehst Du die Sonne den Osten erklimmen
Langsam färbt der Himmel sich rot
Hör doch der Vögel fröhliche Stimmen
Bald schon dampft auf dem Teller das Brot
Spiegelt sie nicht in dem täglichen Steigen
Gottes nie ergründlichen Rat
Einst werden auch die Mächtigen schweigen
Deren Hand niemals taugte zur Saat
Strahlend geblendet vom eigenen Scheinen
Bringen kein Erleuchten hervor
Keinen Gesang in grünenden Hainen
Sinken ein in das finstere Moor
Dir aber kündet die Sonne vom Lichte
Spricht vom alten ewigen Brauch
Trägt Deines Lebens schwere Gewichte
Weckt den Mut und die Heiterkeit auch!
Geht es um des Reiches Größe,
geht es um des Volkes Ehre
Fraget nicht, ob gut, ob böse
nicht ob grausam unsere Wehre
Fragt nicht nach geschrieb´nen Rechten:
Heilig ist ein jedes Fechten
Gilt´s zu neuen Knechtschaftsleiden,
Gilt´s zu frechen Sklavenketten,
Gilt´s das Vaterland zu retten
Um die Freiheit zu erstreiten!
Unser Denken: Kampf
Unsere Seele: Sieg
Unser Leben: lieber kurz, ein Heldenlied.
als ein langes Geraufe um Groschen und Krippen!
Es ist schon spät, es wird schon kalt,
was reitst du einsam durch den Wald?
Der Wald ist lang, du bist allein,
du schöne Braut! Ich führ dich heim!
»Groß ist der Männer Trug und List,
vor Schmerz mein Herz gebrochen ist,
wohl irrt das Waldhorn her und hin,
o flieh! du weißt nicht, wer ich bin.«
So reich geschmückt ist Roß und Weib,
so wunderschön der junge Leib,
jetzt kenn ich dich – Gott steh mir bei!
Du bist die Hexe Lorelei.
"Du kennst mich wohl – vom hohen Stein
schaut still mein Schloß tief in den Rhein.
Es ist schon spät, es wird schon kalt,
kommst nimmermehr aus diesem Wald!
Auf ihr Frauen sinnt herbei,
der Urzeit heil'ges Wissen,
seid Neuzeithexen- kühn und frei,
wir wollen’s nicht länger missen.
Ihr- der Göttlichkeit so nah-
wie die alten Hags, die Ehrwürdigen,
seid ihr doch sinnlich und wunderbar,
die Wanderer zwischen den Welten.
Es ist nun Zeit die Fahrt zu wagen,
wild und fröhlich, zügellos,
bald seid, in den Mündern, ihr die Sagen,
also zieht und reist mit der Kraft des Ods!
Frauen der Erde- zur Hag euch erhebt,
das Alte im Neuen wird wiederbelebt,
spüret die Künste, sie fliegen euch ein,
das Hag-All-Wissen kehrt langersehnt heim!
Frühling steigt herab und dringt heraus
in wildem Farbenspiel der Blütenpracht,
springt voller Lust von Haus zu Haus,
erweckt die Liebesgeister aus der Nacht.
Mit frischer Kraft drängt nun das Leben,
und bricht sich Bahn durch harte Erde.
Bald überall ein Summen und ein Weben
in steter Wiederkehr des Stirb und Werde.
Nur hinaus auf die befreite brache Flur,
so locken dich die vielen hundert Stimmen,
hinein in die um dich erwachende Natur.
Hinfort ist längst das dunkle Wintergrimmen.
Statt Schnee bald wirbeln weiße Blüten
von Bäumen, in Erwartung reicher Frucht.
Laue Winde wird die Sonne uns gebieten,
Hast Du all diese Wunder schon versucht?