Einen tapferen Menschen zu Fall zu bringen,
reicht ein ganzes Dorf an Denunzianten nicht aus!
Wer nicht vertrieben sein will, muß vertreiben!
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
Einen tapferen Menschen zu Fall zu bringen,
reicht ein ganzes Dorf an Denunzianten nicht aus!
Wer nicht vertrieben sein will, muß vertreiben!
Es wandelt der Neuzeit gewaltiger Fortschritt
In oft viel Staub aufwirbelndem Wortschritt,
Wobei Mancher die kühnsten Sprünge wagt,
Ohne selbst recht zu wissen, was er sagt.
"Der Kampf um's Dasein" heißt die Phrase
Als Schlagwort der neuen Erkenntnisphase,
Und wirklich ist, wie man's erkor,
Dies Wort ein Schlag auf's deutsche Ohr,
Der das Gehör gleich wirksam dämpft
Beim Eingang zur Erkenntnispforte.
Wer hat um's Dasein je gekämpft?
In welcher Zeit? an welchem Orte ?
Bewußtlos ward es uns gegeben
Mit unserm ersten Atemzug.
Wir kämpften nur, um fortzuleben.
Und Mancher hat gar bald genug
An diesem Kampf und sucht der Zuchtwahl
Samt den Gesetzen der Vererbung
Und alles Erdenglücks Erwerbung,
Sich zu entziehn durch freie Fluchtwahl
Aus dieser Kampfeswelt, die schmerzlos
Niemand betritt und Niemand flieht,
Und wo nur glücklich ist, wer herzlos
Auf all' das Elend um sich sieht.
Gott ist
in deines Stahles blanker Klinge,
in dieser Bäume Jahresringe,
im Quell, der aus der Tiefe bricht,
am Himmel in der Sterne Licht,
in deiner Hand, die du dem Bruder streckst,
in jedem Wort, mit dem du Freude weckst,
in deinem Blick, der aus dem Staub erhebt,
in jedem Herzschlag, der dein Volk umbebt,
im Blute, das in deinen Adern kreist,
im Willen, der dich hoch zum Siege reißt.
In jeder Tat, die uns aus tiefer Not
hinauf zur Sonne führt — ist Gott!
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Ich sitz‘ so gern in der Schenke bei lustiger Tafelrund‘,
da sitz ich gern und trinke so manche frohe Stund‘,
und wenn der Wein im Becher glüht, dann singe ich ein altes Lied:
Ich sitz‘ so gern beim Humpen, da wird das Herz mir weit
und einen alten Lumpen, so heißen mich die Leut‘.
Ein Freund war einst mein eigen, wir teilten Glück und Harm,
er ward ein feiner Herre, ich blieb mein Lebtag arm,
und wenn er nun vorübergeht, schaut er zur Seit‘, das tut mir weh.
Drum sitz ich gern beim Humpen, da wird das Herz mir weit
und einen alten Lumpen, so heißen mich die Leut‘.
Ich liebte einst ein Mädchen, das schwur mir Lieb und Treu.
Sie ging in Samt und Seide, ich schlief auf Stroh und Streu.
Was liegt daran, sie war ja reich, wenn ich auch elend bin und bleich?
Drum sitz ich gern beim Humpen, da wird das Herz mir weit
und einen alten Lumpen, so heißen mich die Leut‘.
Ich träumt in Burschentagen von meines Volkes Ehr.
Mein Volk, das war zerschlagen im Herzen tief und schwer.
Du liebes deutsches Vaterland, wie drückt mich deine Not und Schand‘.
Wie gern gäb ich mein Leben für deine Herrlichkeit,
was so ein Bursch kann geben, dazu bin ich bereit!
Sitz ich nun in der Schenke, dann träum ich manche Stund:
Da gibt mein Mädel wieder zum Kuß mir ihren Mund,
da reicht der Freund mir seine Hand und frei dünkt mich mein Vaterland.
Drum sitz ich gern beim Humpen, da wird das Herz mir weit
und einen alten Lumpen, so heißen mich die Leut‘.
Freudig war vor vielen Jahren,
Eifrig so der Geist bestrebt,
Zu erforschen, zu erfahren,
Wie Natur im Schaffen lebt.
Und es ist das ewig Eine,
Das sich vielfach offenbart;
Klein das Große, groß das Kleine,
Alles nach der eignen Art,
Immer wechselnd, fest sich haltend;
So gestaltend, umgestaltend –
Zum Erstaunen bin ich da!
Willst den Deutschen Du regieren
Feind, dann kauf Dir ein paar Deutsche,
Die für Dich das Zepter führen,
Und Du sparst die Sklavenpeitsche.
Wege finden sie und Mittel
Deine Wünsche wohl zu wahren,
Ohne daß Du mit dem Knüttel
Nötig hast dareinzufahren.
Laß sie schalten, laß sie walten,
Eingespannt in Deine Sielen.
Dir ziemt's, sich herauszuhalten,
Um den Rechtlichen zu spielen.
Spare Dir die Sklavenpeitsche,
Baue auf der Deutschen Wesen,
Denn dem Deutschen ist der Deutsche
Stets der schlimmste Feind gewesen.
Für uns ist und bleibt der Tod ein Negatives, — das Aufhören des Lebens:
Allein er muss auch eine positive Seite haben, die jedoch uns verdeckt bleibt, weil unser Intellekt durchaus unfähig ist, sie zu fassen.
Daher erkennen wir wohl, was wir durch den Tod verlieren, aber nicht, was wir durch ihn gewinnen!
Die Welt wird nie das Glück erlauben,
Als Beute wird es nur gehascht,
Entwenden mußt du's oder rauben,
Eh dich die Mißgunst überrascht!
Du schmeißt deinen Müll in Wälder und Flüsse
Zertrittst alles um dich, siehst es gar nicht ein.
Für das was du wegwirfst dich einmal zu bücken
So warst du immer, wirst immer so sein.
Du bringst in die Ruhe nur ständiges Chaos
Auf daß selbst die Stille nicht mehr ruhen kann.
Zerstörst nur die Schönheit von Orten die selten
und das, was du störst, kann es dir nicht vergelten.
Du schreist in den Wald, doch der kann nur noch flüstern,
Denn du hast ihn längst seiner Stimme beraubt.
Auf daß du nicht mehr hörst den Wind in den Gipfeln,
Die gipfeln und thronen über deinem Haupt.
Du bist dort nicht König nicht einmal ein Gast,
Denn wirkliche Gäste genießen die Rast.
Und stören, verändern, nicht das, was sie schuf.
Du bringst dort nicht Segen, du bringst nur den Fluch!
Erfreust dich an Vielfalt in Einkaufsregalen,
Türmt man sie dir auch heut meterweit auf.
Du brauchst immer alles und ständig verfügbar,
Egal, ob du's nutzt und in Wirklichkeit brauchst.
Bedienst nur den Kreislauf des ewigen Wachstums
Der Wirtschaft, der Zahlen, des steten Profits
Und stapelst den Müllberg noch ein wenig höher
Bis kein Platz mehr übrig und es nichts mehr gibt.
Was du noch kaufen und wegwerfen könntest,
Das was du bezahlst mit der Lebenszeit,
Die du verschwendest, um dann zu verdienen
Das Geld, das sich der Eine einverleibt.
Der selbst seinen Müll niemals kaufen würde,
Denn dafür bist du ja schließlich da.
Hinterläßt hinter dir nur Verwüstung
Mensch sieh es ein - sieh endlich klar!
Fabrik um Fabrik, Asphalt und Zement
Und rauchende Türme der Mensch nur noch kennt.
Tierarten ausrotten als gäb's keinen Morgen
Und was ihm im Weg ist, das wird er ermorden.
Für sich beanspruchen, nehmen, sich stehlen,
Immer nur nehmen, bloß nicht's zurück geben,
Außer den Müll seines steten Konsums.
Er ist nicht Segen, nein er ist nur Fluch.
Hör' endlich auf
Alles zu zerstören!
Hör' endlich auf
Kannst du mich hören?
Hör' endlich auf
Ich bin deine Erde!
Hör' endlich auf
Willst du, daß ich sterbe?
Das war ein alter König,
Sein Herz war schwer, sein Haupt war grau;
Der alte König, der nahm Abschied,
Von seinem alten Schloß und seinem alten Thron.
Er sprach: Ich gehe nun von hinnen,
Mein Erbe, das ist Deutschland,
Das soll nun blühen und gedeihn,
Und soll nun frei und glücklich sein.
Und als der König das gesagt,
Da weinten alle Deutschen sehr,
Und als der König weiterging,
Da weinten sie noch immer mehr.
Und als der König nun gestorben,
Da weinten alle Deutschen laut,
Und als sie ihn begraben hatten,
Da weinten sie vor Gram und Leid.
Doch als der König nun begraben,
Da sprach ein jeder Deutsche Mann:
Nun wollen wir uns wohl bewähren,
Und unser Deutschland hoch erhahn.
Und alle Deutschen, sie erhoben
Ihr Haupt empor zum Himmelszelt,
Und schwuren einen heil'gen Eid,
Daß Deutschland frei und glücklich sei.
Wenn die Menschen doch wüssten, was die Art und Zubereitung der Nahrung für einen Einfluss, für eine Wirkung hat!
Doch, hierüber könnte man Bücher schreiben, und es würde doch vergeblich sein!
Aufrecht unter allem Drange
Und mit stolz erhobnem Haupt,
Wehrend jedem Niederzwange,
Hab' gekämpft ich und geglaubt!
So des Schicksals wüsten Wettern
Hab' getrotzt ich als ein Mann.
Will es jetzt mich ganz zerschmettern,
Hat es recht, sobald es kann!
Auf, ihr Brüder! Ehrt die Lieder!
Sie sind gleich den guten Taten.
Wer kann besser als der Sänger
Dem verirrten Freunde raten?
Wirke gut, so wirkst du länger,
Als es Menschen sonst vermögen!
Willst Welt und Menschen recht verstehn,
Mußt du ins eigne Herz dir sehn.
Willst du dich selbst recht kennenlernen,
Mußt du dich aus dir selbst entfernen.
Wer sich beurteilt nur nach sich,
Gelangt zu falschen Schlüssen…
Du selbst erkennst so wenig dich,
Als du dich selbst kannst küssen!
Waar sei Volk verlässt, daar is net wert,
deß’r rümlaaft of daaner Erd!
Das Porträt ist die elendeste aller Kunstgattungen, weil der Künstler dabei am meisten gebunden ist.
Fest entschlossen und unverdrossen!-
so leuchtet uns gern der leitende Stern,
um Ketten und Bande zu brechen im Lande.
Doch wenn matte Massen die Fesseln nicht fassen,
dann ist, statt im Kampfe, mit klingender Klampfe
Gunst zu gewinnen ein gutes Beginnen.
Zu Stoff und Raum wird da unser Traum:
Aus Freude und Farben binden wir Garben,
die unser Erleben mit dem Volke verweben.
Merklich wird es kälter,
Alle Blätter färben sich,
die Nächte werden älter,
Wind errötet das weiße Gesicht.
Spür die kalten Regenwinde,
Matschig wird's auf Erden,
In den Pfützen spielt das Kinde,
Freudig tobend lacht das Werden.
Die Ernte ist nun eingefahren,
ein Dank dem Bauern und Mutter Natur,
Waldpilze und Esskastanien garen,
genieße heimische Nüsse pur.
Mit Holz zum Vorrat eingedeckt,
Kaminknistern erwärmt heimelig die Wohnstube,
die Früchte sind haltbar eingeweckt und ein Herbstlied erklingt bei Mädel und Bube.
Rübengeistern und Kürbisschnitzen,
Mais und Kohl
aus Feld und Garten.
Gold'ne Herbstsonne, sieh Morgentau im Nebel blitzen,
zum Erntedank ruht Sichel und Spaten.
Familienfeiern und Sippenfeste,
zum Erntedank auf den rechten Pfad,
In eig'ner Kultur und Heimat verwurzeln ist's Beste.
Ein Volk geht hundert Mal zur Ernte und hundert Mal zur Saat!
In der ganzen Lebensgeschichte eines Volkes ist sein heiligster Augenblick, wo es aus seiner Ohnmacht erwacht, sich seiner zum ersten Male selbst bewußt wird, an seine heiligen Rechte denkt und an die ewige Pflicht, sie zu behaupten; endlich erkennt, daß es nur durch Selbstmord seiner Volkstümlichkeit sich unter anderen Völkern verlieren kann.
Es ist ein langersehnter Beginn, wenn ein Volk laut und frei offenbaren darf, in welche volksentwürdigende Dienstbarkeit es durch Ausländerei geraten war.
Ein Volk, das mit Lust und Liebe die Ewigkeit seines Volkstums auffaßt, kann zu allen Zeiten sein Wiedergeburtsfest und seinen Auferstehungstag feiern.
Leise atmend, halb entschlummert
Liegt das Kind im Bettchen klein:
Plötzlich, durch das offne Fenster
Schaut der Abendstern herein.
Und nach ihm mit beiden Händen
Laut aufweinend langt das Kind:
"Mutter, Mutter! hol mir diesen
Schönen Stern herab geschwind!"
"Dummheit!" ruft der Vater zornig
Hinter einem Zeitungsblatt,
"Was der Fratz von dritthalb Jahren
Für verrückte Launen hat!
Denk mal: Dreißig Millionen
Meilen weg und ein Planet,
Der zweihundertvierundzwanzig
Tage um die Sonne geht!"
Doch die Mutter tröstet leise:
"Schlaf, mein Kind! Diese Nacht
Hol' ich dir den Stern vom Himmel,
Der dir so viel Freude macht;
Morgen früh, hier auf dem Bette
Findest du den Edelstein!" –
Und das Kind in Tränen lächelnd
Schläft am Mutterherzen ein!
Ein gefangener Ruße, ein großmächtiger Mann,
beim Zenz (Vinzenz) in der Wiel* bekommt einen wehtuenden (schmerzenden) Zahn:
und er jammert und haust (lärmt und rumort), und der Doktor so weit,
und die Arbeit so gnädig (gnadenbringend - im erweitertem Sinn - dringend notwendig) und keiner (niemand) hat (justament) gerade Zeit,
daß dan = (daß man ihn dann) hinunter könnte führen bis auf (nach) Eibiswald hinein-
weil allein darf er nicht (gehen), es muß ein Wächter mit sein.
Zuletzt (am Ende) denkt sich die Bäurin, ich könnte es ja probieren,
es soll mein Hiaserl (Koseform von Hias, das ist die österr. Form von Hiesel als Kurzform von Mathias) den Rußen zum Zähnereißen führen.
(Daß ist ihr jüngstes Büblein [Sohn], gerade sechsjährig heute),
mit roten Wangen, kleinwinzig, aber gescheit!).
Und sie ruft ihn vom Schafe weiden heim (nach Hause) von der Halte (Weide):
Stecke (ziehe) die Schuhe an,
du mußt hinunter zum Doktor zu (nach) Eibiswald!
Und ich lasse ihn schön grüßen und ich bitte ihn halt recht,
ob er nicht unserem Russen nicht die Zähne reißen möchte.
Und nimmst das Rucksäckchen mit, bringst vom Krämer (Kaufmann) einen Tee,
und eine schmiedeeisere Sterzpfanne und einen Kaffe *abgepackt in einem Paket* ( Kathreiner)
und um drei Kreuzer Zwirn und um zwölf Kreuzer Zimt
und frägst hinein beim Färber, ob der Blaudruck * blau bedruckter Schürzenstoff* bald kommt (einlangt)."
Auf (nach) Eibiswald braucht man vier Stunden (Zeit zum gehen). Ja und dort
sagt die Köchin vom Doktor: "schau gerade ist er fort (gegangen)!"
Schafft (befiehlt) der Hiaserl den Rußen: "Da setze dich hinein in das Vorhaus und wartest, ich kaufe derweilen (inzwischen) ein!"
Und der Ruße sitzt schon da und sagt "dobre" (gut) und lacht,
und derweilen hat der Hiaserl seine Wege alle gemacht.
Wie sie fertig sind, gehen sie miteinander schön gestad (leise, ruhig, still) wieder heimatzu. Da beginnt es zum schneien und wehen,
daß man die Hand vor den Augen nicht mehr sieht.
Und der Hiaserl wird müde, weil der Rucksack so zieht.
Diesen nimmt der Ruße über.
Und es schneit wie nicht gescheit,
und langsam wird es finster und der Weg noch so weit!
Der Hiaserl muß alle Weilchen rasten im Schnee,
möchte am liebsten schlafen und die Füße taten ihm weh.
Da nimmt der Ruße das Büberl ganz still auf den Arm,
hüllt den Mantel gut darüber und trägt ihn schön warm
über den Bach, durch den Wald, der mit Blochholz (Holzstämme) verräumt (versperrt),
und der Wächter hat geschlafen und wunderschön geträumt
von der Regina ihrer Geis und vom Christkindlbaum (Christbaum = Weihnachtsbaum)
und wann wohl der Vater vom Krieg wieder kommt;
und spürte es nicht, wenn der Ruße ihn oft heimlich drückt,
und wird richtig erst munter, wie das Torgatter (die Zauntür) zuckt.
Dort stellt er ihn schön geschmeidig (vorsichtig) auf die Füße vor dem Haus
(denn wie schaut den der Hiaserl als Wächter sonst aus!)
Und sie löffeln eine Suppe und die Mutter war froh,
und der Ruße krallt (hier kraxelt, klettert oder rutscht) gemütlich im Stadl in das Stroh,
und ist bacherlwarm (warm wie das Bachwasser im Sommer) gelegen,
derweilen der Schneewind hersalzt (hersäht)----- und hat geträumt, daß sein Büberl in Rußland ihn umhalst (liebkost).
A gfongana Ruß, a großmächtana Monn,
ban Zenz in da Wiel kriagg an wehtandn Zohn:
und er jammat und haust, und da Dokta so weit,
und die Oabat so gnedi und koans hot just Zeit,
daß dan obi kunnt füahrn bis auf Eibiswold nein-
wal alloa derft a net, muaß a Wochta mit sein.
Zlest denkt si die Bäurin, i kunnt's jo probiern,
sull mei Hiaserl den Rußn zan Zähntreißn füahrn.
(Dos is ihr jüngsts Büabl, grod sechsjahri heut,
roatgwanglt, kloawunzi, oba witzi und gscheit!)
Und sie ruaft n vun Schoufholtn hoam vun da Holt:
,,Steck die Schuach an, muaßt obi zan Dokta z Eibiswold!
Und i liaß n schöa grüaßn und i bitt'n holt recht,
ob da denn unsan Rußn net zähntreißn möcht.
Und nimmst's Rucksackl mit, bringst vun Kromar an Tee
und a schmiedani Sterzpfonn und an Packlkaffee
und um drei Kreiza Zwirn und um zwöIf Kreiza Zimbt
und frogst eini ban Firba, wo da Blaudruck bold kimmbt."
Af Eibiswold braucht ma vier Stund. Jo und durt
sogg die Köchin vun Dokta: "Scha, grod is a furt !"
Schofft da Hiaserl in Rußn : "Do setz di hiaz nein
ins Vorhaus und woartast, i kaf daweil ein!"
Und da Ruß sitzt scha do und sogt ,,dobre" und locht,
und daweil hot da Hiaserl seine Weg olli gmocht.
Wia s firti san, gengan s mitnonda schön stad
wieda hoamzu. Do hebb's on zan schneibn und waaht,
daß ma völli die Hond vor die Augn neama siacht.
Und da Hiaserl wird müad, wal da Rucksack so ziacht.
Den nimmb da Ruß üba. Und s schneibb wia net gscheit,
und longsom wird's finsta und da Weg noch so weit!
Da Hiaserl muaß olli Biat rastn in Schnee,
möcht am liabstn gern schlofn und die Füaß tant eahm weh.
Do nimmb da Ruß s Büaberl gonz still aufn Oarm,
hüllt n Montl guat üba und trogg n schön woarm
üban Boch, durch n Wold, der mit Blochhulz varramt,
und da Wochta hot gschlofn und wunnaschön tramt
von da Regerl ihr Goas und vun Christkindlbam
und wann wul da Vota vun Kriag wieda kam;
und gspürt's net, wann da Ruß eahm oft hoamli hot druckt,
und wird richti erst munta, wia's Torgatta zuckt.
Durt stellt er n schöa gschmeidi af d Füaß vorn Haus
(denn wia schauat da Hiaserl ols Wochta sist aus !).
Und si löffln a Suppn und die Muatta woar froh,
und da Ruß krallt gemüatli in Stodl intas Stroh,
und is bacherlwoarm glegn, dawal da Schneewind hersolzt,
---- und hot tramt, doß sei Büaberl in Rußland eahm holst.
Das ist die rechte Jugend nicht,
die schon mit zwanzig Lenzen
voll Überdruß vom Leben spricht
und statt von Ehre, Treu und Pflicht
nur weiß von Negertänzen.
Das muß die rechte Jugend sein,
die noch mit weißen Haaren
bereit ist, sich dem Kampf zu weihn,
um deutsche Erde zu befrein,
trotz Teufel und Gefahren!
Im alten Leib ein glühend Herz,
in welker Faust den Degen -
das läßt vergessen Not und Schmerz,
das reißt uns jubelnd siegeswärts,
dem Freiheitstag entgegen!
In meine Heimat kam ich wieder,
Es war die alte Heimat noch,
Dieselbe Luft, dieselben alten Lieder,
Und alles war ein andres doch.
Die Welle rauschte wie vorzeiten,
Am Waldweg sprang wie sonst das Reh,
Von Fern erklang ein Abendläuten,
Die Berge glänzten aus dem See.
Doch vor dem Haus, wo uns vor Jahren
Die Mutter stets empfing, dort sah
Ich fremde Menschen, sah ein fremd Gebaren;
Wie weh, wie weh mir da geschah!
Mir war, als rief es aus den Wogen:
Flieh, flieh, und ohne Wiederkehr!
Die du geliebt, sind alle fortgezogen
Und kehren nimmer, nimmermehr!
Aus Selbstachtung entspringt notwendig auch Selbstgefühl, Selbstvertrauen und Selbständigkeit.
Wer sich aber nicht selbst achten kann und doch Ansehen in der Welt gewinnen will, der muß notgedrungen alle Mittel der Verstellung, Kriecherei, Schmeichelei aufbieten, um sein Ziel zu erreichen.
Menschen dieser Art, deren es leider viele gibt, sind die gemeinschädlichsten im Staate!
Ich trage geduldig die Last meiner Jahre,
eins spinnt nach dem andern in schwerer Zeit
graue Fäden in blonde Haare
sie alle erzählen von tiefstem Leid.
Nie werde ich über Sorgen klagen,
die bin ich von Jugend an schon gewohnt;
auch will ich die Härten der Arbeit ertragen,
die trotz allen Fleißes so schlecht entlohnt.
Nie hat die Verzweiflung mich niedergerungen,
nur eines macht meine Seele so krank,
dass sie meinem armen, gefallenen Jungen
Hass schenkten und Hohn, statt Liebe und Dank!
Laß deine Augen offen sein,
geschlossen deinen Mund,
und wandle still,
so werden dir
geheime Dinge kund!
O Geist der Dichtung, göttliche Gabe, du
Deckst mit Blumen den Abgrund des Lebens zu!
Du beust Weihe der Freude und Balsam dem Schmerz,
Ziehst goldene Fäden vom Himmel ins Herz,
Auf daß schon hienieden ein Abglanz der Klarheit
Uns werde vom Urborn des Lichts und der Wahrheit!
Nicht nur auf schönen, gold'nen Tagen
Baut sich das wahre Lebensglück,
Entbehren müssen wir, entsagen,
Wir müssen lernen, zu ertragen
Auch manches bitt're Mißgeschick.
Doch nur getrost – indes wir weinen –
Steht hinter Wolken schon bereit
Die liebe Sonne, uns zu scheinen
Aufs neu in voller Herrlichkeit!
Längs einem Strom in einem Felsenschlunde,
Ging einst ein Edelmann,
Und ihn umhüpften seine beiden Hunde:
Joli und Soliman.
Joli, das Windspiel, sprang mit tausend Possen
Hinan an seinen Herrn,
Und wird geküßt, indessen steht verstoßen
Der arme Pudel fern,
Den armen liebt man nicht, er kann nicht schmeicheln,
Zu finster ist sein Blick,
Und statt den treuen, wie Joli, zu streicheln,
Stößt man ihn stets zurück.
Nun aber wankt der Herr am steilen Strande
Mit ungewissem Fuß
Und stürzet plötzlich von dem glatten Rande
Des Abgrunds in den Fluß.
Indes Joli mit Furcht und bangem Bellen
Am hohen Ufer steht,
Sich in dem Silberspiegel glatter Wellen
Begaffet und dann geht,
Stürzt sich der brave, stets verschmähte Pudel
Hinab vom hohen Strand,
Entreißet mühsam seinen Herrn dem Strudel
Und trägt ihn froh ans Land.
O möge diese kleine Fabel lehren,
Wie oft der Schein belügt,
Nur die Gefahr kann einen Freund bewähren,
Die Außenseite trügt.
Ihr Weltenherrscher hasset nicht den Braven,
Weil er nicht niedrig kriecht,
Der erste eurer tiefgebückten Sklaven
Ist oft ein Bösewicht!
O Land, du schöne Heimat, du bist mein Glück, mein Stolz, dein Boden, der mich nährte, dein Himmel, der mich hüllt, ich liebe dich von Herzen, du bist mein Paradies.
Deutschland, Deutschland , du mein Alles,
Schwergeprüftes Vaterland,
Das so lang zu Schutz und Trutze
Brüderlich zusammenstand!
Jetzt gebeugt und arg zerrissen
Durch des Haders schwere Schuld,
Deutschland, Deutschland , du mein Alles,
Schwergeprüftes Vaterland!
Deutscher Mut und deutsche Treue,
Einst bewährt in aller Welt,
Wie so traurig und erbärmlich
Ist es jetzt um euch bestellt!
Statt dem Feind die Stirn zu bieten,
Selbst besiegt – noch einig, stark,
Hassen deine Brüder jetzt sich
Voll Verblendung bis ins Mark.
Freiheit ist die Losung aller
Aber nicht von Feindes Macht,
Nein, von Selbstzucht und von Ordnung
Die allein doch glücklich macht!
Keine Freiheit ohne Ordnung,
Ohne Recht und Einigkeit!
Werde wieder fest und einig,
Mein geliebtes Vaterland!
Denn die Zeit ist schwer, Ehrwürd'ge
Heil'ge Satzung wird zur Fabel,
Recht zu Aberwitz; aus Trümmern
Baut der Wahn ein neues Babel;
Wild die Herzen, feil die Treue,
Gold und Macht die höchsten Götter,
Und den Altar unterwühlen
Hier die Heuchler, dort die Spötter!
Wir stehen heute barfuß vor den Toren,
gebeugten Haupts durchs Joch der Tyrannei.
Wir haben unsern Mut und Stolz verloren,
das war der klare Wille der Partei.
Wir fühlen noch der Kette kalte Spuren,
die Seele hängt zerfetzt im Stachelzaun.
Wir sind getürmt durch Wald, durch Nacht, durch Fluren,
zurückgeblieben ist ein düst'rer Traum.
Es rasseln noch die Dollars gleich den Schellen,
mit denen wir die Freiheit uns erkauft.
Geknechtet und das Menschenrecht missachtet,
als Handelsware hat man uns missbraucht.
Wir stehen heute barfuß vor den Toren,
in bloßer Scham, oh Joch der Tyrannei!
Wir sind der Freiheit ohne Angst verschworen.
Erpresste Ehre schenk' ich Dir, Partei!
Die Würde will nicht Heimlichkeit!
Verbirgst du deine Wesenheit,
um anders zu erscheinen,
was wirst du dann verneinen?
Dein wahres Selbst - nur für ein Spiel,
das dir wahrscheinlich nie gefiel?
Richt' deinen Blick nach Innen!
Was willst du denn gewinnen?
Wenn du zu denen dich gesellst,
auch wenn du dich geschickt verstellst,
musst du dich selbst verkaufen
und hältst das Spiel am Laufen!
Letztlich gewinnen ist dein Ziel
- und so wirst du ein Teil vom Spiel,
für das du nicht geboren!
Trotz Sieg hätt'st du verloren.
Vergiss die Tücke und die List,
erkenne, wer du wirklich bist.
Komm, leg die Karten nieder
und spiel ihr Spiel nie wieder!
Nicht auf den einen ist ihr Schwert gezückt, gegen uns alle kehrt sich der Sturm.
Sie wollen nicht leiden, daß man über ihre Zwingherrschaft schreie, sie wollen ihre Machenschaften und Schleichwege nicht aufgedeckt, ihrem Wahnsinn nicht gesteuert, ihrem Wüten keinen Damm entgegengesetzt wissen.
Das ist's, was sie so erbittert, was sie mit den Zähnen knirschen läßt, so daß sie nun jede Scham in ihrem Betragen von sich werfen.
Ihr aber, die ihr dies klar vor Augen seht, welche Schritte wollt ihr tun, welchen Entschluß wollt ihr fassen?
Wenn ihr mich hören wollt, so sage ich:
Jetzt ist's an Euch, Euch daran zu erinnern, daß ihr Deutsche seid!
Im Augenblick du sie verkaufst,
den Stolz und deine tiefe Würde,
doch schaue weiter nur bergauf,
überspring noch diese tiefe Hürde.
Ein Spiel wo alle Karte halten,
so blöffe weiter unentwegt,
doch keiner weiß, das Spiel wirst du gestalten,
bis die Karten wer'n gelegt.
Schon lang durchschaut,
die Spieler die am Tische starren,
alles was in dir sich staut,
bleibt inne, für die blinden Narren.
Lass sie im Glauben wer du bist,
lass sie probieren dich zu lesen,
mit innerliche Ruh und List,
zeigst Ihnen ein fiktives Wesen.
Wenn der Zeitpunkt ist gekommen,
legst du offen deines Blatt,
dann erst haben sie vernommen,
das Sie verloren, sind Schach matt.
Du wirst es nicht zu Tüchtigem bringen
bei deines Grames Träumereien,
die Tränen lassen nichts gelingen;
wer schaffen will, muß fröhlich sein.
Wohl Keime wecken mag der Regen,
Der in die Scholle niederbricht,
Doch golden Korn und Erntesegen
Reift nur heran bei Sonnenlicht!
Phol ende Uuôdan uuorun zi holza. Dû uuart demo Balderes uolon sîn uuoz birenkit. Thû biguol en Sinthgunt, Sunna era suister, thû biguol en Frîia, Uolla era suister; thû biguol en Uuôdan sô hê uuola conda: sose bênrenkî, sose blutrenkî, sose lidirenkî: bên zi bêna, bluot zi bluoda, lid zi geliden, sose gelimida sin !