Tischsprüche
Deutsche Dichter & Denker
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
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Wie verblüffend tiefsinnig kann ein Kindermund plaudern!
Als ich meinem Nichtchen von 4 Jahren den Tod ihrer Großmutter mit stillen Worten begreiflich zu machen suchte, sagte diese kleine Prophetin einer ganz neuen Weltanschauung:
"Weiß schon, Großmama ist einfach zurückgeboren!"
Jahr: 1905
Trutz euch!
Ihr kriegt mich nicht nieder,
Ohnmächtige Tröpfe!
Ich komme wieder und wieder,
Und meine steigenden Lieder
Wachsen begrabend euch über die Köpfe!
Jahr: 1802 – 1850
Jeder Mensch bekommt bei seiner Geburt eine kleine Werkzeugkiste mit auf den weiteren Lebensweg, Inhalt und Umfang der Kiste unterscheiden sich von Kind zu Kind. Wir nutzen sie täglich. Im Laufe des Lebens, durch Erfahrungen und Ausbildung erlernen wir unser Handwerk und unsere Ausrüstung einzusetzen; es kommt neues Werkzeug hinzu - wir spielen auf unseren Instrumenten. Der eine geht sorgsam mit seiner Kiste und pfleglich mit dem Inhalt um, ist um Mehrung seiner Fähigkeiten bedacht. Ein anderer denkt, der Koffer ist ohnehin unendlich voll, die Zange verrostet, die Säge wird zahnlos, der Hobel stumpf und der Koffer ertrinkt im Schmutz und Unrat. Am Ende seiner Tage wird letzterer feststellen, daß er nicht dazu in der Lage war, aus der Fülle seiner Möglichkeiten zu schöpfen und ein Werk zu schaffen, das ihn selbst überdauert und jenen gerecht zu werden, die ihm die Kiste vererbten. Der erste jedoch schuf aus dem kleinen Grundstock seiner Kiste, die ihm in die Wiege gelegt wurde, neues Werkzeug, daraus eine ganze Werkstatt und letztlich ein Fundament, ein Haus, eine Heimstatt, einen Ruhe- und Kraftpol, aus dem er wiederum stetig schöpfen konnte. Er fand eine Gefährtin. Sie legten ihre Werkstätten zusammen und schreinerten eine kleine Wiege. Sie suchten sich einzelne Werkzeuge aus ihren Beständen aus- und packten sie in eine kleine Werkzeugkiste
O Heimatslied aus Volkesmund,
So schneidighell wie Schwerterklang,
So kühn, wie’s je in heißer Stund‘
Aus starken Männerkehlen drang;
Bald zarter Liebe, Leid und Lust,
Der eignen Schönheit unbewußt,
Bald dämmrigschauernd Ammenlied,
So gleichbewegt wie Glockenton,
Vom Abglanz alter Zeit durchglüht,
Vom Volke fast vergessen schon –
Ihr Lieder, wild und wehmutsschwer,
Wer weiß, ob ich euch nochmals hör!
Der Schnee, der gestern noch in Flöckchen
Vom Himmel fiel,
Hängt nun geronnen heut' als Glöckchen
Am zarten Stiel.
Schneeglöckchen läutet; was bedeutet's
Im stillen Hain?
O komm geschwind! Im Haine läutet's
Den Frühling ein.
O kommt, ihr Blätter, Blüt' und Blume,
Die ihr noch träumt,
All' zu des Frühlings Heiligtume!
Kommt ungesäumt!
O lernet doch ihr armen Knecht‘ und Wichte,
o lernt doch unseres deutschen Volks Geschichte,
und preist nicht groß und herrlich jene Zeit,
die Zeit der niedrigsten Erbärmlichkeit!
Doch nein, ihr bleibt bei eurem dummen Schwätzen,
ihr wollt der guten Zeit ein Denkmal setzten –
Wohlan, so gießt die Zopfzeit dann in Erz,
und gießt hinein des deutschen Volkes Schmerz!
Von Außen woll'n sie dich bekehren,
dich fügsam machen und belehren,
was richtig für dich, was für sie wahr,
doch du bist nicht beeinflussbar.
Dein Geist zum Denken,
wird dich lenken,
wohin du siehst oder auch gehst,
zu welcher Seite du dich drehst.
Deine Gedanken und dessen Handlung,
führen zu deiner wahrhaftigen Wandlung,
warst manipuliert aus jeder Richtung,
deine jetzigen Ziele, entspringen deiner Dichtung!
Ein getreues Herze wissen
Hat des höchsten Schatzes Preis.
Der ist selig zu begrüßen,
Der ein treues Herze weiß.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze
Denn ich weiß ein treues Herze.
Läuft das Glücke gleich zu Zeiten
Anders, als man will und meint,
Ein getreues Herz hilft streiten
Wider alles, was ist feind.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze
Denn ich weiß ein treues Herze.
Gunst, die kehrt sich nach dem Glücke
Geld und Reichtum, das zerstäubt,
Schönheit läßt uns bald zurücke,
Ein getreues Herze bleibt.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze
Denn ich weiß ein treues Herze.
Nichts ist Süßers als zwei Treue,
Wenn sie eines worden sein.
Dies ist's, das ich mich erfreue,
Und sie gibt ihr Ja auch drein.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze
Denn ich weiß ein treues Herze!
Jahr: 1609 –1640
Geh', o Mensch, und säe Thaten
In den Acker deiner Zeit,
Deines Wohlthuns edle Saaten
Reifen für die Ewigkeit.
Darfst du heut' nicht Früchte schauen,
Lerne auf die Zukunft bauen;
Wenn schon lang dein Hügel grün,
Kann dir noch die Ernte blüh'n!
Jahr: 1815 – 1890
Keine Nation, die in diesen Zustand der Abhängigkeit herabgesunken, kann durch die gewöhnlichen und bisher gebrauchten Mittel sich aus demselben erheben.
War ihr Widerstand fruchtlos, als sie noch im Besitze aller ihrer Kräfte war, was kann derselbe sodann fruchten, nachdem sie des größten Teiles derselben beraubt ist?
Was vorher hätte helfen können, nämlich wenn die Regierung die Zügel kräftig und straff angehalten hätte, ist nun nicht mehr anwendbar, nachdem diese Zügel nur noch zum Scheine in ihrer Hand ruhen und diese ihre Hand selbst durch eine fremde Hand gelenkt und geleitet wird!
Jahr: 1762-1814
Muß ich im Gefängnis sitzen,
Wird die Zeit mir lang;
Muß vor Ungeduld ich schwitzen,
Mir wird doch nicht bang!
Fünfmal hunderttausend Streiter
Stehen für mich ein;
Ziehn die Kreise immer weiter,
Bald wird Frühling sein!
Bin ich auch zur Zeit gefangen,
Ist die Seele krank,
Wächst in mir auch das Verlangen:
Deutscher Freiheitsdrang -
Will ich in Geduld mich fassen,
Warten auf die Zeit,
Die doch, trotz Verbot und Hassen,
Endlich mich befreit.
Dann marschieren Sturmkolonnen
Durch befreites Land.
Arbeiter, der Fron entronnen,
Reichen sich die Hand.
Und am Himmel, immer weiter
Über Kampf und Tod
Geht es auf und leuchtet weiter
Deutschlands Morgenrot.
Nicht Glückes bar sind deine Lenze,
Du forderst nur des Glücks zu viel;
Gib deinem Wunsche Maß und Grenze,
Und dir entgegen kommt das Ziel.
Wie dumpfes Unkraut laß vermodern,
Was in dir noch des Glaubens ist:
Du hättest doppelt einzufodern
Des Lebens Glück, weil du es bist.
Das Glück, kein Reiter wird's erjagen,
Es ist nicht dort, es ist nicht hier;
Lern' überwinden, lern' entsagen,
Und ungeahnt erblüht es dir!
Wegen des Geldes tun wir tagsüber meist Dinge, die wir hassen, um uns abends Dinge leisten zu können, die unseren Schmerz darüber betäuben, daß wir den Tag mit Dingen verschwendet haben, die wir hassen.
Weil wir im Kerker geboren und großgezogen sind, merken wir nicht mehr, daß wir im Loch stecken mit angeschmiedeten Händen und Füßen und einem Knebel im Munde!
Jahr: 1813 - 1837
Oben auf dem Berge,
ein Ausblick ganz wunderbar.
Vom Himmel Heer erbeben,
der Heimat doch so nah.
Stolz steht hoch die Eiche,
ragt über dem dichten Wald.
Vom Felde weit umgeben,
die Ernte folgt alsbald.
Ein See so klar wie Glase,
reinlich ist die Luft.
Es zeigen sich die Blumen,
entspannt im eigen Duft.
Morgen müssen wir schaffen!
Arbeit bringt den Lohn!
Mit all unseren Händen,
Stärke ruft aus den Ton!
Das Weib in voller Liebe
zum Wehr und zum Kind.
Der Vater vollen Mutes,
im Schutze wir nun sind.
Anmutig zu gestalten!
Ist es auch manchmal hart.
Der Heimat ehrbar halten,
was uns die Pflicht gebahrt!
Deine Seele schreitet in ihren Taten fort.
Deine Kraft geht im Raume verloren,
Noch hat jede Tat eine neue geboren
Fortzeugend von Ort zu Ort.
In aller Sonnen Mitte ruht ein tiefer Spiegel:
Nach ihm verlangen aller Erden Dinge,
In ihm vollenden sich der Ringe Ringe,
Vor Ihm sind Tor und Riegel
Weit aufgetan;
Die Früchte aller Saaten,
Die je gesät, schaun aus dem Grund Dich an,
Und wiederkehren längstgezeugte Taten.
So treten auch die Deinen Dir entgegen
Als Deine Seele, die Du ausgesandt,
In Lieb und Haß, in Furcht und Segen,
In Huld und Hohn – im Schmerz und auch im Glück.
Es reicht Dein Echo Dir die eigene Hand.
Du wirst, was Du getan,
Denn Du bist Dein Geschick!
Zu wissen, daß wir wissen, was wir wissen,
und zu wissen, daß wir nicht wissen, was wir nicht wissen,
ist wahres Wissen.
Jahr: 1543
Unsere Hoffnung ruht in den jungen Leuten, die an Temperaturerhöhung leiden, weil in ihnen der grüne Eiter des Ekels frißt, in den Seelen von Grandezza, deren Träger wir gleich Kranken zwischen der Ordnung der Futtertröge einherschleichen sehen. Sie ruht im Aufstand, der sich der Herrschaft der Gemütlichkeit entgegenstellt und der der Waffen einer gegen die Welt der Formen gerichteten Zerstörung, des Sprengstoffes, bedarf, damit der Lebensraum leergefegt werde für eine neue Hierarchie.
Die Erde wird sich weiter drehen,
die Zeit wie Winde weiter wehen,
Flüsse abwärts werden fließen,
neues Leben aufwärts sprießen.
Der Mensch wählt seinen Untergang,
handelt durch Gier und seinem Zwang,
der Mutters Schöpfung ist dies gleich,
erholt sich schnell vom Menschenreich.
Wenn wieder alles hergestellt,
die Ordnung in der großen Welt,
Wird Tier und Pflanzen all das Große,
erneut erstrahlen in Symbiose!
Letzte Hose, die mich schmückte,
Fahre wohl! dein Amt ist aus,
Ach auch dich, die mich entzückte,
Schleppt ein andrer nun nach Haus.
Selten hat an solchen Paares
Anblick sich ein Aug erquickt;
Feinster Winterbuxking war es,
Groß kariert – und nie geflickt!
Mit Gesang und vollen Flaschen
Grüßt ich einst in dir die Welt;
Zum Hausschlüssel in der Taschen
Klang noch froh das bare Geld.
Aber längst kam das Verhängnis,
Die Sechsbätzner zogen fort,
Und das Brückentorgefängnis
Ist ein dunkler stiller Ort ...
Längst verschwand, was sonst versetzlich,
Frack – und Rock – und Mantels Pracht.
Nun auch du! es ist entsetzlich!..
Letzte Hose, gute Nacht!
Tag der Prüfung, o wie bänglich
Schlägt mein Herz und fühlt es hell:
Alles Irdische ist vergänglich
Und das Pfandrecht schreitet schnell!
Nirgends winkt uns ein Erlöser,
Letzte Hose! .. es muß sein!..
Elkan Levi, dunkler, böser
Trödler, nimm sie! .. Sie sei dein!
Stiefelfuchs, du alter treuer.
Komm und stütz mein Dulderhaupt!
Noch ein einziger Schoppen Neuer
Sei dem Trauernden erlaubt.
Dann will ich zu Bett mich legen
Und nicht aufstehn, wenn's auch klopft,
Bis ein schwerer goldner Regen
Unverhofft durchs Dach mir tropft.
Zeuch denn hin, die ich beweine.
Grüß den Rock und 's Kamisol!
Weh! schon friert's mich an die Beine!..
Letzte Hose, fahre wohl!!
Jahr: um 1845
Der deutschen Frauen stillem Heldentume
verhalf noch keines Dichters Wort zu seinem Ruhme
Und dennoch haben sie trotz Kriegsgewalten
des Volkes Leben fest und treu erhalten.
Ich hab an meiner Mutter Hand gezittert,
als Bombenterror unser Haus erschüttert.
Mein Bruder stand schon an des Todes Schwelle,
da lief sie für ihr Kind durch eine Hölle.
Sie schaffte es, sie rettete sein Leben.
Und so wie sie, hat's Tausende gegeben!
Vergesst sie nicht, die nach des Krieges Grauen
sich reihten in das Heer der Trümmerfrauen.
Die mutig dann mit Hammer und mit Spaten
so selbstverständlich Männerarbeit taten.
Doch niemand hörte diese Frauen klagen,
die ungebeugt die tiefste Not ertragen.
In dieser Zeit, wo man die echten Werte
der Treue in das Gegenteil verkehrte,
will ich der Frauen jener Zeit gedenken,
Gott mög' uns immer solche Frauen schenken!
Jahr: 1945
Blauer Himmel, blaue Wogen,
Rebenhügel um den See,
Drüber blauer Berge Bogen
Schimmernd weiß im reinen Schnee.
Wie der Kahn uns hebt und wieget,
Leichter Nebel steigt und fällt,
Süßer Himmelsfriede lieget
Über der beglänzten Welt.
Stürmend Herz, tu auf die Augen,
Sieh umher und werde mild:
Glück und Frieden magst du saugen
Aus des Doppelhimmels Bild.
Spiegelnd sieh die Flut erwidern
Turm und Hügel, Busch und Stadt:
Also spiegle du in Liedern,
Was die Erde Schönstes hat!
Bald vergehn des Lebens Herrlichkeiten,
Bald entflieht das Traumbild eitler Macht,
Bald versinkt im schnellen Lauf der Zeiten,
Was die Erde trägt in öde Nacht.
Lorbeern, die des Siegers Stirn umkränzen,
Thaten, die in Erz und Marmor glänzen,
Urnen, der Erinnerung geweiht,
Und Gesänge der Unsterblichkeit!
Die Gretl dagegen
Ist stets so viel brav,
So sauber allerwegen
Und ein kleinwinzig Schaf.
Ist gut Freund mit allen,
Tut niemand ein Leid,
Läßt sich sehr viel gefallen,
Ist zu allem bereit.
Nur schaut es halt immer
So ernsthaftig drein, –
Ja, leicht ist das nimmer,
Hansels Schwesterl zu sein!
Denn vor dem heißt's sich ducken,
Er spielt leicht den Herrn,
Da darf man nicht mucken, –
Nur so hat er's gern.
Sie ärgert sich wacker
Übern Hansl dabei
Und nimmt für den Racker
Doch wieder Partei.
Denn er bleibt doch ihr Bester,
Zu dem sie stets hält,
Und er liebt seine Schwester
Wie nichts auf der Welt.
Am Hütlein die Feder
Steigt trotzig empor:
Vor dem hüt' sich jeder,
Der hat's hinterm Ohr!
Mit 'nem Stocke wie seinem
Nimmt's niemand gern auf,
Der Hansl weicht keinem,
Verlaßt euch darauf!
Der kann was, der Lackel!
Fängt die Mäuse am Schwanz,
Hält am Bein fest den Dackel
Und am Flügel die Gans.
Kein Hund ist zu bissig,
Kein Baum ist zu hoch,
Keine Hecke zu rissig,
Zu finster kein Loch.
Bleibt hoch in den Ästen
Kein Apfel versteckt,
Er holt sich den besten,
Der am süßesten schmeckt.
Und Furcht kennt er nimmer,
Drohn Feind' ringsumher,
Der Hansl denkt immer:
»Viel Feinde, viel Ehr'!
Alle hassen sie uns, die, geeint durch den Haß, uns bekämpften.
Unseren Besitz, unsere Kraft, unser Können und unsere Freundschaft hassen sie, je nach Gesinnung und Zielen.
Ein Volk jedoch, ein einziges nur, haßt uns um unseres Wesens, haßt uns, nur weil wir noch leben.
Haßt uns Jahrhunderte lang unvermindert und maßlos, haßt mit sadistischer Blutgier und tierischer Wildheit, haßt uns im Leben und haßt noch den Toten!
Jahr: 1921
Das Lied von der Heimat, das sing ich gern,
Es klingt so süß und klar,
Es führt mich heimwärts, Jahr um Jahr,
Durch Wälder, Felder, weit und fern.
Die Heimat, sie ist mein Gebet,
Mein Sehnen und mein Traum,
Sie ist der Quell, der nie versiegt,
Der Frieden, der mich umarmt.
Die Dörfer, die im Tale liegen,
Die Wiesen, grün und weit,
Die Berge, die zum Himmel ragen,
Das alles ist mein Leid.
Doch wenn ich heimwärts kehre,
Dann fühl ich mich geborgen,
Die Heimat, sie ist meine Welt,
Mein Herz, das schlägt in ihren Morgen.
Jahr: 1935
Wir sind gebunden in Zeit und Raum,
Du und ich.
Wir wirken und weben und wissen es kaum
An der Gottheit Gewandung unterstem Saum
Stich für Stich.
Bis einmal einer der Großen sich naht
Irgendwann
Wenn die Zeiten reif, und in lodernder Tat
Aufreißt Jahrhunderte alte Naht,
ein einziger Mann.
Er greift aus brodelnder Tiefe Schoß
Maß und Macht.
Uralte Tafeln reißt er los
Und ragt und reckt sich riesengroß
Über Nacht.
Und was er kündet und verspricht,
wird zur Tat.
Und was zerbrechen muß, zerbricht,
Und alles Große drängt ans Licht,
sobald er naht.
Die Rechte ist ein rein mikroskopisches Phänomen, man muß sich sogar fragen, ob es überhaupt noch eine Rechte gibt. ... Viele Dinge, die als rechts gelten, sind es keineswegs – man denke nur an die seltsame Liebe vieler Rechter zu unserem Grundgesetz, an die Fata Morgana eines rechten Verfassungspatriotismus! Die Rechte bei uns spricht gerne über Metapolitik, landet aber nur in einer sehr kurzatmigen Bildungshuberei. Man begnügt sich mit einer Collage des rechten und konservativen Bildungsgutes der Vergangenheit – aber zu Discountpreisen. Drei Seiten hierüber, zwei Seiten darüber, da ist eine wirkliche rechte Häppchenkultur entstanden. Man sieht nicht den Sinn ambitiöser, strenger theoretischer Arbeit, man will rasch zu Potte kommen und wird es nicht, weil keine Ausmessung der Krise, der wahrhaft furchtbaren seelischen und spirituellen Situation des modernen Menschen geleistet wird.
Jahr: 2022
Unsere Fahne,
stolz weht sie im Wind.
Schwarz, weiß und rot
sind die Farben, mein Kind.
Schwarz ist die Sonne
und weiß ist die Haut.
Rotes Blut fließt zur Erde,
vom Feind der uns raubt.
Wir bleiben bestehen,
auch nach Sonnenuntergang.
Wir werden triumphieren,
mit unserer Fahne voran!
Jahr: 2020
Und so wiederholt sich von Schule zu Schule das Schauspiel des Kampfes zwischen Gesetz und Geist, und immer wieder sehen wir Staat und Schule atemlos bemüht, die alljährlich auftauchenden paar tieferen und wertvolleren Geister an der Wurzel zu knicken. Und immer wieder sind es vor allem die von den Schulmeistern Gehaßten, die Oftbestraften, Entlaufenen, Davongejagten, die nachher den Schatz unseres Volkes bereichern. Manche aber – und wer weiß wie viele? — verzehren sich in stillem Trotz und gehen unter.
Jahr: 1906
Die Deutschen sind nicht durch fremde Völker verbastardet, sie sind keine Mischlinge geworden, sie sind mehr als viele andere Völker in ihrer angeborenen Reinheit geblieben und haben sich aus dieser Reinheit ihrer Art und Natur nach den stetigen Gesetzen der Zeit langsam und still entwickeln können; Die glücklichen Deutschen sind ein ursprüngliches Volk!!
Wenn wir Jungen einen breiten Graben überspringen wollten und nicht den Mut dazu hatten, warfen wir wohl den Hut oder die Pantoffeln zuerst hinüber. Dann mußten wir ja nach. So werfe ich jetzt oft ein Wort voraus – dann muß ich ja auch nach!
Das Glitzern seh‘ ich noch.
Die Kälte spüre ich nicht mehr.
Gefrorenes Haar in fahlem Licht.
Vor Stunden noch war hier ein Weg, verbindend die Dörfer des Schlafs.
Noch wäre es leicht, zu leicht vielleicht, aufzustehen und weiterzugehen.
Der Weg noch da, aber unsichtbar nun für schneeblinde Augen.
Ich brauche keine Nacht mehr, um nicht zu sehen.
Werden sie kommen, die Wölfe?
Mein Heulen wird lauter sein als das ihre.
Welche Glocken läuten da?
Ist ein Dorf erwacht?
Ich stehe auf.
Schnee fällt von mir ab und etwas Leben.
Das Läuten kommt von vorn, dort irgendwo muß Norden sein.
Ich drehe mich um und suche eine Richtung!
Falschheit regiert die ganze Welt!
Jahr: 1542 – 1609
In dieser Welt, von Übeln
krank, vom Blute rot,
tut Geist und Schönheit,
tut ein Flecklein Himmel not,
ein Glücklicher, der nichts
vom Pfuhl des Jammers weiß,
ein Edler, rein von Schuld,
ein Held, deß Helmbusch weiß!
Die Glocken läuten. Wir gedenken den Opfern eines Kriegsverbrechen.
Hätten die Alliierten dieses erlitten, wir könnten uns nicht retten vor Spielberg-Filmen. Aber es waren ja nur Deutsche…
Entgegen unseren Grundsätzen veröffentlichen wir heute einen Beitrag als Weiterleitung. Im Geiste und in Trauer verbunden...
Licht wirft keinen Schatten.
Gutes steht für sich allein.
Streb' zum Heil,
wie wir's einst hatten.
Du bestimmst dein Sein!
Spüre, welch treue Gefährten,
wohlgesonnen mit dir gehen,
dir freundlich zugeneigt sind,
die immer zu dir stehen.
Das Reich im völkischen Gleichklang,
indem du dein Volk die Treue hältst,
im Innen, der Persönlichkeit,
liegt der Wille zum Anfang.
Sei der König deiner Selbst!
Lass das Böse außen vor,
hab's aber bewusst im Blick,
sei notwehrbereit,
kein Narr, kein Tor,
dann lächelt dir das Glück.
Richte deinen Blick nach innen:
Was willst du? Was willst du nicht?
Tue dich auf's Schöpferische besinnen.
Sei ein Leuchtturm, der neuen Zeit das Licht.
Spür' in ehrlichem Herzen,
neues Licht entflammt zuweil,
in tiefer Erkenntnis, voll Opfer, voll Schmerzen,
aus heißer Leidenschaft blüht
deutsches Volksseelenheil!
Jahr: 2023
So ist, was kühn das Herz gewollt, zerschellt,
Der Hoffnung Grün umhüllt mit Trauerflören,
Es glimmen unter jener Trümmerwelt
Nur Wünsche noch, die nicht der Welt gehören,
Nicht jener Macht, die grausam sich gefällt
In ewigem Vernichten und Zerstören.
Ruh aus, empörtes Herz, in dem Gedanken,
Daß Hoffnungszweige sich ins Jenseits ranken!
Jahr: 1825 – 1887
Die Unendlichkeit der Welt nach dem Größten wie nach dem Kleinsten hin und die Gewissheit ihrer Einheit eröffnet dem forschenden Geist eine so ungemessene Bahn der Gedanken, daß seine größte Kühnheit nie verwegen genug sein kann!