Von Wolken verhangen das Himmelszelt war
schwer drückt auf des Vaters Gemüt
vom Sohne gedrängt wurd' ihm Bang wieder klar
warum er sich hat abgemüht
Wo Gott hat die Erde ganz innig geküßt
vom Geiste der Freiheit behaucht
da wurde am meisten die Freiheit vermisst
der Geist in das Dunkle getaucht
Denn immer er wußte, ja hier ist der Ort
die Schmiede des Fortschritts erbaut
vom Geiste erdacht und geflossen in's Wort
wo brüderlich man sich vertraut
Wo dichterisch kunstvoll geschmiedet das Wort
die Kultur von Gedicht und von Lied
wo Einigkeit leitet den Geist immerfort
Gemeinsamkeit überall blüht
Doch wie auch er auch nun der Sohne erkennt
vergiftet des Reich's Menschenschar!
Verführerisch von ihrem Geiste getrennt
zu halten das Reich wie es war
So stolz einst geschmiedet und endlich geglückt
von Männern die nie sich geschont
vom Wesen der Freiheit unendlich verzückt
durch fleißige Hand stets belohnt
So brach liegt es heute in Feindeshand dar
bei Männern die spalten das Land
bei Wesen die ahnen der Freiheit Gefahr
wenn wieder im Reich sie entbrannt
Verfolgt und gemordet, beraubt und gebrannt
so lang' schon doch schließlich für nichts
der Deutsche hat stets in sich Freiheit gekannt
sie harren den Tag des Gerichts
Dann endlich auch ist es dem Vater so klar
der Sohn ist nach Norden geritten
zu schaffen das Bild, das so innig ihm war
gemeinsam nur wird es erstritten
So nehmt euer Recht, das auf Ehre gebaut
das Unrecht zu lang schon bestand
ihr findet es in euren Herzen, vertraut!
Denn einst küsste Gott dieses Land
Jahr: 2021