Menschen ohne Gedanken – ein Baum ohne Blüthe;
Menschen ohne Thaten, ein Baum ohne Früchte!
Unser ganzes Leben ist ein unausgesetzter Kampf mit Hindernissen,
die am Ende den Sieg davontragen!
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
Menschen ohne Gedanken – ein Baum ohne Blüthe;
Menschen ohne Thaten, ein Baum ohne Früchte!
Unser ganzes Leben ist ein unausgesetzter Kampf mit Hindernissen,
die am Ende den Sieg davontragen!
Alles was auf Erden besteht,
beruht auf Ehre und Treue,
wer heut' die alte Pflicht verrät,
verrät morgen auch die neue!
Wer klappert von dem Turme
Seltsamen Gruß mir? horch!
Das ist in seinem Neste
Mein alter Freund, der Storch.
Er rüstet sich zur Reise
Weit über Land und See,
Der Herbst kommt angezogen,
Drum sagt er uns Ade!
Hast recht, daß du verreisest,
Bei uns wird's kahl und still,
Grüß mir das Land Italien
Und auch den Vater Nil.
Es werde dir im Süden
Ein besser Mahl zuteil,
Als deutsche Frösch' und Kröten,
Maikäfer und Langweil'!
Behüt' dich Allvater, du Alter,
Mein Segen mit dir zieht,
Du hast in stillen Nächten
Oftmals gehört mein Lied.
Und wenn du nicht zufällig
Im Nest verschlafen bist,
So hast du auch gesehen,
Wie sie mich einst geküßt.
Doch schwatz nicht aus der Schule,
Schweig still, alter Kumpan!
Was geht die Afrikaner
Die Lieb' am Rheine an?
Höchstes Gesetz dir Volk in Weizenhaaren,
Verhängt von Gott: Du sollst dich nicht bewahren!
In keiner Grenze sollst du dir behagen,
sollst jede Form, die du errangst, zerschlagen.
Du sollst im Tode nur dein Höchstes sprechen,
du sollst an deinem reinsten Lied zerbrechen.
Für Erben sollst du deine Horte häufen,
für Fremde fahren in die schwarzen Teufen.
Weinlosen sollst du keltern deine Trauben,
für Zage dir erbluten deinen Glauben.
Sollst deine Mörder hüten in der Wiege,
und sterben sollst du stets an deinem Siege.
Als mich des Kampfes Wetterschein umsprühte,
Da war ich stark!
Gerechten Zornes Flammenhauch durchglühte
Mein innerst' Mark,
Entrüstung lieh mir ihre scharfe Wehre
Mich zu befrei'n;
Das Glück war hin, so sollte doch die Ehre
Gerettet sein!
So rein ist Mutterliebe, wie die Sonne;
Kein Herz kann lieben, wie das Mutterherz.
Des Kindes Freude ist der Mutter Wonne,
Des Kindes Weinen ist der Mutter Schmerz.
Kann man doch einzig aus der Mutter Augen
Den frommen Ausdruck stiller Liebe saugen;
Der Blick, der immer Gutes sinnt:
Es ist der Mutter Blick aufs Kind!
Hochaufgerichtet
stand der Freie
auf dem Felsen
und schaute in die Niederung
des weiten Landes.
Sein Blick verlor sich
In der Dämmerschicht
des fernen Ungewissen.
Sein Herz schlug schneller
in der Ahnung
dort hinten jäh
sich ballender Gefahr.
Einsam bereit,
so strotzte dort der Freie.
Der Mund war hart.
Die Kiefern preßte
Kampfentschlossener Wille.
Die Faust hielt fest
Das Schwert umklammert.
So wartete der Freie,
jenseits der Furcht.
Verachtung kündeten die Augen
der feigen Ungewißheit
in der Dämmerung.
Ein Blick noch
in das helle Licht
der unbesiegten Sonne –
dann schritt er festen Herzens
in des weiten Landes Niederung,
der Sonne ewiges Gesetz
im Kampfe sieghaft zu verkünden
oder – der Nacht ein Opfer –
sterbend im Schatten zu vergehn!
Wer in die Fremde will wandern,
Der muß mit der Liebsten gehn,
Es jubeln und lassen die andern
Den Fremden alleine stehn.
Was wisset ihr, dunkele Wipfel,
Von der alten, schönen Zeit?
Ach, die Heimat hinter den Gipfeln,
Wie liegt sie von hier so weit!
Am liebsten betracht ich die Sterne,
Die schienen, wie ich ging zu ihr,
Die Nachtigall hör ich so gerne,
Sie sang vor der Liebsten Tür.
Der Morgen, das ist meine Freude!
Da steig ich in stiller Stund
Auf den höchsten Berg in die Weite,
Grüß dich, Deutschland, aus Herzensgrund!
Du, dieses Jahres Abend, Herbst
Sei meines Lebensabends Bild!
Wie langsam du den Hain entfärbst,
Und deine Sonn' ist frühlingsmild:
Es lacht das grünende Gefild
Tief im Oktober ohne Frost,
Und in der Traube schwillt der Most,
Wie in der Brust Begeistrung schwillt!
Die Treue ist also Stetigkeit der Willensrichtung in persönlicher wie in sachlicher Hinsicht;
sie zeigt sich einerseits als Beständigkeit in Neigungen, Manieren und Gewohnheiten,
und andererseits als Anhänglichkeit an Personen, Institutionen, Sitten und Lokalitäten!
Wie schwelgte mein Auge, wie pochte mein Herz,
Wenn auf des Kiesleitenbergs Rücken
Ich stand und blickte herniederwärts
Aufjauchzend in frohen Entzücken!
Ich grüße mein Dörflein am Bergeshang,
Wie das Kind an die Mutter geschmieget!
Da stand ich oft, da stand ich lang,
Bis der Sonne Strahlen versiegelt.
Wie lieb ich den göttlichen, freien Blick,
Der all die herrlichen Weiten.
Umfassen und in stillem Glück
Das Köstlichste mag umspreiten.
Mein liebes, mein trauliches Heimatland,
Das mich so unendlich beglücket,
In dem meine Seele den Frieden fand –
Wie bin nun weit dir entrücket,
Wie muß ich nun missen dein Waldesgrün,
Mein Dörflein, den Bach und die Auen,
Seh' nimmermehr deine Wolken ziehn,
Kann nimmer ins Weite schauen.
Es drückt mich das enge Häusermeer,
Wenn sehnend ich um mich sehe –
Doch hab' ich den Blick auch ins Weite nicht mehr,
Noch blieb mir der Blick auf zur Höhe!
So ist's denn wahr,
ich witt're Gefahr
für Leib und Leben,
die Flügel im Gesichte blähen,
auf und nieder,
des Degens Hiebe
können mich nicht töten,
die Schmerzen, die mich durchströmen,
sind qualvoller als das Fegefeuer selbst.
Geb' dem Fährmann Geld
und ich gehe mit, erwart' den Tag
an dem ich mit Freuden sag:
Dies ist die Erfüllung aller Dinge
und vollkomm' sind meine Sinne.
Doch schauderts mir, schwant übles Werk,
diese Reise ist ohne Wiederkehr.
Ich träumt, mir erschien das Licht,
in diesem Traum verbleibe ich.
Es geht in mir hin und her,
täglich, nächtlich, allzu schwer,
ertragen tu ichs mit dem Wohle
denn weiß ich, was in mir wohne.
Peitscht mich aus bis Blute tropft,
zerrt an den Haaren, reiß ab den Schopf,
nehmt, ich geb' es gern,
meine Gedanken sind bei den Stern'.
Arm' und Bein' könnt ihr mir brechen,
mich mit dem spitzen Schwerte stechen,
keine Schmerzen kann ich noch empfinden,
denn's Glück ist mir von hinnen.
Diese Hülle mag Euch gehör'n,
mein Sein und Seele ihr nicht zerstör'n!
Ich bin und bleib auf ew'g verbunden
und blick zurück zu allen Stunden,
all das für mich lobenswert,
wenn ihr nicht verlogen wärt.
So liebe ich das Leben
und sprechet ihr noch mehr dagegen,
ich bin der Adler am Firmament
der mit allem dafür brennt!
Keiner ist Maßstab für alle;
jeder nur Maßstab für sich und für die mehr oder weniger ihm verwandten Gemüter.
So ist der Mensch dem Menschen nicht als unbedingtes Vorbild gesetzt, sondern das Göttliche, Unendliche ist sein Ziel!
Die Zeit geht ihren stillen Schritt und die Vergeltung springt über Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende weg,
wenn sie einmal geweckt ist, wie ein Löwe über den Busch!
Woran liegt es, daß sich der Mensch nicht aufschwingt aus seiner so hochbegabten Niedrigkeit?
Daß sich die Menschen in Wort und That belügen, betrügen und knechten, daß sie nicht die Kraft und den Stolz haben, zu sein, sondern nur die erbärmliche Sucht zu scheinen;
daß sie nicht leben und schaffen in Liebe und Freiheit, sondern gelebt werden von der Furcht und Gewöhnlichkeit?
In Angst und bürgerlichem Leben
wurde nie eine Kette gesprengt.
Hier muß man schon mehr geben,
die Freiheit wird nicht geschenkt.
Es sind die glücklichen Sklaven
der Freiheit größter Feind,
drum sollt ihr Unglück haben
und spüren jedes Leid.
Nicht Mord, noch Brand, noch Kerker,
noch Standrecht obendrein.
Es muß noch kommen stärker,
wenn's soll von Wirkung sein.
Zu Bettlern sollt ihr werden,
verhungern allesamt.
Zu Mühen und Beschwerden
verflucht sein und verdammt.
Euch soll das bißchen Leben
so gründlich sein verhaßt,
daß ihr es weg wollt geben
wie eine schwere Last.
Dann vielleicht erwacht doch
in euch ein neuer Geist.
Ein Geist, der über Nacht noch
euch hin zur Freiheit reißt!
Sie geben sich als Deutschland aus
Sie geben sich als Deutschland aus
nun über siebzig Jahre schon
Sie rauben uns're Heimat aus
Verschachern alles, uns zum Hohn
in ihrem Demokratenwahn-
Deutschland hätt' das nie getan!
Sie sitzen dort im Parlament
und geben vor, uns zu regieren
mit Schlips und Kragen, fein gekämmt
Das Volk indes auf allen Vieren
Der Demokrat, ein Scharlatan-
Deutschland hätt' das nie getan!
Sie geben sich als Deutschland aus
und simulier'n den deutschen Staat
Doch was kommt dabei nur heraus
aus übler Lüge, schlimmste Saat
Die Führung mutet Blutleer an-
Deutschland hätt' das nie getan!
Und während sie uns ausverkaufen
Privatisier'n, Zugrunderichten
Reformen stets an Krücken laufen
Das Volk verdummt, soll nichts kapieren
Soll ihnen sein nur Untertan-
Deutschland hätt' das nie getan!
So halten sie's für ihre Pflicht
Und wiederhol'n stets selbstgerecht,
daß Deutschland mag niemals vergessen,
daß es doch schuldig sei und schlecht!
Sie lügen, daß sich biegt der Kran-
Deutschland hätt' das nie getan!
Sie geben sich als Deutschland aus
und schleusen endlos Fremde ein.
Denn fortan soll'n die Kinder draus
in keinem Fall mehr helle sein
Sie setzen um des Teufels Plan-
Deutschland hätt' das nie getan!
Doch was hat Deutschland nur getan
daß es nach Freiheit darbt in Gram
Es hat die Zinsknechtschaft gebrochen
im eig'nen Land und ohne Scham!
Nun treibt sie nackte Rache an-
Deutschland hätt' das nie getan!
Wieviel Leid kann man ertragen
Wieviel Elend durchsteh'n, sag!
Die Hoffnung möchte uns erscheinen
wie der allerfernste Tag.
Doch Hoffnung gibt's für uns- wirst seh'n!
Wenn wir nur treu zu Deutschland steh'n
Sie geben sich als Deutschland aus
Doch seine Herzen, das sind wir!
Sie wissen's und verfluchen uns
denn für die Heimat steh'n wir hier!
Und diese ist dem Himmel gleich
denn in uns lebt- das Deutsche Reich!
Wer nicht sagt,
was er für wahr hält,
ist entweder ein Heuchler oder ein Feiger oder ein gebrechlicher Mensch.
Wer den Star stechen will, muß können sehend machen und den Leuten beweisen, daß Sehen besser sei als Blindsein!
In der Politik umschreibt man das Wort Lügen mit Wahlversprechen!
In der Wahlurne verwelken die Versprechen der Politiker wie Blumen in einer Vase ohne Wasser!
Nach den Wahlen kommen die Politiker in den Stimmbruch, das heißt, sie reden nun nicht mehr in den höchsten Tönen!
Wer einem Politiker seine Stimme gibt, muß sich nicht wundern, wenn er hinterher sprachlos ist!
Halten wir doch mal fest:
Parlamentarier haben einen Eid auf die Verfassung abgelegt, und versprochen, Schaden von Volk und Staat abzuwenden!
Trotzdem stellen sie sich selbst immer wieder zur Wahl - und niemand klagt sie mal wegen Meineids an!
Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?
Die Diäten werden erhöht, damit wenigstens die Politiker die Sparmaßnahmen fürs Volk durchstehen…
Ich habe noch nie Politiker quietschen gehört. Und trotzdem lassen sie sieh immer wieder schmieren!
Parteien sind Vereine zur Verhinderung von Politik!
Der Regierungswechsel ist oft nur die Fortsetzung der Politik mit anderer Mittelmäßigkeit!
Am 18. September
Ein Mensch, politisch unbedarft,
geht dennoch in sein Wahllokal,
denn demokratisch ist er schon,
weshalb zu wählen er gewohnt.
Doch dieses Mal fällt es ihm schwer,
sein Kreuz zu machen und nicht mehr.
Zur Auswahl stehen viele Farben,
schwarz, rot, grün, gelb, ganz linke Barden.
Was soll ich wählen, fragt er sich,
die Roten ließen mich im Stich,
seit sieben Jahren unverdrossen,
versprochen und dann doch gebrochen.
Die Schwarzen ihm zwar mehr zusagen,
doch offen bleiben viele Fragen,
auch wenn sie, das ist unbestritten,
alle zur Kasse bitten müssen.
Dann gibt es da auch noch die Grünen,
die hoffen, aber wohl nicht siegen,
um Rot/Grün weiter fortzusetzen,
- vielleicht auf oppositionellen Plätzen?
Die Gelben, daran ist kein Zweifel,
sind viel zu schwach, um zu begreifen,
daß ihre Stimmenzahl nur reicht,
für eine Partnerschaft zu zweit.
Doch die, so denkt der Mensch am Ende,
bringt nicht zustande jene Wende,
die er und viele so gern hätten,
und darauf will er sogar wetten.
Denn dieses Mal sind's linke Barden,
die etwas gegen Fortschritt haben,
sie möchten gern zurück nach hinten,
dort wo einst Kommunisten winkten.
So steht der Mensch bei dieser Wahl,
wohl in der Tat vor einer Qual,
wie immer er sich auch entscheidet,
am Ende er darunter leidet.
Nach dem 18. September
Nun ist die Qual der Wahl vorbei,
heraus kam nichts und keinerlei
Erfolg für rot und grün und schwarz und gelb
und auch Jamaika nicht gefällt.
darum, der Mensch, er kennt das schon,
es bleibt die große Koalition.
und sie ist schon, gleich zu Beginn,
mit Sicherheit kein Hauptgewinn.
Am 31. Oktober
Es war der Tag an Halloween,
der Mensch erstaunt, was da gescheh’n.
Ganz plötzlich und mit kalter Macht,
der Unmensch zugeschlagen hat.
Denn dieser ließ sich davon leiten,
in Deutschland Chaos zu verbreiten.
Und alle andern machen mit,
in diesem miesen Schmierenstück.
Der Mensch, er fragt sich, wohlbedacht,
wird so die Politik gemacht,
die unser Land so nötig hat.
Dann kommt ihm schließlich der Verdacht,
dass Dummheit wohl die stärkste Macht,
im Kopf vermeintlich kluger Leute;
das war schon gestern so - und heute?
Du hast das schöne Paradies verlassen,
Tratst ein in dieses Labyrinthes Gassen,
Verlockt von lieblich winkenden Gestalten,
Die Schale dir und Kranz entgegenhalten;
Und unaufhaltsam zieht's dich weit und weiter.
Wohl ist ein leises Ahnen dein Begleiter,
Ein heimlich Graun, daß diese süßen Freuden
Dich Schritt um Schritt von deiner Heimat scheiden,
Daß Irren Sünde, Heimweh dein Gewissen;
Doch ach umsonst! Der Faden ist zerrissen.
Hohläugig faßt der Schmerz dich an und warnt,
Du willst zurück, die Seele ist umgarnt.
Vergebens steht ob deinem Haupt der Stern.
Einsam, gefangen, von der Heimat fern,
Ein Sklave, starrst du in des Stromes Lauf
Und hängst an Weiden deine Harfe auf.
Nun fährst du wohl empor, wenn so zuzeiten
Im stillen Mondeslichte durch die Saiten
Ein leises, wehmutsvolles Klagen geht
Von einem Hauch, der aus der Heimat weht.
So dich jemand auf die linke Backe schlägt,
so reiße ihm das rechte Auge aus und wirf es von dir!
Ich bin der Herr, du bist der Knecht!
So gilt's nach freiem Herrenrecht –
Und muckst du noch und willst du trutzen,
So werd' ich dir den Kamm schon stutzen –
Du wirst gesperrt nach meinem Recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht!
Für mich des Überflusses Horn,
Für dich die Peitsche und der Sporn –
Für mich die Polster und die Kissen,
Für dich des Lebens Bitternissen –
So ist es gut, so ist es recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht!
Für mich Wein, Weiber und Gesang,
Für dich die Arbeit und der Zwang,
Die Hörigkeit bis fort zum Grabe,
Damit ich alles, alles habe. –
So ist es gut, so ist es recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht!
Ja, ich bin Herr und du bist Knecht! –
Was faselst du von Menschenrecht,
Die blöde, alberne Tirade?
Du, der nur lebt von meiner Gnade,
Von meinem angestammten Recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht!
So war's und muß es immer sein,
Darum, du Sklav', ergib dich drein –
Die ganze Welt zeigt dir die Spuren
Von Herren- und von Knechtsnaturen. –
Ich bin zum Herren auserseh'n,
Du kannst als Knecht nur fortbesteh'n...
Daß die Freiheit des Volkes in der parlamentarischen Regierungsform gewährleistet sei, glaubt man schon lange nicht mehr.
Dieses Jahrhundert hat gezeigt, daß die Mißwirtschaft, Willkür, Kliquenherrschaft, und Korruption der Parlamente noch schlimmer sein kann als die einer bureaukratischen Verwaltung, und daß sie, einmal eingerissen, noch weit schwerer auszurotten ist!
Wenn die Menschen sich weiterhin die Lügen von gestern
als die Wahrheiten von heute aufreden lassen,
dann wird die Peitsche von morgen
ihnen zu spät schmerzhaft bewußt machen,
welche Gefahren die Denkfaulheit im Gefolge hat!
Komm Du Spritze, unser Glück
Gib das Leben uns zurück
Füll den Saft in unsre Adern ein
Dann werden unsre Herzen wieder rein
Zu Dir wenden selig wir den Blick
Komm Du Spritze, komm oh Glück
Komm Du Spritze, unser Heil
Segen liegt in Deinem Pfeil
Wandle mit den Genen unser Blut
bis dass im Körper brennt die heiße Glut
Dankbar bieten wir die Seele feil
Komm Du Spritze, komm oh Heil
Oh Du Spritze, unser Gott
Führ die Ketzer zum Schafott
Schlag dem frechen Zweifler hart aufs Haupt
Der widerborstig Deinem Wort nicht glaubt
Stoß zu Boden aller Frevler Rott
Oh Du Spritze, unser Gott!
Hütet euch vor Liberalen,
die nur reden, die nur prahlen,
aber arm an Tagen sind,
die bald hier-, bald dorthin sehen,
bald nach rechts, nach links sich drehen
wie die Fahne vor dem Wind.
Hütet euch vor Liberalen,
die bei schwelgerischen Wahlen,
bei gefüllten Festpokalen
Turm der Freiheit sich genannt
und die doch um einen Titel
Zensor werden oder Büttel;
oder gar ein Denunziant!
Die Heuchler und Schmeichler sind ärger als die Raben;
diese stechen den Toten die Augen aus;
die Heuchler und Fuchsschwänzer aber verblenden die Lebendigen, daß sie die Wahrheit nicht sehen können!
Wer unter allen Umständen Duldung zeigt, ist entweder ein Dummkopf oder ein Heuchler.
Als ersteren können wir ihn nur bemitleiden, als letzterer aber verdient er, daß ihm jeder rechtschaffene Mensch aus dem Wege geht!
Unsre Seele brennt,
unser Herz zerreißt,
wenn man dich unfrei nennt,
wenn man dich ehrlos heißt,
Deutschland!
Keiner ist wehrlos,
dessen Faust sich noch regt.
Keiner ist ehrlos,
dessen Gewissen noch schlägt:
Deutschland!
Wir harren Tag und Nacht
mit heißen Sinnen
auf das Signal zur Schlacht,
dich zu gewinnen:
Deutschland!
Rings liegt im Frührotschein
dämmernde Weite:
Deutschland wird unser sein
nach diesem Streite,
Deutschland!
Auf blutigen Auen,
wo die Freiheit erstand,
woll’n wir dich bauen,
du heiliges Land,
Deutschland!
Das Weltübel ist die Machtgier im Großen und Kleinen,
in Staaten,
Korporationen,
Parteien,
auch im einzelnen Individuum!
Siege und Staatsumwälzungen gehen aus dem unendlichen Planen der Vorsehung hervor.
Wir dürfen uns nicht länger dawider sträuben!
Ich spüre einen Wind aufsteigen
Spür wie er meine Haut sanft streicht
Wie er die Gräser und die Bäume
Umtanz und ihre Blätter Streift
Ich spüre ihn nun stärker werden
Und merke ihn nun auch in mir
Wie er Bewegt was festgefahren
Und Klarheit schaffen will dafür.
Der Sommer geht nun sanft zur Neige
Die Sonne hat sich schon gesenkt
Die große Mutter hat uns alle
Mit so viel Fruchtbarkeit beschenkt.
Der Wind, er singt ein Lied vom Fliegen.
Er kündigt an die Zeitenwende.
Holt runter was noch oben hängt
Und Bringt dem Sommer rasch sein Ende.
So lasse ich den Wind hinein
Bewege mich! Mach mich bereit!
Will gehen mit dir Schritt für Schritt
In die dunkle Zeit!
Es gibt den Tropfen,
der das Fass zum Überfließen bringt,
die eine Stimme,
die die Wahl entscheidet,
das eine überzeugende Bild,
das die Gesinnung umschwenken lässt,
das freundliche Wort,
mit dem niemand mehr gerechnet hat.
Damit wird erfüllt, was nötig war,
um die Entwicklung weitergehen zu lassen.
Es geht nicht darum,
allein die Welt zu retten.
Aber vielleicht
ist die eine Tat der Hoffnung
oder das eine Leben,
das der Hoffnung gewidmet ist,
ausschlaggebend für die Verwandlung.
Niemand ahnt es,
doch plötzlich fällt die Mauer:
Es waren dein Blick,
dein Wort, dein Wachsein,
dein bewegliches Denken,
die sie einstürzen ließen.
Der Weg ist frei
für eine neue Art zu denken,
eine neue Art zu handeln,
eine neue Art zu leben.
Die kleine Treue
ist immer auch die große Treue!
Rotdorn meiner Kinderjahre.
Unterm roten Rotdorndach
Bin ich ein und aus gegangen.
Und der Rotdorn ging mir nach.
Roter Rotdorn meiner Kindheit.
Straßenbaum der kleinen Stadt,
Die ich liebte, die mich liebte,
Die mich aufgezogen hat.
Ein Mensch ist Möbelspediteur,
Doch fällt ihm das zunehmend schwer.
Die Kosten treiben ach oh’ Graus
Die allerletzten Haare aus.
Ob Nebenlohn- und Autokosten,
Container die darob verrosten.
Ob Schwarzarbeiter beim Kollegen,
Der Mensch verzweifelt fast deswegen.
Dann noch die Maut und Ökosteuer,
Die ganze Arbeit wird so teuer,
Daß ihn der Umzugskunde fragt,
woher das alles kommen mag.
Der Mensch erklärt und protestiert,
Läßt Leute geh’n – subventioniert –
Die Arbeit von dem hart Ersparten
Und hofft – worauf wir alle warten,
Dass sich die Zeiten bessern mögen.
Doch was der Mensch denkt, ist verwegen.
Nichts besser, keine Zeitenwende,
Rot-Grün-Schwar-Gelb regiert uns an das Ende,
Bis keiner mehr von dem was hat,
Was er Jahrzehnte angespart.
Der Mensch denkt nach, ist gar nicht heiter,
So, bitte, geht es doch nicht weiter.
Dann schließt die Spedition er zu,
Lässt seinen Job für immer ruh’n.
Und die Moral von der Geschicht’:
Der Mittelstand verträgt es nicht,
Wenn ihm der Staat die Luft zum atmen
- Mit all den vielen Bürokraten –
Auch die noch nimmt und dann verbal
Behauptet weil die Welt global,
Sei diese Zeit so, wie sie ist.
Doch selbst der größte Optimist,
Glaubt nicht was Politik verspricht.
Der Mensch deshalb als Spediteur,
Vertraut der Politik nicht mehr.
Und ist Vertrauen erst verspielt,
Führt jeder gegen jeden Krieg!
Ohne Ehe hängt unsere Sittlichkeit in der Luft, im Familienleben allein gewinnt sie den festen Grund und Boden, den echt menschlichen Charakter, ein Gemüt, das sich in Liebe und Treue dem Himmel entgegenbildet!
Wenn man jung ist und modern,
möchte man natürlich gern
alles neu und umgestalten,
doch, wer meckert dann? Die Alten!
Will dynamische Ideen
endlich man verwirklicht sehen,
zieh'n sich sorgenvolle Falten;
ja, so sind sie, unsere Alten!
Krieg und Elend, Hungersnot;
manchen Freundes frühen Tod;
doch sie haben durchgehalten,
ja, das haben sie, die Alten!
Was sie unter Müh' und Plagen
neu erbaut in ihren Tagen,
wollen sie jetzt gern erhalten:
Habt Verständnis für die Alten!
Bändigt Eure jungen Triebe,
zeigt den Alten Eure Liebe,
laßt Euch Zeit mit dem Entfalten,
kümmert Euch um Eure Alten!
Wozu jagen, warum hetzen?
Nach den ewigen Gesetzen
ist die Zeit nicht aufzuhalten.
Plötzlich seid Ihr dann die Alten!
Und in Euren alten Tagen
hört Ihr Eure Kinder klagen;
ach, es ist nicht auszuhalten,
immer meckern diese Alten!
Ja, des Lebens Karussell
dreht sich leider viel zu schnell;
drum sollten sie zusammenhalten,
all die Jungen und die Alten!
Nur das gemeinsame Interesse zwingt uns zu gemeinsamem Handeln.
Nur das einmütige Zusammenstehen des arbeitenden Volkes auf dem Lande und in den Städten, nur das Zusammenfassen der geeinten Kraft vermag den Despoten Kapital zu stürzen, der uns mit goldnem Huf schonungslos zertritt!
Die Überzeugung, daß wir im Leben darum zu ringen haben, so denkend und so empfindend zu bleiben, wie wir es in der Jugend waren, hat mich wie ein treuer Berater auf meinem Wege begleitet.
Instinktiv habe ich mich dagegen gewehrt, das zu werden, was man gewöhnlich unter einem "reifen" Menschen versteht!