Das neue Jahr beginnt mit diesem Tag,
und niemand weiß, was daraus werden mag
für dich, für mich, für unser Volk, die ganze Welt.
Nur Einer weiß es, der das Schicksal
in den Händen hält!
Rüttle dich! recke dich, schwäbischer Bauer,
wurde bis heute das Leben dir sauer,
's kommt immer ärger! kommt nimmer besser!
Sieh nur, es steigen die bösen Gewässer!
Wenn du nicht schützest dein Dorf und dein Haus,
strömt bald herein das wilde Gebraus.
Schmutzige Fluten umwallen uns, dämme!
Es quirlt und es zischt, drum rufe ich: hemme
jetzt ihren Strom! Solang wir's imstande,
solang noch die deutschen Spuren im Lande.
Überströmt uns die schlammige Flut,
dann verschlingt sie das teuerste Gut.
Wahret das Köstlichste, was wir besitzen.
Das müßt ihr schirmen! Das müßt ihr schützen!
Unsere Sprache, das Erbe der Ahnen,
soll auch noch unsren Enkel ermahnen,
daß er im Leben es niemals vergißt,
stolz zu sein, daß er ein Deutscher ist.
Wer seines Vaters Namen nicht ehrt,
war seiner Mutter Liebe nicht wert!
Wer sein Deutschtum verleugnen kann,
das ist ein Wicht! Das ist kein Mann!
Hör meinen Mahnruf, der immer ist:
Gedenke, daß du ein Deutscher bist!
Jahr: 1929