Unbekannt
Auch bei Hofe aß man früher nicht immer Wildschwein und Fasan vom Grill, so manchem Ritter war das mit der Zeit sogar total schnuppe.
Es galt damals schon:
Viel besser schmeckt ein Eintopf und besonders die Kartoffelsuppe!
Jahr: 1933
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
Auch bei Hofe aß man früher nicht immer Wildschwein und Fasan vom Grill, so manchem Ritter war das mit der Zeit sogar total schnuppe.
Es galt damals schon:
Viel besser schmeckt ein Eintopf und besonders die Kartoffelsuppe!
Ich grüße die Stillen im lauten Land,
Sie alle, die in dem brausenden Brand
Kraft behielten, stille zu sein —
Sie grüß' ich: haltet aus! bleibt rein!
Bleibt, was ihr seid: bleibt still und stark!
Bleibt in den deutschen Bäumen das Mark!
Sendet die Kraft in die Wipfel empor:
Durch euch nur braust der Wipfel Chor.
Ihr weilt in der Enge, ihr wirkt im Haus,
Fernfunken aber sendet ihr aus
Zum Helden, der sich im Felde rührt:
Gedanken, darin er die Heimat spürt.
Bleibt still und stark, bleibt stark und still!
Der über uns waltet, weiß, was er will:
Schmieden will er aus Zorn und Zucht
Ein Volk der Würde, ein Volk der Wucht!
Die ganze deutsche Literatur
Ist leider für Gelehrte nur.
Gelehrte haben sie gemacht,
Und nie dabei ans Volk gedacht.
Was nützet Wissenschaft und Kunst?
Das ist ja eitel Schein und Dunst,
Wenn beides nicht zum Volke dringt,
Für all' und jeden Früchte bringt.
Was nützt dem Volke der Poet,
Wenn's Volk sein Singen nicht versteht?
Ins Herz des Volkes drang noch nie
Gelehrter Herren Poesie.
Laßt euern Wissensqualm und Dunst,
Und übet reine deutsche Kunst!
Werft allen Plunder über Bord,
Singt ein verständlich deutsches Wort!
Die meisten Deutschen haben nur ein Gebet:
Herr, unsere tägliche Illusion gib uns heute.
Nur ein Starker kann Fremden Freund sein!
Wer fernen Göttern opfert und ist seines Landes Gottheit fern,
Wer fernem Lande Liebe gibt und nicht der Heimat wissend zugehört,
Ist Knecht und wird Verräter sein –
Ist todeswürdig, ohne eigenen Wert!
Seinem Wort und Winke solltest du nicht trauen!
Allem Anfang kann man wehren
Jedem Kind den Krieg erklären
Und verrückte Träume als Verrat verschrei'n
Doch aus Kindern werden Leute
Und die Utopie von heute
Wird die Wirklichkeit von Übermorgen sein
Nichts lähmt die Kraft in den Flügelschlägen
Wenn es die Schwalben nach Süden zieht
Du kannst den Sänger in Ketten legen
Aber niemals sein Lied
Man kann alle Unbequemen
An die kurze Leine nehmen
Für den Geist der Freiheit gibt es keinen Zaum
Träumer, die die Welt gestalten
Kann die Macht gefangen halten
Aber keine Macht der Welt fängt einen Traum
Mag' der Gedanke auch Furcht erregen
Daß unser'n Träumen Gewalt geschieht
Du kannst den Sänger in Ketten legen
Aber niemals sein Lied
Ganze Völker kann man knechten
Unterdrücken und entrechten
Und dem Freiheitsdrang
Den Weg der Flucht verbau'n
Immer werden Idealisten
Wagemutig gleich Artisten
Sich auf's dünne Hochseil
Ihrer Hoffnung trau'n
Die stärkste Kette ist nichts dagegen
Sie ist so stark wie ihr schwächstes Glied
Du kannst den Sänger in Ketten legen
Aber niemals sein Lied
Den Prometheus kann man fassen
Und an Felsen schmieden lassen
Man kann Gott zum Teufel jagen
Und an Kruzifixe schlagen
Der Fluch fängt Feuer und führt zum Segen
Wie eine Zündschnur zum Dynamit
Du kannst den Sänger in Ketten legen
Aber niemals sein Lied
Man kann alle Querulanten
Zu Verbrechern und Verbannten
Und für vogelfrei und abschußreif erklär'n
Man kann Engelsflügel lähmen
Doch wer weiß, wohin wir kämen
Wenn die letzten Engel abgeschossen wär'n
Solang' wir singend die Welt bewegen
Bestimmen wir, was mit uns geschieht
Du kannst den Sänger in Ketten legen
Aber niemals sein Lied!
Wenn Du langsam durch die Straßen schlenderst,
wie Du schreitest Durch Dein junges Leben:
ganz für Dich und dennoch hingegeben…
oft die Richtung, Schritt und Blick veränderst-
bleibst Du manchmal vor Scheibenwänden
länger stehn. Denn hinter ihnen harren
Männer eindrucksvoll und Frau’n mit starren
zarten Angesichtern, die Dich lächelnd blenden,
warten, daß Du sie bewunderst, bieten
alles – Fleisch und Tuch – Dir festlich an -:
Innen aber sind sie nichtig. Draht und Porzellan…
Und Du wendest Dich. Siehst neben Dir
Menschen nach den Masken blicken, die
nunmehr jenen zeigen Haut und Zier…
und erschrickst, denn plötzlich gleichen sie:
die Modelle, den Gesichtern draußen…
beide glatt und glänzend, unverhehlt
eines Wesens: tadellos von außen.
Gut getüncht. Nur daß die Seele fehlt.
Unser Blut hat weite Fahrt:
Schwarze Nacht auf Tageshelle,
Morgensturz auf Wogentürmen,
Schlucht und heiteres Gefälle,
Aber unter Glück und Stürmen
Lebensvoll die Menschenwelle
Wächst uns Blut aus deutscher Art.
Unser Blut hat weite Fahrt!
Ihr seid viel Tausend hinter mir,
und ihr seid ich und ich bin ihr.
Ich habe keinen Gedanken gelebt,
der nicht in euren Herzen gebebt.
Und forme ich Worte, so weiß ich keins,
das nicht mit euren Wollen eins.
Denn ich bin ihr und ihr seid ich,
und wir alle glauben,
Deutschland, an dich!
Drei Worte hört man, bedeutungsschwer,
Im Munde der Guten und Besten;
Sie schallen vergeblich, ihr Klang ist leer,
Sie können nicht helfen und trösten.
Verscherzt ist dem Menschen des Lebens Frucht,
Solang er die Schatten zu haschen sucht.
Solang er glaubt an die Goldene Zeit,
Wo das Rechte, das Gute wird siegen, –
Das Rechte, das Gute führt ewig Streit,
Nie wird der Feind ihm erliegen,
Und erstickst du ihn nicht in den Lüften frei,
Stets wächst ihm die Kraft auf der Erde neu.
Solang er glaubt, daß das buhlende Glück
Sich dem Edeln vereinigen werde –
Dem Schlechten folgt es mit Liebesblick,
Nicht dem Guten gehöret die Erde.
Er ist ein Fremdling, er wandert aus
Und suchet ein unvergänglich Haus.
Solang er glaubt, daß dem irdschen Verstand
Die Wahrheit je wird erscheinen,
Ihren Schleier hebt keine sterbliche Hand,
Wir können nur raten und meinen.
Du kerkerst den Geist in ein tönend Wort,
Doch der freie wandelt im Sturme fort.
Drum, edle Seele, entreiß dich dem Wahn
Und den himmlischen Glauben bewahre!
Was kein Ohr vernahm, was die Augen nicht sahn,
Es ist dennoch, das Schöne, das Wahre!
Es ist nicht draußen, da sucht es der Tor,
Es ist in dir, du bringst es ewig hervor!
Ich weiß einen Lindenbaum stehen
In einem tiefen Tal
Den möchte ich wohl sehen
Nur noch ein einziges Mal
Ich weiß zwei blaue Augen
Und einen Mund so frisch und rot
O grüner Klee, o weißer Schnee
O schöner Soldatentod
Zu Hause auf den Feldern
Da liegt der Schnee so weiß
Zu Hause in den Wäldern
Da hängt das blanke Eis
Hier fällt nicht Schnee noch Regen
Zu lindern uns’re große Not
O grüner Klee, o weißer Schnee
O schöner Soldatentod
So mancher mußte sterben
Allhier in Afrika
Wir wollen nicht verderben
Der Tag der ist bald da
Die Nacht die geht zu Ende
Der Himmel der wird hell und rot
O grüner Klee, o weißer Schnee
O schöner Soldatentod
Wo sich die Straße wendet
Da wohnt die Liebste mein
Ist meine Zeit beendet
So will ich bei ihr sein
Und kann es nicht so werden
Und muß ich fort beim Morgenrot
O grüner Klee, o weißer Schnee
O schöner Soldatentod.
In deinem Zimmer fand ich meine Stätte.
In deinem Zimmer weiß ich, wer ich bin.
Ich liege tagelang in deinem Bette
Und schmiege meinen Körper an dich hin.
Ich fühle Tage wechseln und Kalender
Am Laken, das uns frisch bereitet liegt.
Ich staune manchmal still am Bettgeländer,
Wie himmlisch lachend man die Zeit besiegt.
Bisweilen steigt aus fernen Straßen unten
Ein Ton zu unserm Federwolkenraum,
Den schlingen wir verschlafen in die bunten
Gobelins, gewirkt aus Küssen, Liebe, Traum.
Was dem Leben Festigkeit, Beständigkeit, Gelassenheit und Ruhe verleiht, das ist die Treue.
Sie hat viele Formen: Treue gegenüber Menschen, Treue im Glauben, Treue in der Gesinnung, in der Berufsausübung, in der Bewahrung geistiger Werte und im Bezeugen derselben.
Sie ist keineswegs ausgestorben, sie wird vielfältig gelebt, abseits unserer Alltagsbetriebsamkeit, dem "Blick" und der aufdringlichen Neugier unserer Massenmedien entzogen!
Die buntgescheckten Blätter wirbeln lustig,
vom Sturm getrieben, durch die rauhe Welt.
Wir wünschen uns ein wenig Sommerwärme.
Zu schmerzlich, wie das Thermometer fällt!
Das ist nur äußerlich, geschätzte Leser!
Die Glut im Herzen trotzt dem kalten Wind.
Der Herbst fängt erst an zu erschrecken,
wenn wir im Willen alt und zittrig sind.
Heut sind wir jung und fordern in die Schranken,
was unser Feuer zu verlöschen droht.
Auf Sturm setzt Sturm! In scharfen Windesstößen
die heiße Flamme umso höher loht.
Ob Herbst, ob Frühling, Sonne oder Kälte –
uns führt der Weg durch Freude und durch Schmerz.
Das Leben ist ein pausenloses Kämpfen
mit harter Tat, in Liebe, Fluch und Scherz.
Und nicht die Form wird einst einmal bestimmen,
ob unser Leben höchstes Ziel errang.
Entscheidend ist, dass wir den Kampf aufnahmen
mit Trotz, bis unser letztes Wort verklang!
Da liegt nur die Welt
An den Füßen
Unsere kleinen Tage
Die nie den Horizont
Wahrlich erreichen
Als ob der Wind
Uns zusammenbringt
Uns zur Himmelsburg
Gut aufnimmt
Bleibt die Sonne
Ganz leicht darauf
Und bestehen jene Tage
Aus kleinen Hoffnungen,
Wird dieser uns befreien
Und den Morgen schenken!
Wer für sein Vaterland in den Tod geht, ist von der Täuschung frei geworden, welche das Dasein auf die eigene Person beschränkt; er dehnt sein eigenes Wesen auf seine Landsleute aus, in denen er fortlebt, ja, auf die kommenden Geschlechter derselben, für welche er wirkt; wobei er den Tod betrachtet wie ein Winken der Augen, welcher das Sehen nicht unterbricht.
Heimat, wenn ich deinen Atem spüre,
wenn ich in vollen Zügen trinke,
was deinem Schoße entquillt, –
und wenn ich deine Lieder höre,
das Raunen
deiner windumspielten Wälder,
in denen sich in leichtem Wogen
Die Berge und die Zinnen widerspiegeln,
dann weiß ich:
Du bist Hort mir,
du bist Friede, –
und immer werden meine Träume,
alle meine Wünsche,
all mein Sehnen
münden nur in dir,
die du meines Lebens Anfang,
ganzer Inhalt,
und auch letztes Ende bist!
Heil’ge Mutter, die uns alle trägt!
Die der wechselnden Geschlechter Reigen
blühend sah ans Licht des Morgens steigen
und die müden Kinder dann in Schweigen,
lächelnd ihrer flücht’gen Lust und Klage,
still zum Schlafe legt!
Heil’ge Mutter, die uns alle trägt,
neue Jugend strömt durch deine Glieder,
Braut des starken Lebens heißt du wieder,
die die Stirn sich kränzt mit blauem Flieder,
die des Schleiers grüne Ährenseide
um die Schultern schlägt!
Heil’ge Mutter, die die Müden hegt!
Über meiner Qual und Wonne Streiten
magst du morgen deine Scholle breiten, –
laß mich heut durch deinen Sommer schreiten
und so viel des süßen Rausches trinken,
als mein Herz erträgt!
Jahr: 1956
Die Zwietracht schlingt mit Schlangenarmen
Die Todesfackel ohn' Erbarmen
Und würgt mit Wut in einem Augenblick,
Der göttlichen Vernunft zur Schande,
Die ganze Hoffnung ganzer Lande
Und mancher Jahre schönes Glück!
Un is de Spraok auk nich so sacht,
Auk nich so smiedig un so glatt,
So is se äs de Eekenbaum,
So fast un trü – dat aolle Platt.
Un glaiwet mi, et ligg dorin
Doch auk en warmen weeken Klank,
Un well’t versteiht, de find’t en baoll
Un singt up Platt den schönsten Sank!
Nur wer dich kennt,
Nur wer die Runen gelesen,
Die Gottes Hand in dich schrieb,
Kennt seines Lebens allgültig Gesetz.
Nur wer auf deiner Erde gelegen,
In traumloser Nacht
Die Seele den ewigen Sternen verbunden;
Nur wer in deine Erde Samen geworfen,
Wer dich umgrub mit Harke und Spaten,
Wer mit dem Pflug deinen Leib zerbrochen,
Wer dich feierte auf unendlichen Sonnenwanderungen,
Wer sein Blut in dich schüttete,
Bei der Ernte seinen Schweiß in deine Furchen geträufelt,
Nur der hat ein Recht, dich sein Eigen zu nennen,
Dich, Heimat, zu rufen,
Daß du ihr beistehst
In den Stunden der großen, unendlichen Not,
Die über die einzelnen kommt und über die Völker,
Wo sie keine Freude mehr haben und keine Hilfe,
Wo kein Heil winkt und kein Morgen;
Wo immer nur Nacht ist und Nacht,
Nacht ohne Sterne, Nacht ohne Antwort,
Wo immer nur zurückkehrt der Ruf,
Der Hilferuf, den keiner hört.
Nur wer diese Not erfahren und dich gefunden,
Deine Antwort vernommen und die Tröstung
Verspürt deiner unsäglichen Stimme,
Die Kraft empfangen aus deiner Gewalt,
Nur der darf nennen: mein Land,
Heimat und Hort seines Lebens,
Nur dem ist verstattet, daß er stolz sich bekenne
Zu dir, als Quell seines Blutes!
Sitte ist die im Leben eines Volkes sich bildende, verpflichtende Gewohnheit. Im Leben des Volkes kommt von selbst die durch die Bedingungen des Gemeinlebens postulierte Ordnung zur Geltung und diese als Richtung!
Ein Esel, grau und ziemlich schäbig,
die Ohren lang, das Hirn sehr klein,
und in der ganzen Art behäbig,
der wollte gern ein Rennpferd sein.
Er blickte traurig und mit Klagen
auf einen schönen Vollbluthengst;
der durfte stolze Reiter tragen,
das kränkte diesen Esel längst.
Wie das für einen Esel üblich,
war er im Denken da nicht faul,
wo er sein Schicksal fand betrüblich;
er sprach deshalb zum Vollblutgaul:
Ich will mit dir nach Hause gehen,
du siehst, daß mich der Neid verzehrt,
laß mich in deinem Stalle stehen,
dann werd` ich auch ein edles Pferd!
Der Esel blieb im Pferdestalle
ein Esel –- was er nicht kapiert--,
was häufig auch in solchem Falle
dem homo sapiens passiert!
Als Deutschland stürzte, waren wir noch Knaben.
Wir waren jung, und hatten kein Panier.
Der Sieg lag draussen vor dem Feind begraben.
Deutschland war Nacht. Und Deutschland waren wir.
Wir fielen mit im Schmerz des jähen Falles,
und waren mit zertrümmert und zerschellt
und liebten Deutschland, Deutschland über alles,
und hatten nichts mehr lieber in der Welt.
Doch da das Volk, das dämmernde, das fahle,
noch zagend zittert und verwundert steht,
bauen wir der Treue eine Kathedrale,
die ragend über dem Jahrhundert steht.
Sagt mir nur alle die Fehde an!
Ich siege, weil ich glauben und kämpfen kann!
An unsrem Wege standen nicht Paläste.
Wir wurden arm geboren. Unsre Not
verdrängten keine lauten Freudenfeste.
Uns ward das Los gegeben: Schaffen oder Tod.
Da ward ein Glaube uns an hohe Sendung,
ein reines Feuer ward in uns entfacht.
Wir wußten: Dieses Niederganges Wendung
wird nur von opferndem Geschlecht gebracht.
Dem Volk, dem Land, der Stunde zu gehören,
gelobten wir und beteten das Licht
herab mit Schwielenhänden, die uns ehren.
Die kleinste Tat war gern geübte Pflicht.
Doch beim Gesang der grünen Wipfelkronen,
beim leisen Zittern heller Birkengerten
erlernten wir, daß unsre harten Fronen
des Segens großer Taten nicht entbehrten.
Wir wurden unter vielen Hammerschlägen
stahlhart und groß, das Schwere zu vollbringen:
Das Leben nicht nach Glück und Gunst zu wägen
und mit dem Licht der Tat die Not zu zwingen.
Ein Winzer, der am Tode lag,
Rief seine Kinder an und sprach:
"In unserem Weinberg liegt ein Schatz.
Grabt nur danach!" -
"An welchem Platz?"
Schrie alles laut den Vater an.
"Grabt nur!"...
Oh weh, da starb der Mann.
Kaum war der Vater dann im Grab,
So grub man, daß den Schatz man hab.
Mit Hacke, Schüpp und Spaten ward
Der Weinberg um und um gescharrt.
Kein Klumpen, der ruhig blieb.
Man warf die Erde gar durchs Sieb
Und zog mit Harken kreuz und quer
Nach jedem Steinchen hin und her.
Allein, man keinen Schatz aufgespürt,
Und jeder hielt sich angeführt.
Doch kaum erschien das nächste Jahr,
So nahm man mit Erstaunen wahr,
Daß jede Rebe dreifach trug.
Da wurden erst die Söhne klug
Und gruben nun jahrein, jahraus
Vom 'Schatze' immer mehr heraus!
Wozu sollen wir immer Fremde nachahmen,
als ob wir Griechen oder Römer wären?
Laßt uns unsere Menschen
nach unserer Gestalt malen,
ohne poetische Farben aus einem
fremden Himmelsstriche zu holen.
Was du sagst, verweht im Wind.
Nur was du tust, schlägt Wurzeln.
Nur die Reinen können sich getrauen,
ihre Seelen letztem Dienst zu weih'n,
nur die Reinen dürfen weiterbauen
und Gestalter unsres Schicksals sein.
Wer sich prüft und aufrecht hat befunden,
der ist Aug' in Auge schon vermählt,
reift entgegen hohen Sommerstunden,
baut entschlossen eine neue Welt.
Wer sich bindet, hat sich schon verloren,
tritt als Glied in eine Kette ein;
doch zu Hohem ist er auserkoren:
Korn und Sämann seinem Volk zu sein!
Wolkenschatten
Huschen mit gespenstischem Fluge
Lautlos über die Hünengräber. . . .
Asen der Asgard, herrscht ihr nicht mehr?
Leuchtet dort in den Abendwolken
Nicht eure Burg?
Flammt nicht mehr der Strahl des Blitzes
Götterbewunderung zu uns herab?
Fühlen wir im Quellgeriesel,
Im Adlerfluge,
Im Blicke der Frau
Euer Walten nicht heut wie einst?
Höre im Winde nicht heut wie je
Götterstimmen die Priester.
Deutende Dichter?
Ja, wenn christliche Liebe
Auch im Munde kümmerlich lebt:
Ihr allein, Verleugnete,
Thront im Herzen,
Götter der Kraft!
Der Maler soll nicht bloß malen,
was er vor sich sieht,
sondern auch was er in sich sieht.
Sieht er aber nichts in sich,
so unterlasse er auch zu malen,
was er vor sich sieht.
Sonst werden seine Bilder
den Spanischen Wänden gleichen,
hinter denen man nur
Kranke und Tote erwartet.
Wer sich an die Phantasie der Menschen wendet,
wird immer den besiegen,
der auf ihren Verstand einwirken will.
Natur und Musik können anrühren und bewegen,
trösten und stärken,
uns zu den Wurzeln führen,
über uns hinaus
und zu uns selbst.
Ihr nennt mich Menschenfeind,
Weil ich Gesellschaft meide.
Ihr irrt euch,
Ich liebe sie.
Doch um die Menschen nicht zu hassen,
Muß ich den Umgang unterlassen.
Vergeßt nicht die Geschichte, die euch lehrte, daß selbst hochbegabte Völker nach dem Zerfall ihrer Familien untergingen, daß ihre Länder und Kulturschätze zum Raube fremder Einwanderer wurden. Es gibt keine deutsche Geschichte und Zukunft ohne ausreichendes deutsches Blut. Auf die Kinder unseres Blutes kommt es an! Wenn das Blut unser einziger, wahrer Reichtum ist, dann sind die gesunden, kinderreichen Familien die größten Schatzkammern unseres Volkes, und die Kinder die Träger und Sicherer lebendiger Ewigkeit. Familienpflege ist immer zugleich auch Dienst am Volke, Sorge und Wille zur gesicherten Zukunft gesunder Geschlechter! Die endgültige Zerstörung der Familie würde das Ende jedes höheren Menschentums bedeuten!
Ich habe seit einem Monat hier die Gedanken Gottes studiert und habe erkannt, wie sie so lieblich und groß sind. Ihr Charakter ist ein episches Idyll. Die Saiten der homerischen und ossianischen Harfen klingen mir noch auf allen Höhen und von den Küsten entgegen; doch sind sie verklärt durch den Tod als ein ewiges Wort auf jenem hohen Kreideufer in seiner erhabenen Formation und heiligen Stille.