Du, der Sonnen Seele,
Die in meinem Sehen sieht!
Aller Himmel Lust
Jauchzt in meiner Brust,
Verlang‘ ich dich,
Umfang‘ ich dich,
Erleb‘ ich mich,
Ergeb‘ ich mich
Meiner Kraft,
Die Leben schafft!
Du, der Sinne Seele,
Die mit meiner Liebe liebt!
Die mein Kuß beglückt!
Die mein Blühen schmückt!
Du wurdest Weib,
Ich wurde Leib - -
Erschließe mich!
In Erglühn.
Will ewig blühn!
Du der Welten Seele,
Tochter, Mutter, bette mich!
Meine Allmacht quillt,
Die dein Sehnen stillt:
Ich bin der Geist,
Der Dich umkreist!
So nimm mich hin,
Ich bin dein Sinn,
Seligkeit
In Ewigkeit!
Deutsche Dichter & Denker
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
Alle Dichtungen
Wie sinnlos die Welt dir erscheinen mag, vergiß nie, daß du durch dein Handeln wie durch dein Unterlassen dein redlich Teil zu dieser Sinnlosigkeit beiträgst!
Die Ersten
Die Ersten sind's, sie sind im besten Zug
Vom willenlosen Haufen sich zu lösen.
Erkennend eitel Schimmer, seichten Trug
Der großen Reden abgenützte Blößen,
Klangvolle Phrasen, ein vereinter Schwall
Der überflutet Erdehöhen und Täler,
Allüberall der gleiche Wiederhall,
Der gleiche Köder und der gleiche Wähler.
Wohl wächst der Massen Schrei nach Glück und Brot
Doch übertönt er nicht die Worte der Vertreter,
Es fallen Opfer tiefster Seelennot,
Die Masse fällt dein Zeichen der Verräter.
So lausch ich freudig, wenn mit wildem Schrei
Die Brust erfüllt von froher Zukunft ahnen
Sich einer ringt vom Heerdentaumel frei
Kraftvoll empor auf selbstgewollten Bahnen!
Einst waren wir die großen Denker,
Damals, gar nicht erst so lange her,
Wir bekannt als liebevolle Lenker,
Strebten hin, zum Guten allzu sehr,
So dass das irdisch höchste Amt gedachte,
Sich dabei reichlich auch ins Fäustchen lachte,
Den Deutschen Geist gar gänzlich zu vernichten,
Ihm Bös' und Weltenschuld alleinig anzudichten,
Ungedenk was solch maßlos Lüge mit sich brachte,
Versuche zu Verderben, den Geist stets nur stärker machte. Die Welt ward sichtbar krank und kränker,
Aussichtslos schien vielen hier die Kehr,
Doch dann, eigenständig ging das Amt zum Henker,
Denn sein Körper, der war vollends seelenleer,
Von 'Stuhl Petri' sprach man künftig nimmermehr!
Lieber sterbe ich auf dem Schlachtfeld im Kampf für das was ich liebte,
als als Feigling das Schlachtfeld niemals betreten zu haben!
Ein Schulmeister hat lieber zehn notorische Esel als ein Genie in seiner Klasse, und genau betrachtet hat er ja recht, denn seine Aufgabe ist es nicht, extravagante Geister heranzubilden, sondern gute Lateiner, Rechner und Biedermänner. Wer aber mehr und Schwereres vom anderen leidet, der Lehrer vom Knaben oder umgekehrt, wer von beiden mehr Tyrann, mehr Quälgeist ist, und wer von beiden es ist, der dem anderen Teile seiner Seele und seines Lebens verdirbt und schändet, das kann man nicht untersuchen, ohne bitter zu werden.
Wenn man Religion auffaßt als das Streben, Gott den Schöpfer und – durch seine unabänderlichen Gesetze – Lenker der Welt zu erkennen und zur Sicherung der diesseitigen und jenseitigen Glückseligkeit die eigene Lebensführung mit ihm nach Maßgabe der jeweiligen Erkenntnis in Übereinstimmung zu bringen, wenn man ferner die Entwicklung zum Höheren, Vollkommeneren als das uns zunächst erkennbare Ziel der Schöpfung, Kraft und Gesetzmäßigkeit als die augenfälligsten Eigenschaften des Schöpfers erkannt hat, so wird man nicht bestreiten können, daß unsere Vorfahren – wie auch andere Naturvölker – mit ihrem Naturdienst von Bäumen oder Gestirnen, besonders der Sonne, auf dem rechten Wege zur Erkenntnis des Schöpfers, seines Wesens und Willens waren, auf demselben Wege, den nach langer Unterbrechung uns die Naturwissenschaften erneut gehen lehren, der aber von den christlichen Glaubensboten in vollkommener Verständnislosigkeit unterbrochen worden ist. Das Jahrhundert ist vielleicht herangerückt, in welchem wir die heilige Religion der Heimat wieder erhalten werden: denn wir sind nach langer Verirrung für dieselbe wieder reif geworden!
Die heil'gen drei Könige aus dem Morgenland,
Sie frugen in jedem Städtchen: Wo geht der Wirth zur Krippe?
Die Wirthin sprach: Da drüben im Wirthshaus zur Krippe,
Da liegt er in dem Stalle bei dem Ochs und Esel.
Die Könige betraten das Wirthshaus zur Krippe,
Sie sahen den Knaben liegen im Stalle bei dem Ochs und Esel,
Und wie sie ihn sahen, fielen sie nieder und beteten ihn an,
Und öffneten ihre Schätze und brachten ihm Gaben dar:
Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Das war der erste Besuch, den der Knabe empfing,
Und noch heute kommen die Könige aus dem Morgenland,
Und bringen ihm Gaben dar: Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Doch nicht nur die Könige kommen, auch die Hirten kommen,
Und bringen ihm Gaben dar: Lämmer und Tauben.
Und so kommen sie alle, die ihn lieben und verehren,
Und bringen ihm Gaben dar, wie sie können und vermögen.
Und der Knabe nimmt die Gaben an, und er dankt ihnen,
Und er segnet sie alle, die ihn lieben und verehren.
Jahr: 1844
Der Antigermanismus scheint wie der Antisemitismus zu den Grundstimmungen der Welt zu gehören; er bedarf keiner Begründungen.
Wenn man heute eine Zeitung aufschlägt, sieht man, wie ihm gefrönt wird wie einer Orgie, auch von Landsleuten.
Es lebt ein Lied in unserm Land:
Um Einzelkampf zu ehren,
Zog Hildebrand vor Hadubrand
Zum Zank zwischen zwei Heeren.
Ach, Ahn und Erbe rückten so
Rock, Rüstwerk recht zur Fehde,
Sie hielten Helme heldenfroh
Und ritten rasch zur Rede:
Herr Hildebrand hob also an,
Als Weis’rer war er würdig,
Und frug den Feind, wess Vaterstamm
Er sei, wess Volk gebürtig.
Der trug es vor im trotz‘gen Ton:
Heiß Hadubrand, so höre!
Des Hildebrandes hehrer Sohn,
So lautet Landsmanns Lehre.
Zur Fern‘ ging vormals Vaters Gang,
Ließ Weib und wehrlos Wiege,
Odakers Arg ihn ostwärts zwang,
Dient Dieterich im Kriege.
Bei fern Gefolg und fern Gefild,
Im Heere Erster immer,
Des tapfern Teutrichs Treueschild,
Er – lanzverliebt – lebt nimmer.
Da Hildebrand das Herze stand:
Der Himmel es verhüte
Dass Blut dem Blutband eng verwandt
Zum Reckenringen riete.
Fang diesen friedlich‘ Freundschaftsring
Aus Hunnenherrschers Horte.
Doch höhnend Hadbrand Hildbranding
Warf walgewillt die Worte:
Nur Speer zu Speer und Spitz zu Spitz!
Dein Hehl und Huld ich hasse!
Du Hunne! Meinst, dein heller Witz
Lenkts, dass ich Lanzen lasse?
Von West, vom Wendelsee mir war
Des Kaufmanns klare Kunde:
Hildbrand, Herbrandes Sohn man sah
Auf Walstatt, welk der Wunde!
Welch Weh! Fünfdutzend Winter ganz
Erklang des Klügern Klage
War ich verschont bei Schlacht und Schanz,
Muss morden mich der Mage?
Wähnst schon Gewinn im Wettestreit
An Balg und Brünn, wies Sitte?
Oh Unheil! Enden wird’s im Leid!
Soll Sohn ich sehren, Sippe?
Doch wer nun Waffen dir verwehrt,
Nie fänd der Feigling Frieden.
So scheide, gutes Schicksalsschwert
Den Sieger vom Besiegten!
Da barsten Bannergere bald,
Sie missten jede Milde.
Gefährlich grub mit Grimmgewalt
Sich Schwert in schwere Schilde.
Ein arges Ende ahnt das Herz,
Scheu schweigen die Geschichten.
Wer kann denn ohne schlimmsten Schmerz
Von diesen Dingen dichten?
Jahr: 830
1. Gedenke, daß du ein Deutscher bist!
2. Du sollst Geist und Seele rein erhalten!
3. Halte deinen Körper rein!
4. Du sollst, wenn du erbgesund bist, nicht ehelos bleiben!
5. Heirate nur aus Liebe!
6. Wähle als Deutscher nur einen Gatten gleichen oder artverwandten Blutes!
7. Bei der Wahl deines Gatten frage nach seinen Vorfahren!
8. Gesundheit ist Voraussetzung auch für äußere Schönheit!
9. Suche Dir für die Ehe nicht einen Gespielen, sondern einen Gefährten!
10. Du sollst Dir möglichst viele Kinder wünschen!
Auch die Freiheit ist nicht ein leerer Traum.
Da ist Freiheit, wo du ohne äußern Zwang dem König und der Obrigkeit gehorchst,
wo du in den Sitten und Weisen und Gesetzen deiner Väter leben darfst,
wo keine ausländischen Henker über dich gebieten und keine fremden Treiber dich treiben,
wie man das Vieh mit dem Stecken treibt.
Dieses Vaterland und diese Freiheit sind das edelste Gut,
das ein guter Mensch auf Erden besitzt und zu besitzen begehrt!
Kennst du die schlafenden Tage?
Da kommt die leuchtende Sonne nicht,
Verloren hat sie ihr Flammenlicht;
Ein träger Schimmer fließt herab;
Die Welt ist umschattet wie ein Grab.
Über die Dächer, der Türme Bau
Schleicht ein ewiges Wolkengrau.
Du bist allein – und die Welt des Lichts
Ist versunken ins schweigende Nichts. –
Wohl kenn' ich die schlafenden Tage!
Da ruht das Herz, und mit leisem Schlag
Folgt es dem still verrinnenden Tag;
Nur in den Adern rollt das Blut,
Verborgen rinnt die Lebensflut.
Die Stille, die das All durchfließt,
Allmächtig sich ins Herz ergießt –
Kein Glück, kein Schmerz durchglüht die Brust,
Vergessen ist alles: Leid und Lust –
Ich liebe die schlafenden Tage.
Die schlummeratmende Seele schafft
Für den kommenden Kampf die siegende Kraft,
Die Kraft, die das blühende Glück erträgt
Und die kein Unglück zu Boden schlägt.
Hoch von den ziehenden Wolken auch
Weht hernieder ein Geisterhauch:
"Not ist Freude, Freude Not,
Tod ist Leben und Leben ist Tod!"
Kennst du die schlafenden Tage?
Jahr: 1862
Zu Verden auf der Heide schwarzmähnig stürmt die Nacht. –
Was greifst du, Vater, die Hand mir, was schreitest du so sacht?
Schweig‘ still, du Kind, schweig‘ stille, bis wir vorüber sind! –
Was hebt sich aus der Erden ein geisterhaft Gesind? –
Eile, mein Kind, so eile, eh‘ uns der Troß gesehn! –
Ich kann nicht weiter, Vater, ich muß hier bleiben stehn!
Was hebt so blutige Hände? Was öffnet sich der Schlund?
Ein roter Schein bricht blutig aus schwarzem Heidegrund? –
Vorüber, Kind, vorüber! – Was steigt die rote Glut
Zu schwarzen Wolkenbrüsten? O Vater, ist das Blut? –
Das ist das Blut, vergossen von edler Sachsen Not:
Viertausend edle Sachsen liegen hier unten tot! –
Was, Vater, taten jene, daß sie so schwer gebüßt? –
Sie gaben Treu‘ um Treue, das haben sie gebüßt! –
Was, Vater, wandelt dorten so hoch und bluterhellt? –
Und das ist Karl der Kaiser, er wandelt um das Feld! –
Was trägt er seine Krone schwer in den Händen sein? –
Er wischt mit seinem Mantel die blutige Krone rein! –
Was murmelt er im Barte? Wie Wolken stürmt die Stirn!
Was hebt er nun die Hände bis an des Himmels Firn? –
Vorüber, Kind , vorüber! Wer Kaiser Karl gesehen
Zu Verden auf der Heide, der darf nicht stillestehn! –
Halt an, halt an, o Vater! O sprich mit ihm ein Wort! –
Wer je verstand sein Murmeln, der läßt nicht diesen Ort! –
Ich will den Ort nicht lassen, eh‘ ich sein Wort verstand,
Was Erdenrot bedeutet und was des Himmels Brand! –
Das ist in späten Herbsten alljährlich eine Nacht,
Da Kaiser Karl der Schlächter zu seiner Reu erwacht!
Die Priesterschergen flüstern, und Kaiser Karl gebeut’s:
Viertausend edle Sachsen tilgte das fremde Kreuz!
Und ob sie Treu geschworen, ihm galt die Treue nichts:
Des rötet sich alljährlich der Gram seines Angesichts! –
O Vater, lieber Vater, er hebt das Haupt zum Wort! –
Von hinnen, Kind, von hinnen! Seiner Stimme Ton ist Mord! –
Ihr edlen Sachsenhäupter, die ich verblendet schlug,
Wann endet mir das Wandern, habt Rache ihr genug?
Mein Schwert hab‘ ich gewaschen, des Reiches Krone auch:
Was rötet ihr sie alljährlich mit blutigem Heiderauch?
Ich will ja Buße geben, ein Rächer soll erstehn!
Ich selbst will wiederkommen, will selbst voran euch gehen!
Ich selbst will blutig rächen der alten Götter Tod,
Der Fürsten und der Mannen, des deutschen Landes Not!
Die Toten will ich rufen, die Lebenden hervor:
Vater und Sohn soll hören, was Kaiser Karl beschwor! - -
*
Zu Verden auf der Heide, da rötet sich die Nacht,
Da ist in Nordlichtschimmern Walhallens Bild erwacht!
Die alten Götter raunen in roten Glanzes Wehr?
Wer beut den ewigen Göttern die Krone bluteschwer?
Was glänzt die alte Krone in seligem Glanze neu?
Ist Karl entsühnt, der Kaiser? Half ihm Jahrtausendreu?
Reicht Wodan ihm die Rechte? Tritt Balder ihm zur Seit‘?
Gibt Freia seinen Schritten lichtlockiges Geleit?
Ist Heil uns widerfahren? Versank des Blutes Schein?
Kehren die seligen Götter nun wieder bei uns ein? –
*
Zu Verden auf der Heide umgeht ein alt Gebot,
Was trägt der Knab‘ am Hute?
Ein Heidesträußlein rot!
Wer sich von seinem Volk abwendet, es im Stich läßt, verliert mehr als nur sein Leben!
Jahr: 2023
Es stehen Scheunen Ställe leer,
keine Kuh und kein Schweinchen mehr.
Was in Jahrzehnten schafften Hände,
verfällt und bitter ist das Ende.
Der alte Bauer begreift es noch nicht,
ihm stehen Tränen im Gesicht.
Bei Mehrarbeit und wenig Lohn,
verlässt den Hof so mancher Sohn.
Jahrhundertelang in unserem Land,
war Rückgrat stets der Bauernstand.
Und mancher denkt bei vollem Tisch,
Die Bauern brauchen wir doch nicht.
Die Menschen planen, doch es lenkt
ein anderer anders als man denkt.
Ein Blick weit in die Welt uns lehrt
Das eigene Brot ist Goldes wert!
Einst waren wir Menschen,
Die Waffen tragen, –
Aber das war! –
Heute sind wir Getier,
Das vom Gestern nichts weiß
Und vom Morgen nichts will. –
Wann werden wir wieder Menschen werden,
Die Willen haben,
Vom Reiche träumen
Und Waffen schmieden
Zu neuem Brückenschlag?
Einst wird kommen der Tag!
In einem fernen Land im hohen Norden lebte einst ein Volk von Eisbären. Sie hatten sich über ungezählte Generationen von Ahnen an das raue und entbehrungsreiche Leben im ewigen Eis angepaßt. Die weiten Jagdgründe und die feindliche Umwelt führten dazu, daß das vormals junge, starke und blühende Eisbären-Volk nicht weiter wachsen konnte. So beriefen sie einen Bärenrat ein, der über die weiteren Maßnahmen zur Absicherung der ungewissen Zukunft entscheiden sollte. Ein älterer, schon etwas verwirrter Bär mit Namen Grinpetz, der in seiner Jugend auf einer Eisscholle in fremde Länder getrieben wurde, ergriff das Wort:
Brüder, vor vielen Monden spülte mich das Meer an die fernen südlichen Gestade, in denen unsere Vettern, die Braunbären, wohnen. Sie leben in einem grünen, bunten Land, wo Milch und Honig fließen, sie ernähren sich gesund, sind jung, weiblich, klug und fleißig. Wir hingegen ernähren uns einseitig, leben in einem weißen Land und haben auch selbst keine Farbe, weil wir, und das ist, Brüder, unsere Erbsünde, alles Grün weggefressen haben. So blieb uns nur noch die jämmerliche, stinkende Meeres-Nahrung. Nun stecken wir im Teufelskreis. Da wir zu viel Fisch und zu wenig Gemüse fressen, wird es immer wärmer und unser Lebensraum schmilzt. Wir sind ein sterbendes Volk! Wer soll uns, wenn wir älter sind, den Pelz lausen, uns das Futter bringen und uns über das Eis schieben? Ich gebe Euch die Antwort, Brüder: Mit der nächsten Scholle fahre ich rüber an’s Land und frage unsre braunen Vettern, ob sie nicht zu uns kommen mögen."
Und kaum war ein Jahr vergangen, da brachte Grinpetz schon die ersten Braunbären in's heimatliche ewige Eis und sie wurden von den Eisbären frenetisch mit Willkommensschildern begrüßt. Und da man in der Eiswüste vor feindlichen Jägern sicher war und Grinpetz den Braunbären das Schlaraffenland versprochen hatte, kamen jeden Monat mehr und mehr Braunbären aus aller Welt.
Doch die Rechnung der Eisbären ging nicht auf: Die Braunbären waren zwar, wie von Grinpetz versprochen, jung, aber weder weiblich, noch klug, noch fleißig. Meist lagen sie nur auf der faulen Bärenhaut und ließen sich, weil sie nicht so gute Jäger und schlechte Schwimmer waren, von den Eisbären durchfüttern und vergnügten sich in der Zwischenzeit mit den jungen Eisbärinnen. Doch der ständige Müßiggang, die ungewohnten Meeresfrüchte und das ewige Weiß, schlugen den Braunbären auf Gemüt und Magen, sie fühlten sich benachteiligt, in ihrer Kultur und ihren Sitten beeinträchtigt, sie bekamen Hunger auf richtiges Fleisch. Das Bild begann sich zu wandeln, die arbeitslosen Braunbären gingen ihrem Hobby nach und vermehrten sich. Die Eisbären wurden immer älter und kamen kaum noch nach, das Futter für die braune Baggage ranzuschaffen, und Tag für Tag verschwand ein weiterer Eisbär auf unerklärliche Weise, von einem braunen Vetter ermordet und verspeist.
Als der alte Grinpetz dieses Elend sah, sprach er: Es ist vollbracht. Wir sind ein sterbendes Volk. Das ist die gerechte Strafe für die Erbsünde der alten weißen Eisbären! Schließlich bestieg er eine Eisscholle und floh in die Fremde.
Habe den Mut, du selbst zu sein
in einer geifernden Welt.
Besser ist stolzes Einsamsein,
als dem Geschrei unterstellt.
Wisse, es ist so wichtig nicht,
ob einer leuchtend dich nennt.
Wenn du nur stehst in deiner Pflicht
und deine Flamme dir brennt!
Wer sich ins Gras legt,
Wer lang liegt, für den ist
Zeit und Mühn nichts.
Wer liegt, der vergißt.
Was sich um ihn bewegt,
Wenn er liegt,
Bewegt ihn sanft mit.
Er wird gewiegt.
Ihn verläßt, ihn flieht
Zahl und Zeit.
Er entrinnt, ihm verrinnt
Lust und Leid.
Weise wird er, still
Wie das Gras, das grüne Moos.
Er bettet sich tief
In der Himmlischen Schoß.
Der Wind kommt und geht.
Die Wolke zieht.
Der Falter schwebt. Der Bach
Murmelt sein Lied.
Halm und Laub
Zittern und flüstern leis.
Wasser und Wind
Gehen im Kreis.
Was kommt, geht. Was geht, kommt
In der Wiederkehr Gang.
In der Himmlischen Bahn
Wird die Welt Tanz, wird Gesang.
Ohne Sittlichkeit, ohne reinen Eifer für Wahrheit und Recht, ohne tiefe Verachtung des Eigennutzes und der Eitelkeit ist jeder Angriff auf das Bestehende verderblich!
Jetzt ist nicht die Zeit zum Mühlen,
Nicht Zeit für die Partei,
Jetzt ist es Zeit, zu fühlen,
Daß eins das Größte sei:
Das Land, aus dessen Schoße
Uns Leib und Geist erstand,
Das heilige, das große,
Das deutsche Vaterland!
Hier unter diesem Rasengrün,
Wo wir in Jugend stehn,
Da liegt ein Ritter frei und kühn,
Wie keiner mehr zu sehn!
Er floh herein vom Röm'schen Reich,
Trug einen Lorbeerkranz,
Das Antlitz zorn- und kummerbleich,
Das Aug voll Sonnenglanz!
Und wo die Well' den Blumenstrand
In holder Minne küßt,
Warf er sein Schwert auf sichres Land
Und rief: Sei mir gegrüßt!
In schwerer Not sank er dahin,
Zerbrochen das Gebein;
Doch glühte noch sein starker Sinn
Im Tod wie junger Wein.
Nun weht sein Schatten um uns her,
Nun ruft sein Geist uns zu:
Ich war ein Schiff auf wildem Meer,
Ich kannte keine Ruh;
Ihr wißt, was ich gestritten hab
Und was gelitten auch;
Doch stieg' ich nochmals aus dem Grab,
Übt' ich den gleichen Brauch!
Die Qual verfliegt, die Sorg ist klein,
Nun bin ich unbeschwert;
Die besten Freunde nannt ich mein
Und fand mich ihrer wert!
Ihr lieben Brüder, wagt es nur
Und acht't die Not gering!
Das Elend zeigt die goldne Spur,
Wo sich ein Held erging!
Du lichter Schatten, habe Dank!
Gut sprach dein kühner Mund!
Und wem der Sinn von Zweifel krank,
Der wird an dir gesund!
Wie diese lustige Silberflut
Dein Grab so hell umfließt,
So uns dein nie geschwundner Mut
Das frohe Herz erschließt!
Jahr: 1858
Immer gibt es einen der die erste Geige spielen muss,
ob er's denn kann, merkt man erst zum Schluss.
Das Umfeld bekommt es meist zu spüren,
wenn manche sich ihr Ego aufpolieren.
Überheblichkeit und Arroganz sind der Weg,
der den Dummkopf in die Höhe trägt,
bis er den Ast auf dem er sitzt absägt!
Ich habs gewagt mit Sinnen
Und trag des noch kein Reu
Mag ich nit dran gewinnen
Noch muß man spüren Treu
Darmit ich mein
Nit eim allein
Wenn man es wollt erkennen
Dem Land zu gut
Wiewohl man tut
Ein Pfaffenfeind mich nennen
Da laß ich jeden liegen
Und reden was er will
Hätt Wahrheit ich geschwiegen
Mir wären Hulder viel
Nun hab ichs gsagt
Bin drumb verjagt
Das klag ich allen Frummen
Wiewohl noch ich
Nit weiter flich
Vielleicht werd wiederkummen
Umb Gnad will ich nit bitten
Dieweil ich bin ohn Schuld
Ich hätt das Recht gelitten
So hindert Ungeduld
Daß man mich nit
Nach altem Sitt
Zu Ghör hat kummen lassen
Vielleicht wills Gott
Und zwingt sie Not
Zu handlen diesermaßen
Nun ist oft diesergleichen
Geschehen auch hie vor
Daß einer von den Reichen
Ein gutes Spiel verlor
Oft großer Flamm
Von Fünklin kam
Wer weiß, ob ichs werd rächen
Staht schon im Lauf
So setz ich drauf
Muß gahn oder brechen
Darneben mich zu trösten
Mit gutem Gwissen hab
Daß keiner von den Bösten
Mir Ehr mag brechen ab
Noch sagen, daß
Uff einig Maß
Ich anders sei gegangen
Dann Ehren nach
Hab diese Sach
In gutem angefangen
Will nun ihr selbs nit raten
Dies frumme Nation
Ihrs Schadens sich ergatten
Als ich vermahnet han
So ist mir leid
Hiemit ich scheid
Will mengen baß die Karten
Bin unverzagt
Ich habs gewagt
Und will des Ends erwarten
Ob dann mir nach tut denken
Der Kurtisanen List
Ein Herz laßt sich nit kränken
Das rechter Meinung ist
Ich weiß noch viel
Wölln auch ins Spiel
Und solltens drüber sterben
Auf, Landsknecht gut
Und Reuters Mut
Laßt Hutten nit verderben!
Gesetze verraten nicht das,
was ein Volk ist,
sondern das,
was ihm fremd,
seltsam,
ungeheuerlich,
ausländisch erscheint!
Nachdem ich meinen großen Wurf getan,
Da hub der Vater mich zu schelten an:
Du trittst mit Rom in Fehde? Bist du toll?
Mich wundert's, Ulrich, wie das enden soll!
Poet war schlimm und klingt erbärmlich schon,
Doch Ketzer ist noch weit ein schlimmrer Ton!
Erlebt ich's nicht! Ein Sohn in Bann und Acht,
Der meinen grauen Haaren Schande macht!
So, Ulrich, mehrst du deines Stammes Glanz?
Jetzt gehst du halb zerlumpt, bald bist du's ganz!
Was kümmert dich, ob unser Haus zerfällt?
Was kümmert irgend noch dich auf der Welt?
Wenn nur in Holzschnitt du und Kupferstich
Den Lorbeer trägst – was anders kümmert dich?
Du lächelst? Du verziehst den Mund zum Scherz?
Ich wußt es nicht: du hast ein schlechtes Herz.
Der Vater sprach's und blickte finster drein,
Mit Tränen bat das fromme Mütterlein:
»Mein süßer Ulrich, laß das böse Spiel!
Ich gab zur Antwort: Nein! Der Würfel fiel.
Mein Mütterlein, behalt mich lieb und gern!
Bleib du mir milde wie der Abendstern!
Du kränkst mich, Vater, nicht, so herb du bist!
Hier schlägt ein Herz, das guter Meinung ist.
Beleidigt dich mein abgebraucht Gewand,
So laß mich treten aus des Hauses Band!
Ich sei ein Fremdling dir! Du bleibst in Ruh,
Mein Gut, du teilst es meinen Brüdern zu.
Und ärgre, Vater, dich am Lorbeer nicht,
Der nur im Bildnis mir die Stirn umflicht!
Ich selber trage sonder Prunk und Glanz
Im Leben einen schlichten Dornenkranz.
Wozu der Lorbeer? Das hat keinen Sinn.
Ein jeder weiß, daß ich der Hutten bin,
Den weder Zeit noch Tod noch Acht noch Bann
Vom Herzen seines Volkes scheiden kann!
Burg Steckelberg, die von der Höhe schaut,
Von Frankens schönen Hügeln rings umblaut,
Die Brücke nieder! öffne mir dein Tor!
Ich reit aus dir zum letztenmal hervor.
Blas, Türmer, blas mir noch ein tapfer Stück!
Ich fahr in Kampf und kehre nicht zurück.
Jahr: 1872
Herr, noch eins, so sprach der alte, gar lebend'ge »Fürst der Schleicher«:
Hast du vollen Sieg errungen, dann bewahre deine Speicher.
Furchtbar bleiben die Germanen immer, denn sie zeugen Söhne, zeugen Töchter, künft'ge Mütter, frische, starke, weiße, schöne.
In dem Blut, dem jungen, reinen,
liegt die stille Kraft gebettet,
die der Sturm-gebroch'nen Eiche zähe, starke Wurzeln rettet.
Kannst du nicht das Blut verderben,
bist du nie der wahre Sieger, jedes Mädchen wächst zur Mutter,
jeder Knabe wird ein Krieger.
Treibe sie in ferne Lande, misch' ihr Blut mit nied'rem Blute,
dann verinnen ihre Quellen,
und das Blut kommt uns zugute.
Langsam schwinden ihre Kräfte, langsam faulen ihre Sitten;
kannst du nicht das Blut verderben, hast du, Herr,
umsonst gestritten!
Fremdes Blut verdirbt die Reinen, wirkt wie Gift in ihren Leibern; kreuze sie mit fremden Männern, kreuze sie mit fremden Weibern!"
Er hat recht", so sprach der Hag're, Herr bedenke seine Gründe! In dem Blute triff die Stolzen! In dem Blute lebt die Sünde!"
Und noch eines, Herr, bedenke: Mußt verdeckte Fallen bauen, denn sie werden uns, den »Fremden«, niemals wieder völlig trauen.
Schlichte Einfalt läßt sie leichter glauben, was Germanen sagen, und sie lernen dann für immer klug verhüllte Fesseln tragen.
Uns're Lehren mußt du listig mit dem Bärenpelz verbrämen, mußt Germanen durch Germanen erst besiegen, dann bezähmen.
Setze »Herren« statt der »Führer«, denen sie gehorchen müssen, und sie werden dir, dem Herren, später deine Sohlen küssen."
Frei ist nur der, der die Tat um der Tat willen tut!
Frei ist nur der, der seinem Wesen gerecht wird.
Frei ist der Wesentliche!
Man gebe Deutschland die deutsche Wesenheit, man gebe ihm Gelegenheit, sich gemäß seiner Wesentlichkeit zu entfalten, dann wird es frei sein, dass die Welt das Staunen lernt. Aber was ist mit der deutschen Erziehung? Wo wird der Deutsche zur Wesentlichkeit erzogen? Da lernt er fremde Vokabeln und fremde Begriffe, da lernt er fremde Religion und fremdes Denken und wird zum Sklaven. Und wenn der Deutsche aus einem dunklen Gefühl, das seinem Blute entspringt, aufbegehrt und an der Kette reißt, dann schlägt die Welt mit Keulen auf ihn ein, um ihn für das Unrecht, wesentlich werden zu wollen, zu strafen. Man erziehe die jungen Deutschen ihrem Wesen gemäß und vergewaltige nicht ihren Geist und ihr Blut.
Völker und Volk
Das Volk ist dem Menschen das Gebilde, in das er, der Einzelmensch, eingetaucht und eingetan ist. Sein Volk ist ihm sein eigenes, ins Gewaltige vergrößerte Wesen.
Und wie sich die Zelle, auf Gedeih und Verderb eins fühlt mit dem Körper, in dem sie ihr Leben hat, ohne zu wissen, oder auch nur zu ahnen, was dieser Körper sei, so ist das Volk, gleich dem Einzelmenschen in göttlicher Lockung und Treibung, in göttlicher Unruh nach dem Wahrgutschönen, dem Einzelnen das geheimnisvolle, wunderbare Gebilde göttlichen Willens, göttlicher Wirkung und Wirkungsstätte!
Jahr: 1863-1945
Nicht auf den einen ist ihr Schwert gezückt, gegen uns alle kehrt sich der Sturm.
Sie wollen nicht leiden, daß man über ihre Zwingherrschaft schreie, sie wollen ihre Machenschaften und Schleichwege nicht aufgedeckt, ihrem Wahnsinn nicht gesteuert, ihrem Wüten keinen Damm entgegengesetzt wissen.
Das ist's, was sie so erbittert, was sie mit den Zähnen knirschen läßt, so daß sie nun jede Scham in ihrem Betragen von sich werfen.
Ihr aber, die ihr dies klar vor Augen seht, welche Schritte wollt ihr tun, welchen Entschluß wollt ihr fassen?
Wenn ihr mich hören wollt, so sage ich:
Jetzt ist's an Euch, Euch daran zu erinnern, daß ihr Deutsche seid!
Und einmal nur am Tage
ein Weilchen stille sein,
und einmal nur am Tage
mit deinem Gott allein,
das löst dir manche Frage,
das lindert manches Leid,
dies Weilchen nur am Tage
hilft dir zur Ewigkeit!
Weil etwas kahl mein Kämmerlein ich fand,
Sprach ich zum Pfarrer: Ziere mir die Wand.
– »Da meine Brief' und Helgen! Hutten, schaut,
Was Euch belustigt oder auferbaut!
Ergötzt Euch ›Ritter, Tod und Teufel‹ hier?
Nehmt hin das Blatt! Der Ritter, Herr, seid Ihr.«
Das sagst du, Pfarrer, gut. Ich häng es auf
Und nagl es an mit meines Schwertes Knauf.
Dem garst'gen Paar, davor den Memmen graut,
Hab immerdar ich fest ins Aug geschaut.
Mit diesen beiden starken Knappen reit
Ich auf des Lebens Straßen allezeit,
Bis ich den einen zwing mit tapferm Sinn
Und von dem andern selbst bezwungen bin.
Jahr: 1872
Wer keine Vergangenheit mehr hat,
der hat auch keine Zukunft.
Zur Einstimmung auf Huttens 500. Todestag erscheint ab heute täglich um 12:00 ein kleiner Beitrag.
Mir scheint die Gefahr,
daß die Bundesrepublik Deutschland
den Dummköpfen anheimfällt,
größer zu sein als die Gefahr des Radikalismus!
Ihr habt uns des Tages das Fürchten gelehrt.
Das hat uns die Ängste gemacht.
Wir haben im Traum von der Hoffnung gezehrt,
wir träumten vom Licht in der Nacht.
Ihr seid wie der Sturm durch die Dörfer gefegt
und nichts blieb an seinem Platz.
Habt Fallen in freies Gelände gelegt.
Wir waren das Wild für die Hatz.
Ihr habt uns die Fässer und Speicher geleert,
was blieb, hat zum Darben genügt.
Dann habt ihr beflissen die Mägde entehrt.
Die hatten sich schweigsam gefügt.
Ihr nahmt auch die Frauen und Töchter zum Weib -
für einen verfluchten Moment!
Ihr tragt statt des Herzens den Teufel im Leib
und lebt vom Gewissen getrennt.
Ihr habt uns bei Tag und Nacht Beine gemacht,
wir sollten auf eignen nicht stehen.
Wir wurden zum Schlachtfeld der Kriege gebracht -
da brauchten wir einmal nicht gehen.
Ihr habt uns in stremmende Fesseln gezwängt.
Wir rissen sie alle entzwei.
Und waren gar eiserne Ketten gesprengt -
ihr bandet und schmiedetet neu!
Ihr habt unsre Nacken dem Joch anvertraut.
Die Peitsche verbat uns den Mund.
Wir wurden in finst'ren Verliesen verstaut -
zur Ehre gereicht' uns der Grund.
Ihr habt unsren Mut auf die Probe gestellt,
um unsere Ängste zu testen.
Doch ihnen hat längst sich der Zorn beigesellt -
der kontrolliert sie am besten.
Ihr habt unsrer Freiheit den Hals zugedrückt.
Euch dürstet nach unserem Blut.
Stets habt ihr die Flamme des Aufstands erstickt,
doch niemals erlischt deren Glut!
Ihr habt uns den Fuß auf das Rückgrat gestellt
und ließet die Füße euch küssen.
Da haben vor euch wie ein Hund wir gebellt.
Ihr durftet vom Wolf noch nicht wissen...
Doch irgendwann werdet die Zähne ihr spür 'n,
die beißen und reißen und schmerzen.
Dann wird sich der Wolf zu Gemüte euch führ'n
mitsamt euren teuflischen Herzen!
Jahr: 2008
Sieh dort auf dem Wiesengrunde
Tanzen jetzt ein Elfchen munter
Unterm Rosenbusch hinunter,
Der die Blätter niederstreut.
Elfchen spielen Lotto heut,
Schreiben auf die Blätter Nummern,
Ja, du darfst nur kühnlich schlummern,
Denn dein Glück kommt dir im Schlummer.
Du gewinnst die beste Nummer:
Eine Braut wirst du im Schlummer,
Drum erwachst du ohne Kummer,
Hochzeit, Hochzeit, hohe Zeit. –
Sieh, wie scheint der Mond so weit,
Und die Frösche und die Unken
Singen bei Johannisfunken
Ihre Metten ganz betrunken.
Brünstig glühn Johannisfunken,
Sternlein kühl am Himmel prunken,
Und das Irrlicht hüpft betrunken,
Wo du gingst, ein Jungfräulein.
Auf dem Acker glüht ein Schein,
Wo beim Drachen eingetruhet
Kaltes Gold, das rot erglutet,
Fiel dein Kränzlein unvermutet
In des Drachen Gruft hinunter,
Und der Drache ist gebunden,
Und der Schatz ist dir gefunden:
Gold und Silber, Edelstein,
Und drei Rosen, die sind dein!