Unbekannt
Unbekannt
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
Unbekannt
Unbekannt
Laßt die Schwerter sie zerbrechen,
laßt die Lumpen Knechtschaft sprechen,
wo der Feind nur haßt!
Laßt sie unsrer Toten spotten,
laßt sie selber sich entgotten,
laßt sie's treiben, laßt!
Laßt beherrschen sie die Stunde,
eine flüchtige Sekunde
voll Erbärmlichkeit
schenkt das Schicksal selbst den Flennern,
doch es rechnet nur nach Männern
seit urewger Zeit.
Männer fragen nicht nach Waffen,
Waffen wird ihr Wille schaffen,
ist nur der von Stahl!
Leiber können Wälle bilden,
Unser Vaterland umschilden,
taten's schon einmal.
Was in schwerterstolzen Tagen
jeder willig war zu tragen:
Opferung des Bluts!
Laßt der Söhne Herzen schlagen
und wenn sie den Kampf nicht wagen,
unser Enkel tuts!
Schaff gute Bücher in dein Haus,
sie strömen eigne Kräfte aus
und wirken als Segenshort
auf Kinder noch und Enkel fort!
Unbekannt
Unbekannt
Wo stehen unsere letzten Burgen,
die noch nicht genommen sind,
wo singt der Wind die alten Lieder,
die noch nicht verklungen sind?
Wo sind die Menschen, die uns hören,
wo sind die Menschen, die uns verstehen,
die mit uns altes Glück beschwören,
die mit uns neue Wege gehen?
Wann kommt die Zeit das Korn zu senken
in dürre Erde, die noch ruht?
Wann wollen wir die Fackel schwenken
und streiten für uns Glück und Gut?
Wann kommt die Zeit zum Neuerwachen,
wann ruft uns der Fanfarenton?
Wir wollen alle munter machen,
unsere Banner wehen schon!
Wer sind die Leute, die mit Mut
und Zuversicht zu Werke gehen,
die dann des Reiches Blüte einst
als Lohn der langen Arbeit sehen?
Wir sind die neue Kraft im Lande!
Wir sind des Volkes junger Spross!
Wir sprengen alle süßen Bande
und singen laut mit Stolz und Trotz:
Wer, wenn nicht wir?
Wo, wenn nicht hier?
Und wann, wenn nicht jetzt?
Warum die Not wird lieb genannt,
Das war mir lange unbekannt,
Bis ich´s von einer Frau erfahren.
Es war umringt von Kindern sie,
Die all noch hilfsbedürftig waren,
Und einer meinte viele Müh
Müßt´ sie doch haben mit der kleinen Schar.
"Ja", sagte sie, und die Mienen
Erhellten sich, "ja, es ist wahr,
Ich habe meine liebe Not mit ihnen.
Die Gesamt-Entartung des Menschen, hinab bis zu dem, was heute den sozialistischen Tölpeln und Flachköpfen als ihr "Mensch der Zukunft" erscheint, – als ihr I d e a l ! – diese Entartung und Verkleinerung des Menschen zum vollkommenen Herdentiere (oder wie sie sagen, zum Menschen der "freien Gesellschaft"), diese Vertierung des Menschen zum Zwergentiere der gleichen Rechte und Ansprüche ist möglich, es ist kein Zweifel! Wer diese Möglichkeit bis zu Ende gedacht hat, kennt einen Ekel mehr als die übrigen Menschen – und vielleicht auch eine neue A u f g a b e !
Jeder Wohlgesinnte und Einsichtige ergreife also mit mir Partei
für die deutsche Sprache
gegen die deutsche Dummheit!
Immer wieder dieselbe Geschichte:
Siege, Triumphe, Gottesgerichte.
Wem jeder Sprung, auch der kühnste, geglückt,
Der fühlt sich dem Gesetz entrückt,
Er ist heraus aus dem Alltagstrott,
Fliegen will er, er ist ein Gott;
Er fällt dem Sonnengespann in die Zügel, –
Da schmelzen dem Ikarus die Flügel,
Er flog zu hoch, er stürzt, er fällt,
Ein neu Spektakelstück hat die Welt,
Eben noch zum Himmel getragen…
Apollo, zürnend, hat ihn erschlagen.
Frii es de Feskfang,
Frii es de Jaght,
Frii es de Strönthgang,
Frii es de Naght,
Frii es de See, de wilde See
En de Hörnemmer Rhee.
Der Amtmann von Tondern, Henning Pogwisch,
Schlägt mit der Faust auf den Eichentisch:
Heut fahr ich selbst hinüber nach Sylt
Und hol mir mit eigner Hand Zins und Gült.
Und kann ich die Abgaben der Fischer nicht fassen,
Sollen sie Nasen und Ohren lassen,
Und ich höhn ihrem Wort:
Lewwer duad üs Slaav!
Im Schiff vorn der Ritter, panzerbewehrt,
Stützt sich finster auf sein langes Schwert.
Hinter ihm, von der hohen Geistlichkeit,
Steht Jürgen, der Priester, beflissen, bereit.
Er reibt sich die Hände, er bückt den Nacken.
Der Obrigkeit helf ich die Frevler packen;
In den Pfuhl das Wort:
Lewwer duad üs Slaav!
Gen Hörnum hat die Prunkbarke den Schnabel gewetzt,
Ihr folgen die Ewer, kriegsvolkbesetzt.
Und es knirschen die Kiele auf den Sand,
Und der Ritter, der Priester springen ans Land,
Und waffenrasselnd hinter den beiden
Entreißen die Söldner die Klingen den Scheiden.
Nun gilt es, Friesen:
Lewwer duad üs Slaav!
Die Knechte umzingeln das erste Haus,
Pidder Lüng schaut verwundert zum Fenster heraus.
Der Ritter, der Priester treten allein
Über die ärmliche Schwelle hinein.
Des langen Peters starkzählige Sippe
Sitzt grad an der kargen Mittagskrippe.
Jetzt zeige dich, Pidder:
Lewwer duad üs Slaav!
Der Ritter verneigt sich mit hämischem Hohn,
Der Priester will anheben seinen Sermon.
Der Ritter nimmt spöttisch den Helm vom Haupt
Und verbeugt sich noch einmal: Ihr erlaubt,
Daß wir euch stören bei euerm Essen,
Bringt hurtig den Zehnten, den ihr vergessen,
Und euer Spruch ist ein Dreck:
Lewwer duad üs Slaav!
Da reckt sich Pidder, steht wie ein Baum:
Henning Pogwisch, halt deine Reden im Zaum.
Wir waren der Steuern von jeher frei,
Und ob du sie wünschst, ist uns einerlei.
Zieh ab mit deinen Hungergesellen,
Hörst du meine Hunde bellen?
Und das Wort bleibt stehn:
Lewwer duad üs Slaav!
Bettelpack, fährt ihn der Amtmann an,
Und die Stirnader schwillt dem geschienten Mann:
Du frißt deinen Grünkohl nicht eher auf,
als bis dein Geld hier liegt zu Hauf.
Der Priester zischelt von Trotzkopf und Bücken
Und verkriecht sich hinter des Eisernen Rücken.
O Wort, geh nicht unter:
Lewwer duad üs Slaav!
Pidder Lüng starrt wie wirrsinnig den Amtmann an.
Immer heftiger in Wut gerät der Tyrann,
Und er speit in den dampfenden Kohl hinein:
Nun geh an deinen Trog, du Schwein.
Und er will, um die peinliche Stunde zu enden,
Zu seinen Leuten nach draußen sich wenden.
Dumpf dröhnt's von drinnen:
Lewwer duad üs Slaav!
Einen einzigen Sprung hat Pidder getan,
Er schleppt an den Napf den Amtmann heran
Und taucht ihm den Kopf ein und läßt ihn nicht frei,
Bis der Ritter erstickt ist im glühheißen Brei.
Die Fäuste dann lassend vom furchtbaren Gittern,
Brüllt er, die Türen und Wände zittern,
Das stolzeste Wort:
Lewwer duad üs Slaav!
Der Priester liegt ohnmächtig ihm am Fuß;
Die Häscher stürmen mit höllischem Gruß,
Durchbohren den Fischer und zerren ihn fort,
In den Dünen, im Dorf rasen Messer und Mord.
Pidder Lüng doch, ehe sie ganz ihn verderben,
Ruft noch einmal im Leben, im Sterben
Sein Herrenwort:
Lewwer duad üs Slaav!
Unbekannt
Unbekannt
Hehr ist Allvater über allen Himmeln -,
sein Atem ist Ewigkeit,
sein Maß Unendlichkeit -,
Seiner Krone Edelstein ist die leuchtende Sonne,
Sein Schmuck das Geschmeide der funkelnden Nacht,-
Aller Gottheit Ehre ist seines Kleides Pracht-,
Das Menschen ihn nennen,
Ist die Spur seines Ganges durch die Lande -.
Der Jahre Schreiten ist seine Sprache,
Sein Lachen Veilchenduft und Lerchensingen,
Wetter und Sturm sein grollendes Rufen,
-Weißer Winter seiner Ruhe stille Gedanken --.
Der Menschen Grimm und Wüten ist sein Zürnen,
Seiner Güte Glanz ist ihrer Augen freudiges Leuchten.
-Über hoher Wolken hellen Saume ist seines Grußes lichter Wink;
-Sein Morgentraum ist Grünen und Duften durch Bäume und Blumen,
Der Tierwelt Gewimmel seines Weckens erstes Regen,
In der Menschen Gedanken sein lichtes Erwachen! - -
Daß ich Dich fand, war Wunder heiligen Schweigens,
Daß ich Dir singe, ist meiner Freuden Stimme,
Daß ich Dich weiß, ist meines Werkes Ehre!
Das Gefühl körperlicher Gesundheit und Stärke gibt die sicherste Grundlage ab für die Charaktereigenschaften des Mutes, der Entschlossenheit und Besonnenheit, dagegen zieht Verweichlichung des Körpers geistige Erschlaffung nach sich und erschwert die Selbstbeherrschung!
O wie raunt, lebt, atmet in deinem Laut
der tiefe Gott, dein Herr; unsere Seele,
die da ist das Schicksal der Welt.
Du des Erhabenen
starres Antlitz,
mildes Auge des Traumes,
eherne Schwertfaust!
Eine helle Mutter, eine dunkle Geliebte,
stärker, fruchtbarer, süßer als all deine Schwestern;
bittern Kampfes, jeglichen Opfers wert:
Du gibst dem Herrn die Kraft des Befehls
und Demut dem Sklaven.
Du gibst dem Dunklen Dunkles
und dem Lichte das Licht.
Du nennst die Erde und den Himmel:
deutsch!
Du unverbraucht wie dein Volk!
Du tief wie dein Volk!
Du schwer und spröd’ wie dein Volk!
Du wie dein Volk niemals beendet!
Im fernen Land furchtbar allein,
das Dach nicht über dem Haupte
und unter den Füßen die Erde nicht:
Du einzig seine Heimat,
süße Heimat dem Sohn des Volkes.
Du Zuflucht in das Herz hinab,
du über Gräbern Siegel des Kommenden,
teures Gefäß ewigen Leides?
Vaterland uns Einsamen, die es nicht kennt,
unzerstörbar, Scholle dem Schollenlosen,
unserer Nacktheit ein weiches Kleid,
unserem Blut eine letzte Lust,
unserer Angst eine tiefe Ruhe:
Sprache unser!
Die wir dich sprechen in Gnaden, dunkle Geliebte!
Die wir dich schweigen in Ehrfurcht, heilige Mutter!
Nach Kamtschatka, nach Kamtschatka,
Drückt mich lang schon die Krawatka,
Wo der Wendegreis sich narrt;
Wo der Russe endlich endigt,
Wo der Wandrer verelendigt,
Und der Mutterwitz erstarrt -
Dahin -
Nach Gorillien, nach Gorillien
Tu' das Budget mir verwilligen,
Wo der Waldmensch lebt und leibt;
Wo die Muse, die verirrte,
Mit Gewalt verliert die Myrthe,
Und der Wechselbalg sich sträubt -
Dahin -
Auf dem Dawala-lackhieri
War ich auch schon schneeblind schieri,
Wo die Pore rötlich rinnt;
Wo der Mensch gen Himmel zipfelt,
Wo der Unsinn grausam gipfelt,
Und das Bohnenlied beginnt -
Dahin komm' ich schließlich hin!
Nur immer frisch verboten,
nur immer konfisziert!
Und ging′ es auch nach Noten,
ihr weckt doch nicht die Toten,
das Leben triumphiert!
Ihr traurigen Kapuzen,
ihr aller Wahrheit Feind,
ihr wollt den Adler stutzen,
die Sonne wollt ihr putzen,
weil sie zu hell euch scheint?!
Umsonst! Ihr könnt nicht hindern,
auch nicht das kleinste Wort!
Ihr könnt den Haß nicht mindern,
ihr könnt die Glut nicht lindern,
die grimmig euch verdorrt!
Gebt acht, die Stunden schleichen,
die Morgensonne strahlt:
Gebt acht, ich seh′ ein Zeichen,
da werden noch mit Streichen
die Striche euch bezahlt!
So nährt ihr selbst die Flamme,
die selber euch verzehrt:
Schon knistert es am Stamme -
O daß euch Gott verdamme!
Ihr seid kein Mitleid wert.
Vor meinem Fenster steht ein Baum,
Ich sah ihn manche Jahre grünen.
Das Leben steigt, das Leben fällt,
Was kümmert das den alten Hünen.
Im Herbst, da taumeln nach und nach
Müde die Blätter von den Zweigen.
Doch schlägt die Drossel, dann erwacht
Der Winterwald aus Schlaf und Schweigen.
Und wieder Herbst. Es stirbt das Laub,
Das noch vor Wochen sommergrüne;
Doch nächstes Jahr, im Ostertraum –
Was raunt der alte finstre Hüne?
Aus dem Ernst der Zeit
muss geboren werden
der Mut zur Tat!
Vergiß es nie!
Ist deine Mutter heimgegangen,
Schloß ihr der Tod die Augen zu,
Für immer bleich sind ihre Wangen.
Gönn` ihr die wohlverdiente Ruh!
In ihrem arbeitsreichen Leben
Hat sie für dich gesorgt, geschafft,
Das letzte hat sie hingegeben
Für dich – und sie ist nicht erschlafft.
Und was sie hat für dich ertragen
Von deiner früh`sten Jugend an,
Gelitten hat sie – ohne Klagen
Doch nur für dich – o, denke dran.
Und wie sie sich für dich tat grämen
Jahraus, jahrein, ob spät, ob früh,
Das sollst du dir zu Herzen nehmen,
Was sie dir war – vergiß es nie!
Hinaus muß der Jüngling ins stürmende Leben,
Denn Einsamkeit bildet, veredelt ihn nicht;
Gedrängt von dem Schicksal muß mutig er streben,
Dann übt er die Kräfte, erprobt seine Pflicht.
Im Umgang mit Menschen, die tadeln und loben,
Dort wird er gezwungen, sich selbst zu beschau'n;
Er wird dort gedemütigt, wird dort gehoben,
Und lernet ertragen, und lernt sich vertrau'n.
So reifet der Jüngling, und kehret er dann
Zurück in die Heimat, dann ist er ein Mann!
Min Modersprak, wa klingst du schön!
Wa büst du mi vertrut!
Weer ok min Hart as Stahl un Steen,
Du drevst den Stolt herut.
Du bögst min stiwe Nack so licht
As Moder mit ȩrn Arm,
Du fichelst mi umt Angesicht
Un still is alle Larm.
Ik föhl mi as en lüttjet Kind,
De ganze Welt is weg.
Du pust mi as en Værjahrswind
De kranke Boss torecht.
Un föhl so deep: dat ward verstan,
So sprickt dat Hart sik ut,
Un Rau vunn Himmel weiht mi an
Un Allns is wedder gut!
Min Modersprak so slicht un recht,
Du ole frame Rȩd!
Wenn blot en Mund min Vader" seggt,
So klingt mi’t as en Bȩd,
So herrli klingt mi keen Musik
Un singt keen Nachdigal;
Mi lopt je glik in Ogenblick
De hellen Thran hendal.
Und dennoch! Starkes Losungswort!
Mag's brechen, oder biegen,
Du scheuchst die matten Ängste fort
und rufst zu Kampf und Siegen.
Ob auch der Sturmwind uns umbraust
mit harten Schicksalsschlägen,
wir halten ihm, geballt die Faust,
das trotz'ge Wort entgegen:
Und dennoch!
Heiliges Wort, hoch über Zeiten und Sternen.
Friede am fremdesten Ort, Trost noch in dunkelsten Fernen.
Schimmernder Spiegel der Welt, da sich im Rahmen der Enge zeitlos dein Antlitz erhält, schön und in lieblicher Strenge.
Bild du aus blühendem Stein, wie auch die Wetter dich trafen.
Schiff meiner Sehnsucht fahr ein - immerzu winkt mir dein Hafen!
Alles, was außer dem guten Lebenswandel der Mensch noch zu thun können vermeint, ist Gott wohlgefällig zu werden, ist bloßer Religionswahn und Afterdienst Gottes!
Nennt ihn nicht Deutschland, euren Staat von heute;
Deutschland ist mehr, ist alles deutsche Land;
es ist nicht alles deutsche Land auch Reich.
Des Torsos aus dem Jahre Einundsiebzig
kläglichen Torso aus dem Jahre Neunzehn,
könnt ihr nicht Deutschland heißen, nein!
Nennt "Deutsches Reich" ihn und empfindet Scham
darüber, wie so klein es ist, das Reich der Deutschen,
wie wenig "Deutschland" noch in seinem Wesen,
wie sehr noch Kolonie des Kapitals,
wie wenig Zeichen uns des ewigen Bundes,
wie wenig Heimat unsren Seelen noch
uns dreißig Millionen Deutscher außer
den engen Grenzen eures Deutschen Reichs!
So lang nennt Deutschland nicht dies Deutsche Reich,
solang der Unterschied von Staat und Volk
nicht schon im Herzen eurer Kinder brennt
schmerzhaft und groß; solang ihr noch nicht wißt,
wo überall man "Heimat" sagt und "Volk"
und Bismarck denkt und Schiller, Eichendorff,
Andreas Hofer, Friedrich der Große,
und über Luther hin der Freiheit Ahnen
und Kaiser alt im Sagenglanz des Reichs...,
solang ihr noch nicht wißt, wie groß es ist,
D e u t s c h l a n d, nennt Deutschland nicht dies Deutsche Reich!
Singt ihr das Deutschlandlied, dann sei's Erkenntnis,
singt ihr das Deutschlandlied, dann sei es Sehnsucht,
Sehnsucht nach der Erfüllung Deutschen Reichs;
Staat unter vielen Staaten; denn ihr sollt
das Heilige nicht eitel nennen, Deutsche!
D e u t s c h l a n d i s t g r ö ß e r!
Ihr habt uns Eigen und Ehre gestohlen
Ihr habt unsre Taten der Nachwelt verhohlen
Ihr habt die gefallenen Kameraden verhöhnt
Ihr habt euch nicht einmal mit ihnen versöhnt
Ihr gönnt selbst den Toten keine Ruh
Ihr schändet die Gräber noch immerzu.
Ihr habt uns bespien und habt uns verlacht
Ihr habt uns zum Spott unserer Kinder gemacht
Ihr habt uns durch jeden Schmutz gezogen
Ihr habt uns geschmäht und habt uns betrogen
Ihr seid winselnd vor jedem Sieger gekrochen
Doch unseren Stolz habt ihr nicht gebrochen!
In den reinen Strahlen des Lichtes
Erglänzt die Gottheit der Welt.
In dem reinen Feuer des Äthers
Erstrahlt der Ichheit hohe Kraft.
Ich ruhe im Geiste der Welt,
Ich werde mich immer finden
Im ewigen Geiste der Welt.
Kraft in meine Seele!
Unbekannt
Nicht wie die Ritter, welche mit goldenen Sporen einherstolzieren, die von den Kaisern mit Gunst und Torheit zu Rittern geschlagen sind. Die echten Ritter sind vom harten Geschick geschlagen und geprägt, ihr Sporn ist die Treue und ihr Schwert ist der Glauben an das ewige Bestehen der Geschlechter und, daß dieselbe Herrlichkeit aus dem Stamme immerdar wiedergeboren werde!
Roter Mond überm Silbersee,
Feuerglut wärmt den kalten Tee,
Kiefernwald in der Nacht,
Und noch ist der neue Tag nicht erwacht.
Sterne steh'n hoch am Firmament,
Solche Nacht findet nie ein End`,
Dieses Land, wild und schön,
Und wir dürfen seine Herrlichkeit seh'n.
Grauer Fels, Moos und Heidekraut,
Weit entfernt schon der Morgen graut,
Fahne weht, schwarz weiß rot,
Das Gras schimmert unterm Morgentau!
Du hast dich für den Einsatz hergerichtet,
Die freie Meinung, sie wird heut vernichtet.
Die Stiefel an, mit Schild und Schwert
Für etwas Geld, ist es das wert?
Du wirst beeinflußt und auf Haß getrimmt
Weshalb die Unterdrückung hier gewinnt.
Bist du gar schon so verkommen,
Willst dort gar nicht mehr entkommen?
Ein Wurm, ein Knecht, ein Speichellecker
Und auch Ihr williger Vollstrecker.
Du hast dich ganz ins Totentuch gehüllt,
wieder einmal nur deine Pflicht erfüllt?
Du weißt es selbst, siehst auch die Scherben,
Dürfen Meinungen gebrochen werden?
Lebe nicht in dieser Selbstverdammung,
Besinne dich deiner Volksabstammung.
Laß dich nicht weiter nur benützen,
denn deutsches Blut muß Deutsche schützen!
Unbekannt
Unbekannt
Wir wollen nicht reden
Allerorten
Von kommenden Fehden
Mit großen Worten.
Wir wollen nicht sagen,
Was wir denken,
Nicht unser Klagen
Im Rausch ertränken.
Nicht mit dem Munde
Wollen wir streiten,
Nur auf die Stunde
Uns vorbereiten.
Wir wollen schweigen
Und handeln im Stillen;
Wir wollen uns beugen
Einem Willen.
Wir wollen als Freunde
Die Hand uns geben
Einer Gemeinde –
Und danach leben!
Wenn irgendetwas uns verflucht hat, dann ist es doch die Großstadt gewesen, nirgends mehr geht die Einzelpersönlichkeit zugrunde als in diesen Stätten der Massensuggestion!
Unbekannt
Unbekannt
Leute, die sich in ihren Begriffen von der Freundschaft nicht höher schwingen können, als daß sie alle guten Bekannten für Freunde halten, denken, daß nichts gewöhnlicher in der Welt als die Freundschaft sei.
Wie betrügen sie sich!
Unbekannt
Immer geschmäht, verflucht – verstanden nie,
Bist du das Schreckbild dieser Zeit geworden…
Auflösung aller Ordnung, rufen sie,
Seist du und Kampf und nimmerendend Morden.
O laß sie schrei'n! – Ihnen, die nie begehrt,
Die Wahrheit hinter einem Wort zu finden,
Ist auch des Wortes rechter Sinn verwehrt,
Sie werden Blinde bleiben unter Blinden.
Du aber, Wort, so klar, so stark, so rein,
Das alles sagt, wonach ich ruhlos trachte,
Ich gebe dich der Zukunft! – Sie ist dein,
Wenn jeder endlich zu sich selbst erwachte.
Kommt sie im Sonnenblick – Im Sturmgebrüll?
Ich weiß es nicht… doch sie erscheint auf Erden! –
"Ich bin ein Anarchist!" "Warum?" "Ich will
Nicht herrschen, aber auch beherrscht nicht werden!"
Die Heimat hat sich schön gemacht und Tau blitzt ihr im Haar.
Die Wellen spiegeln ihre Pracht wie frohe Augen klar.
Die Wiese blüht, die Tanne rauscht, sie tun geheimnisvoll.
Frisch das Geheimnis abgelauscht, das uns beglücken soll.
Der Wind streift auch durch Wald und Feld, er raunt uns Grüße zu.
Mit Fisch und Dachs und Vogelwelt stehn wir auf du und du.
Der Heimat Pflanzen und Getier behütet unsre Hand,
Und reichlich ernten werden wir, wo heut noch Sumpf und Sand.
Wir brechen in das Dunkel ein, verfolgen Ruf und Spur.
Und werden wir erst wissend sein, fügt sich uns die Natur.
Die Blume öffnet sich dem Licht, der Zukunft unser Herz.
Die Heimat hebt ihr Angesicht und lächelt sonnenwärts!
Unbekannt
Wir müssen im Hohen und Gemeinen nach dem Ewigen fahnden;
das ist unser Fallstrick und Verhängnis,
doch also auch der heilige Weg!
Ihr seid so weit
von euch entfernt
mit euch
gibt es keine Nähe
ihr pflegt lieber
euren Ichwahn
statt wärmende
Gemeinsamkeit!