Der Morgen küßt die Erde,
Im Grase blitzt der Tau,
Es scharren unsre Pferde -
Leb` wohl, geliebte Frau!
Nun gilt`s ein heißes Wandern;
Zeig` mir ein stolz Gesicht!
Und weinen all die andern -
Du nicht!
Dein Bild soll in den Schlachten
Begleiten meinen Ritt,
Ich werd` es noch betrachten,
Wenn ich vom Sattel glitt.
In seinen Traum ein Treuer
Die holden Züge nimmt,
Wenn still das Lagerfeuer
Verglimmt.
Und deckt mich fern der Rasen,
Wo nimmer geht dein Fuß,
Die schweren Reiter blasen
Heimkehrend meinen Gruß.
Hat mich die Schlacht genommen,
So denk`: Ihn rief die Pflicht, -
Als Sieger will ich kommen;
Sonst nicht.
Jahr: 1935