Meine Kirche — wo ich bete,
Ist der schöne, grüne Wald,
Der von hellen Jubelpsalmen
Bunter Sänger wiederhallt.
Mein Gebet — das stets ich bete,
Ohne Rast und ohne Ruh’:
Füge nie, was dir nicht recht ist,
Einem andern Menschen zu!
Und statt Muttergottesbilder
Hängt am Bette wunderfein,
Stets das Bild von meinem lieben,
Herzensguten Mütterlein.
Und mein Gott — der bin ich selber;
Deshalb trag’ ich hoch mein Haupt
Und bedaure jeden Menschen,
Der an fremde Götter glaubt!
Deutsche Dichter & Denker
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