Sprecht nicht vom Frieden, da noch Niedertracht
Und Neid und Gier nach euern Gurgeln lauern.
Solang ihr einer Bestie Hoffnung macht,
Wird auch ihr Blutdurst ungebändigt dauern.
Sprecht von Versöhnung nicht zum tiefsten Haß,
Sprecht nicht von Liebe zum Vernichtungswillen.
Und macht das Mitleid euch die Augen naß --
Der Sieg wird alle, alle Schmerzen stillen!
Sie horchen fiebernd euerm Klagelaut
Und starren heiß nach euern Bettlerlippen.
Und wer von uns nach euerm Jammer schaut,
Dem fährt ihr Dolch von hinten in die Rippen.
Weh euch, wenn ihr an unsern Arm euch hängt:
Ihr rettet sie aus ihren schwersten Bangen!
Weh euch, wenn auch das Herz hinüber drängt,
Denn der Genickstoß wird euch dort empfangen!
Ermannt euch aus dem weinerlichen Krampf!
Nicht feig sein wegen kleinlicher Beschwerden!
Es gilt den Kampf ums Leben! Dieser Kampf
Muß durchgekämpft und durchgelitten werden!
Wir stehn bereit. Bereit zum letzten Hieb.
Den soll kein Locken und kein Winseln hemmen!
Drum, gute Hinterländler, seid so lieb:
Benehmt euch männlich! Nicht wie ekle Memmen!
Deutsche Dichter & Denker
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